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Weitere Gruppe im Naturkindergarten eröffnet
Einweihung des zweiten Bauwagens
Der Naturkindergarten im Gewann „Ochsensteige“ wurde aufgrund der großen Nachfrage nach Betreuungsplätzen um eine zweite Gruppe erweitert. Dafür wurde am Breitwiesenweg in unmittelbarer Nähe der ersten Gruppe ein zweiter Bauwagen aufgestellt. Auch dafür übernimmt der Internationale Bund die Trägerschaft. Der pädagogische Leiter vor Ort ist Daniel Siebert.
Am Sonntagnachmittag war im Beisein der Weinhoheiten und zahlreicher interessierter Eltern die offizielle Eröffnung und der Bauwagen wurde seiner Bestimmung übergeben. Bürgermeister Eric Bänziger und die Vertreterin des Trägers, Daniela Chiazza, haben mit dem Schnitt durchs Band die Eröffnung vollzogen. Mit dabei waren die Weinhoheiten Alexa Hess, Alexa Enderle und Claudia Rieger.
Das Ganze geschah im Rahmen des Sommerfests des Kindergartens. Die Eltern hatten Kuchen gebacken, es gab eine Märchenstunde, der Wildtierpfad konnte erforscht und auf dem Niedrigseilgarten durfte geklettert werden. Für die Eltern bestand Gelegenheit, die Ausstattung des Bauwagens zu besichtigen.
Bürgermeister Eric Bänziger erklärte den Eltern die Hintergründe. Der Kindergarten werde gut angenommen, sei auch beim Personal beliebt und ein Bauwagen für unter 100.000 Euro sei eine weitaus preiswerte Lösung für bis zu 15 Plätze, als ein fester Bau nach kindergartenüblichen Standards, die heute bei über einer Million Euro liegen. Die Gesamtkosten mit Fundamenten und Aufstellung liegen bei 115.250 Euro. Daniela Chiazza stellte den Trägerverein kurz vor. Der Internationale Bund sei eine große Organisation mit mehreren Sparten. Er biete Erzieherausbildungen an, Sprachkurse und betreue Wohngruppen und Kindertagesstätten.
Dieser Naturkindergarten funktioniere sehr gut und sie danke den Mitarbeitern vor Ort, die die Kinder großartig begleiten. Höhepunkt der Eröffnungsfeier war das Lied vom Rotmilan, das Daniel Siebert, Natur- und Musikpädagoge, mit den Kindern rein auf Grundlage der Beobachtung selbst erdacht und mit Gitarre und Klangschale musikalisch gesetzt hatte.
„Wir arbeiten hier alle auf Augenhöhe und haben mit den Eltern eine Erziehungspartnerschaft“, erklärte Siebert das Grundprinzip. Angeboten werde nachhaltige Bildung. Es werde Solarstrom verwendet, eine Komposttoilette sei angelgt, das gesamte Gelände werde naturnah bewirtschaftet. Um eine Feuerschale in der Mitte stehen Baumstümpfe im Kreis. Es gibt eine Sandelecke, Beerenbüsche, von denen die Kinder naschen dürfen, eine Wasserpumpe, Gemüsebeete und einen Lehmbackofen. Außerdem einen Niedrigseilgarten und einen Waldtierpfad zum Entdecken von Tieren. „Wir arbeiten hier mit allen Elementen“, erklärt Siebert. „Wenn es regnet, spielen wir mit Wasser, wenn die Blätter fallen, ist das unser Thema. Aus jeder Situation gewinnen wir einen Impuls, der mal altersbezogen, mal altersgemischt umgesetzt wird. Der Kindergarten hat feste Regeln, aber die Kinder entfalten sich beim Ausprobieren und die Erzieher begleiten sie.



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