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Gemeinde Weingarten (Baden)

So läuft die Notbetreuung in der Schule und im Hort

Artikel vom 05.02.2021

Seit Wochen bereits ist die Gemeinde im Lockdown, sind Geschäfte geschlossen, herrscht Ausgangssperre und auch die Grundschule ist – mit Ausnahme einer Notbetreuung – geschlossen. Nur in der Gemeinschaftsschule gibt es für die Abschlussklassen teilweise Präsenzunterricht. Wie wirkt sich das auf den Unterricht, den Lernstoff und die Betreuung der Kinder aus?

Die Notbetreuung ist für diejenigen Kinder gedacht, die zwar zu Hause bleiben sollten, aber zu Hause nicht betreut werden können, weil die Eltern zur Arbeit gehen oder mit Homeoffice beschäftigt sind. Darum bietet die Gemeinde als Schulträger diese Ersatzbetreuung an.

Dasselbe gilt für die Kindergärten, die aber unter kirchlicher oder anderer nicht kommunaler Trägerschaft stehen. Auch diese Träger leisten für solche Kinder eine Notbetreuung, wobei immer wieder darum gebeten wird, die Dringlichkeit der Inanspruchnahme zu prüfen.  Ein Nachweis wird von den Eltern mittlerweile nicht mehr verlangt.

Allerdings sollten nur Eltern, die in ihrem Beruf unabkömmlich sind, ihre Kinder zur Schule schicken. Darum kommen morgens ab 7.50 Uhr zurzeit nur 50 Kinder ins Schulgebäude und bleiben dort bis 13 Uhr. Manche Lehrkräfte erteilen dort Präsenzunterricht, teilweise sind auch FSJler anwesend, aber die überwiegende Anzahl von Lehrern arbeitet vom  häuslichen Arbeitszimmer aus, wo sie auch das entsprechende Equipment zur Verfügung haben. Sie erstellen nicht nur Aufgabenpakete und Arbeitsblätter, die sie den Kindern entweder zukommen lassen oder digital übermitteln, sondern sie erteilen auch online-Unterricht. Das ist der besonders schwierige Part, der viele Lehrkräfte an die Grenzen ihrer Kräfte bringt.

Nach 13 Uhr verlassen die Schulkinder die Schule und gehen in die Schulkindbetreuung (Bahnhofstraße Nr. 3 und Nr. 7). Bis maximal 16 Uhr bleiben sie dort, aber innerhalb ihrer Klassenstufen zusammen, um eine Durchmischung zu vermeiden.  Alle vier Klassenstufen halten sich in separaten Räumen auf. Für knapp 30 Kinder wird täglich Essen bestellt, das der Caterer liefert.

„Es handelt sich bis auf fünf Kinder nahezu identisch um dieselben, die auch sonst die Schulkindbetreuung wahrnehmen“, berichtet Heike Jung vom Rathaus.

Die Zeitgestaltung ist mit der Ferienbetreuung nicht vergleichbar. Der Nachmittag sieht derart aus, dass die Schülerinnen und Schüler während der Betreuungszeit ihre Aufgabenpakete und Hausaufgaben erledigen, aber danach noch ausreichend Zeit für Spiel und Bewegung im Schulhof haben, bis sie um spätestens 16 Uhr nach Hause gehen.

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