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Bericht aus dem Gemeinderat vom 22.07.2026
Nachfolgend finden Sie den Bericht aus der vergangenen Sitzung, geordnet nach Tagesordnungspunkten.
- öffentlich bekannt gemacht am 29.07.2026 -
1. Kirchberg-Mittelweg: Vergabe der Straßenbeleuchtung
Die Erschließung des Baugebiets Kirchberg-Mittelweg schreitet voran. In jüngster Sitzung entschied der Gemeinderat über die Vergabe der Straßenbeleuchtung und die Vergabe zum Bau des Brückenbauwerks über den historischen Steinbruch.
Auf Wunsch des Gemeinderates sollten weitere Anbieter zur Abgabe eines Angebots für die Straßenbeleuchtunng angefragt werden. Da aber keine weiteren Anbieter außer der Netze-BW zur Verfügung standen, wurde letzendlich nur das Angebot der Netze BW geprüft. Dieses beläuft sich auf 111.205,68 Euro brutto. Die zugehörigen Erdarbeiten sind in der Ausschreibung für den Tiefbau der Erschließungsarbeiten enthalten. 55 Leuchten vom selben Typ, der auch im Gewerbegebiet Sandfeld Verwendung findet, werden auf der Talseite aufgestellt und strahlen zur Bergseite, was der Lichtverschmutzung entgegenwirkt.
Der Gemeinderat stimmte der Vergabe der Straßenbeleuchtung an die Netze BW einstimmig zu.
2. Kirchberg-Mittelweg: Vergabe der Brückenbauarbeiten
Für das Brückenbauwerk waren die Kosten im Leistungsverzeichnis der Weber-Ingenieure auf 3,9 Millionen Euro angewachsen. Für die europaweit durchgeführte Ausschreibung seien vier Angebote eingegangen. Das günstigste Angebot komme von der Firma Grötz GmbH aus Gaggenau mit einer Bruttosumme von 2,8 Millionen Euro. Die Baukosten für das reine Brückenbauwerk, das als Ganzes eingesetzt werde, belaufen sich auf 1,7 Millionen Euro. Die weiteren Kosten betreffen vorgezogene Maßnahmen aus dem zweiten Bauabschnitt. Damit liege der Gesamtpreis deutlich unter dem bepreisten Leistungsverzeichnis der Weber-Ingenieure.
Der Gemeinderat stimmte der Auftragsvergabe an die Firma Grötz mit 2.820.544,68 Euro einstimmig bei Enthaltung der WBB zu. Timo Martin (WBB) erinnerte an den Antrag seiner Fraktion aus dem Jahr 2024, der mit dem Modell „Bewehrte Erde“ für den Steinbruch eine deutlich günstigere und nachhaltigere Lösung beinhaltet hätte. Dieser Antrag wurde damals mehrheitlich abgelehnt. Bürgermeister Eric Bänziger erinnerte, dass der ganze Bebauungsplan bereits 2008 beschlossen worden war. Kaum eines der Ratsmitglieder, die jetzt diese Entscheidung mittragen müssen, sei damals schon dabei gewesen. Er danke dem Projektsteuerer für die gute Arbeit, ein annehmbares Angebot gefunden zu haben. Gerhard Fritscher (CDU) brachte die Stimmung am Ratstisch auf den Punkt: „Wäre heute noch einmal 2008, so gäbe es keine Mehrheit für diese Brücke“.
3. Vergabe Reinigung und TV-Befahrung Kanalisation
Im Rahmen der Eigenkontrollverordnung ist die Gemeinde verpflichtet, in regelmäßigen Abständen eine TV-Befahrung ihrer Abwasserkanäle durchzuführen. So sollen undichte Stellen ermittelt werden, um diese schnellstmöglich zu beheben. Denn wenn Abwasser durch einen undichten Kanal ins Grundwasser gelange, so sei das ein Straftatbestand, erklärte Hans-Martin Flinspach (WBB).
Der Leiter von Fachbereich 5, Gerd Weinbrecht, berichtete, die Firma FC-Wasser und Wege habe eine Ausschreibung für die Leistung Reinigung und TV-Befahrung vorgenommen. Es hatten sich fünf Firmen daran beteiligt. Nach Auswertung und Prüfung der Angebote erwies sich das Angebot der Firma Fröhlich aus Herxheim als das wirtschaftlichste. Das Angebot beträgt 466.198,02 Euro und liegt damit deutlich unter der Kostenschätzung von über 630 TEuro. Auf Nachfrage begründete die Firma die Auskömmlichkeit dieses Preises mit ihrer langjährigen Erfahrung und Kenntnis des Ortsnetzes in Weingarten.
Bürgermeister Bänziger berichtete, der Auftrag beinhalte auch die Reinigung und Befahrung des Hauptsammlers für den Abwasserzweckverband. Auf diesen entfallen 13,13 Kilometer, auf den Anteil der Gemeinde Weingarten 63,53 Kilometer. Die Kosten werden somit aufgeteilt in gerundet 81.400 Euro für den Abwasserverband und 384.000 Euro für die Gemeinde Weingarten. Im Haushalt 2027 des Eigenbetriebs Abwasser werden 520.000 Euro eingestellt, um auch dringende Adhoc-Maßnahmen abdecken zu können.
Die Mitglieder des Gemeinderates stimmten der Vergabe der Leistungen Reinigung und TV-Befahrung an die Firma Fröhlich aus Herxheim zu einem Bruttogesamtpreis von 466.198,02 Euro einstimmig zu.
4. Brandschutz und barrierefreier Ausbau Walzbachhalle – Beauftragung Objektplanung
Auf Beschluss des Gemeinderates, die Leistungen der Objektplanung für den Brandschutz und die Barrierefreiheit im Verhandlungsverfahren auszuschreiben, hat das Ingenieurbüro Harrer ein Verhandlungsverfahren nach VgV (Vergabeverordnung) für den Bereich Objektplanung vorbereitet und durchgeführt. In Verhandlungsgesprächen vor einem Gremium aus Verwaltung und Ingenieurbüro hatten die Bewerber in der ersten Gesprächsrunde die Möglichkeit, sich vorzustellen und ihre Eignung nach festgelegten Kriterien zu präsentieren. In einer zweiten darauffolgenden Verhandlungsrunde wurde ein finales Honorarangebot abgegeben. Die Honorarangebote flossen in das Punktesystem zur Bewertung ein und das Architekturbüro Strauss kam mit der Spitzenpunktzahl auf Platz 1.
Somit konnte der Gemeinderat die Objektplanungsleistungen an das Architekturbüro Strauss zu einem Bruttopreis von 226.231 Euro vergeben. Der Beschluss fiel einstimmig.

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