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Um Wurzeln, Heimat und um das, was den Menschen lebendig hält, ging es im „Kleinen Konzert“ in der Evangelischen Kirche, in dem unter dem Titel „Der kosmische Puls“ Texte von Anselm Grün und anderen und Kompositionen von Johann Sebastian Bach zu hören waren. Kein anderer Musiker habe göttliche Verehrung und Liebe zur Natur so beziehungsreich musikalisch verarbeitet wie er, der jede Partitur mit „zu Ehren Gottes“ unterschrieben habe, berichtete Initiator Eberhard Blauth. Der Titel bringe zum Ausdruck, dass in der Stille der Natur der Puls, der alles bewegt und den Menschen durch das Leben führt, zu spüren sei. Die Musizierenden waren Reiko Emura an Orgel und Klavier, Eberhard Blauth an der Flöte und Makitaro Amira Gesang. Die Lesungen übernahm Hubert Daul. Reiko Emura begann mit einem umfangreichen Orgelvortrag „Komm, Heiliger Geist“, dem ersten der 18 „Leipziger Choräle“ in F-Dur. „Mit dem Herzen im Paradies“ schrieb Philipp Newell und sprach darin sehr deutlich die Wurzeln des Menschen an. Es sind die Erinnerungen an die eigene Kindheit, die universale Erfahrung der Natur und der Gewissheit, mit Gott in Sicherheit zu sein. „Ein Stück Erde“ des Benediktinerpaters Anselm Grün thematisierte, dass der Mensch nicht nur den inneren Raum brauche, sondern auch einen realen Ort, den er erwandern und an dem er Zeit verbringen könne und wo er seine Wurzeln habe. Die Sonate in h-moll für Flöte und Klavier antwortete darauf mit melodiösen Klängen in raschem Tempo im ersten Satz und weckte Assoziationen von Freude, von Blühen und Leben, das aus den Wurzeln erwachsen war. Der zweite Satz „largo e dolce“ erklang etwas weicher und schmelzender mit einem Hauch von Sehnsucht. Der Sänger Makitaro Arima verfügt über einen beeindruckenden Bass. Sein erster Vortrag – „Et in spiritum sanctum“ in lateinischer Sprache entsprang einer feierlichen Messe. Der zweite, „Greifet zu, fasst das Heil ihr Glaubenshände“ ist die Arie aus einer Kirchenkantate, die Bach für den Pfingstmontag 1729 geschrieben hatte. Die Gemeinde wird aufgefordert, Gottes Liebe zu ergreifen, die er den Menschen bietet. Drei weitere Texte sprachen von Stille und Schweigen, die es erst möglich machten, dem Lied des Lebens zu lauschen und seinen Sinn zu erspüren. Das Konzert endete mit dem prachtvollen Klaviervortrag der Ouvertüre aus Partita vier.


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