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Warum an unseren Waldwegen oft nur einseitig gemäht wird
Erstelldatum09.07.2026
FORSTJournal: Wissenswertes
Warum an unseren Waldwegen oft nur einseitig gemäht wird


FORSTJournal: Wissenswertes
Wer im Gemeindewald Weingarten (Baden) spazieren geht, wundert sich vielleicht: Die Ränder vieler Waldwege sind oft nur auf einer Seite sauber abgemäht, während auf der anderen Seite Gräser und Wildkräuter hoch stehen bleiben. Was unfertig wirkt, ist pure Absicht und ein wichtiger Beitrag zum lokalen Artenschutz.
Die Säume entlang unserer Waldwege – die sogenannten Waldinnenränder – sind wertvolle Lebensräume. Sie beheimaten eine große Vielfalt an Blütenpflanzen, die für Wildbienen, Schmetterlinge und viele andere Insekten als unverzichtbare Nahrungsquelle dienen. Um dieses „Insektenbuffet“ zu schützen, passt das Forstpersonal die Pflege genau an die Nutzung der Wege an:
- Viel begangene Wege (einseitige Pflege): Hier wird aus Rücksicht auf die Waldbesucher vorzeitig gemäht - allerdings ganz bewusst oft nur auf einer Seite. Die unberührte Seite bleibt so lange als Rückzugsraum und Futterquelle erhalten, bis an anderer Stelle im Wald wieder neue Pflanzen nachgewachsen sind.
- Weniger begangene Wege: Diese Bereiche bleiben im Sommer komplett unangetastet. Sie werden erst im Spätsommer zusammen mit allen anderen Wegen in einem einzigen Durchgang gemulcht (wobei bei den viel begangenen Wegen die erste Seite dann ein zweites Mal mitgepflegt wird).
- Spätes Mulchen: Durch diesen späten Gesamtrückschnitt im Spätsommer wird sichergestellt, dass die Tierwelt so lange wie möglich von den Gräsern und der Blütenpracht profitieren kann.
Waldschutz und Naturschutz gehen hier Hand in Hand. Das Forstteam bittet daher alle Bürgerinnen und Bürger um Verständnis, wenn die Wegränder zeitweise nicht „aufgeräumt“ aussehen – die heimische Natur dankt es uns!
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