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Zweiter Informationsabend zur Asiatische Hornisse


Hornisse seit 2004 in Europa
Die Asiatische Hornisse (Vespa Velutina nigrithorax) erreichte im Jahr 2004 per Schiff Europa. Seither blieb sie und breitete sich rasant aus. Ihre Nester nehmen derart überhand, dass der Schädling mittlerweile als etabliert gilt.
Heike Jung, Ehrenamtliche bei der LUBW und zertifizierte Imkerin, berichtete in einem hoch interessanten Vortrag im Weingartener Rathaus, wo dieses invasive Tier zu finden ist und wie man es bekämpfen kann.
Die Asiatische Hornisse ist ziemlich schwarz bis auf einen gelb-orange farbenen Streifen am Hinterleib. Dieser unterscheidet sie von der Europäischen Hornisse, die als streng geschützt gilt. Ihre Nester werden kugelförmig ausgebildet und sind an einer muschelartig aufgebauten Form zu erkennen. Aber sie sind schwer zu finden, meist in Baumwipfeln in zehn Meter Höhe oder an trockenen und geschützten Stellen, wo man sie nicht vermutet.
Die Vespa Velutina baut im Frühjahr kleine „Gründernester“. Werden diese nicht entdeckt und entfernt, schlüpfen im Sommer tausende von Arbeiterinnen und viele hundert neue Königinnen und jede Königin baut ein neues Nest. Das Tier ist darum zu bekämpfen, weil es enorm gefräßig ist und in unseren Breiten immense Schäden in der Flur anrichtet. Zur bevorzugten Nahrung gehört reifes Obst im Spätsommer, aber eigentlich gilt sie als Allesfresser, was Insekten angeht. Die Vespa Velutina benötigt proteinreiche Nahrung für ihre Brut und diese findet sie in Bestäuberinsekten. Ein einziges Volk frisst bis zu 20 Kilogramm Insekten pro Saison. Und diese Bestäuber fehlen der Natur.
Nähern sich Menschen den Nestern, so reagieren die Tiere aggressiv. Sie greifen an und stechen mit bis zu 6 mm langen Stacheln, was allergische und toxische Reaktionen hervorruft. Bei rund 20 Stichen ist der Mensch akut gefährdet.
Es gilt für alle, die sich in der Natur aufhalten, einen Garten besitzen, Scheunen und alle geschützten Plätzen: Nester suchen, melden und entfernen lassen. Dann kommen Profis mit entsprechender Ausrüstung, die das Nest professionell und ohne die Tiere zu quälen, mit 130° heißem Dampf bedampfen. Nach maximal zehn Minuten sind die Hornissen tot. Das Nest wird abgeschnitten und beseitigt.
Melden Sie das Nest mit Foto bei der Landesanstalt für Bienenkunde unter lubw.baden-wuerttemberg.de/natur-und-landschaft/asiatische-Hornisse-melden.
Damit das Nest schnell entfernt wird, können Sie sich zusätzlich an den Imkerverein unter ah(@)unterpfinzgau-biene.de oder an die Gemeinde unter ordnungsamt(@)weingarten-baden.de wenden.

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