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Gemarkungsputzete am 18. September 2026
Die Gemeinschaftsschule sammelt Müll
Freitagmorgen, der 18. September 2026. Wie jedes Jahr haben sich auch dieses Jahr wieder die Schülerinnen und Schüler der Turmbergschule im Schulhof versammelt, um in den Außenbereichen der Weingartener Gemarkung Müll aus der Natur zu entfernen und in Säcke zu sammeln. „Es ist eine Pflichtveranstaltung für alle ab der fünften Klasse“ erklärt Rektor Klaus Stirn, „und wie ein Schultag zu betrachten.". Rund 300 Kinder und Jugendliche machten sich gruppenweise auf den Weg.
Insgesamt acht Bezirke sind abzusuchen. Der Bauhof unterstützt das lobenswerte Vorhaben, indem er Zangen, Handschuhe, Warnwesten und Müllsäcke zur Verfügung stellt und die gefüllten Säcke, die am Straßenrand abgestellt werden dürfen, nach Beendigung der Aktion wieder einsammelt. „15 Säcke voll wurden gesammelt, jeder etwa 20 kg schwer“, berichtet der Mitarbeiter im Bauhof Harald Bluhm nach Ende der Aktion. Die spektakulärsten Teile seien ein Fahrrad und ein leerer Benzinkanister gewesen.
Die Schule praktiziert dieses Vorgehen seit vielen Jahren und mittlerweile zeigt sich auch der erzieherische Wert dieses Vorbild gebenden Verhaltens. Wer als Jugendlicher Müll einsammelt, den andere achtlos weggeworfen haben, verhält sich als Erwachsener nicht mehr so leichtfertig. Außerdem ist es eine Erfahrung, dass ein sauberer Ort länger sauber bleibt als einer, der bereits schmutzig ist. „Deutlich weniger als letztes Jahr“ sei zusammengekommen, resümiert Bluhm und sein Kollege, Bauhofleiter Dirk Pfirrmann, hat das schon seit längerem bestätigt. Es habe aber auch damit zu tun, räumt er ein, dass die Männer des Bauhofs das ganze Jahr über während ihrer Arbeit sozusagen „nebenbei“ Müll mitnehmen.
Umso lobenswerter ist es, dass die Schülerinnen und Schüler immer noch am Ball bleiben. Abgesehen davon, dass das gemeinsame Müllsammeln von vielen auch als coole Gemeinschaftsaktion angesehen wird, ist es keinesfalls unnötig geworden.
Denn jeder Müllsack ist einer zuviel. Der allergrößte Teil des Inhalts ist Abfall mit Kunststoffbestandteilen. Kunststoff ist nicht abbaubar. Ein beschichteter Getränkebecher besteht aus Pappe und Kunststofffasern. Nur die Pappe verrottet, die Kunststoffanteile zerfallen in immer kleinere Teile, das sogenannte Mikroplastik. Und genau das muss verhindert werden.
Darum ist es sinnvoll, die Aktion weiterzuführen. Auch wenn auf den ersten Blick nicht sehr viel Müll zu finden ist, so lohnt es sich, einen zweiten Blick zu tun. Vor allem an versteckten Stellen.
Die Gemeinde dankt den Kindern für ihr Engagement mit einem gemeinsamen Mittagessen.



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