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Jubiläum "Musik und Wort - Das Kleine Konzert"
Jubiläum "Musik und Wort - Das Kleine Konzert"

Das 150. Konzert aus dieser Reihe
Ein Großes Konzert zur Feier von 150 Kleinen
Seit 1998 gibt es die Konzertreihe „Musik und Wort – Das Kleine Konzert“ in der Evangelischen Kirche. Seither bietet Eberhard Blauth, in seiner berufstätigen Zeit Diakon in der Kirchengemeinde, in regelmäßigen Abständen "Das Kleine Konzert“ an. Es dauert rund eine Stunde und es musizieren mannigfaltig viele Teilnehmer, meist zu zweit oder zu dritt, manchmal auch solo. Der Reiz dieser Aufführungen liegt in der Verbindung mit gelesenen Texten, denn so gehen Musik und Wort eine Symbiose zur beiderseitigen Bereicherung ein.
Nun feiert die Konzertreihe ihr 150. Jubiläum. Aus diesem Anlass wurde in der Auferstehungskirche ein Großes Konzert gefeiert mit zwei Stunden Dauer und einer vortrefflichen Auswahl an Musikstücken sowie Texten.
Jaleh Perego an der Geige und Sara Pavlovic am Flügel haben sich in Weingarten kennengelernt
Zu hören waren unter anderem Mozarts Violinsonate Nr. 32 B-Dur in vier Sätzen und die Violinsonate in D-Dur von Sergei Sergejewitsch Prokofjew. Musiziert haben die Geigerin Jaleh Perego, geboren 1983 im französischen Rennes, und die junge Pianistin Sara Pavlovic aus Serbien.
Mittlerweile hat sich ein Verein mit dem Namen „Das Kleine Konzert Weingarten (Baden)“ gegründet, um den Verein finanziell zu fördern und besser organisieren zu können. Eberhard Blauth ist der Vorsitzende und Virginia Teichmann die Schatzmeistern. An diesem Konzertabend übernahm sie die Begrüßung und gab einen kurzen Rückblick. Die beiden Musikerinnen des heutigen Abends seien zufälligerweise hier zum ersten Mal gemeinsam aufgetreten und seither immer wieder zusammengekommen. „Eberhard hat ein Händchen dafür, wen er mit wem zusammenbringen kann“, fügte sie mit feinem Lächeln hinzu.
Lyriker des Abends war der Literaturnobelpreisträger Rabindranath Tagore aus Indien
Blauth selbst spielt Querflöte und war im Konzertprogramm dieses Abends von César Cui mit „Drei Stücke für Flöte, Violine und Klavier“ zu hören. Als Textvortrag hatte er das berühmte Gedicht „Gitanjali“ des indischen Literaturnobelpreisträgers Rabindranath Tagore gewählt. Die mystisch gestimmten Verse handeln von Liebessehnsucht, Gottes Größe, Trauer über die eigene Unvollkommenheit und Liebe zur Natur. Seine Gedichte sind geprägt von großer Gefühlswärme, Tiefe der Gedanken und kraftvoller Symbolsprache. Die Breite seiner Ausdrucksfähigkeit reicht von der Ewigkeitssehnsucht bis zur Heiterkeit im Betrachten der kindlichen Unschuld.
Im Aufbau des Abends las Blauth jeweils kurze Strophen, deren emotionaler Gehalt von den beiden Musikerinnen aufgegriffen und musikalisch wiedergegeben wurde. In Tagores Gedicht „Der Spur des Stromes folgend“ wird Regen und fließendes Gewässer als Symbolik der Dynamik des Daseins beschrieben. Die Antwort gab Eugène Ysaye mit der Sonate für Solovioline in E-Moll. Der strahlende, impulsive und stets positiv gestimmte Mozart passte zu Tagores Gedicht „Ich nahm den Augenblick kaum wahr“, welches das Wunder der Geburt beschreibt und das uranfängliche Vertrauen im Schutz der mütterlichen Arme. Der Tod erscheint dem Autor genauso vertraut, wie das Leben. Und weil er das Leben liebt, werde er auch den Tod lieben. Ein passendes Thema dazu fand sich in Marice Ravels Komposition über das schlafende Dornröschen.
Sekt und Weine von LEVINEA gab es in der Pause
Der erst in diesem Jahr eröffnete Weinladen von Lea Siegrist und Elina Holzmüller „LEVINEA“ hatte die Pausenbewirtung übernommen.
Mit dem ausdrucksstarken Klang von Prokofjews Violinsonate war das Konzert am Ende angekommen. Das Stück verlangte den beiden Musikerinnen noch einmal alles ab und sie meisterten es mit großartigem, engagiertem Spiel.

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