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Übergabe der 15. Kompanie des ABC-Abwehrregiments 750 „BADEN“
Übergabe der 15. Kompanie des ABC-Abwehrregiments 750 „BADEN“
Appell auf dem Festplatz
Die Führung der 15. Kompanie des ABC-Abwehrregiments 750 „BADEN" wechselte. Der Regimentskommandeur Oberst Dirk Metz übergab am Dienstag, den 2. Juni 2026 das Kommando über die 15. Kompanie von Major Philipp Brachwitz an seinen Nachfolger Hauptmann Markus Stenger. Die Übergabe der Kompanie fand im Beisein zahlreicher Gäste aus Gesellschaft und Militär im Rahmen eines Feierlichen Appells auf dem Festplatz der Patengemeinde Weingarten (Baden) statt.
Vor der Kompanieübergabe hatte die Bundeswehr am Nachmittag zahlreiche Fahrzeuge und Ausrüstungsgegenstände in einem „Open Display“ für die Bürgerschaft auf dem Festplatz aufgebaut, um unter anderem die Fähigkeiten der 15. Kompanie vorzustellen.
Major Philipp Brachwitz war seit dem 1. August 2025 Kompaniechef der 15. Kompanie des ABC-Abwehrregiment 750 „BADEN" und wird im Anschluss eine Tätigkeit im Fähigkeitsmanagement im ABC-Abwehrkommando der Bundeswehr beginnen, das sich ebenfalls auf dem Eichelberg in Bruchsal befindet.
Hauptmann Markus Stenger war zuletzt als ABC-Abwehroffizier im Bereich Wissenschaft im Dezernat Reachback an der Schule für ABC-Abwehr und gesetzliche Schutzaufgaben in Sonthofen eingesetzt.
Ansprache Oberst Dirk Metz
Vor dem Hintergrund weltweit zunehmender Konflikte und Bedrohungen der kritischen Infrastruktur müssen Frieden, Freiheit und Sicherheit verteidigt werden, erklärte er zu Beginn. Das erfordere neben Rüstungsmaterial auch Ausbildung, Verantwortung, Führungsstärke und Kameradschaft. Er danke Major Brachwitz für das Geleistete, er verdiene Respekt und Anerkennung für seine Aufbauarbeit. Er sei ein Vorbild gewesen, die 15. Kompanie trage seine Handschrift. Major Brachwitz wird eine Tätigkeit im Fähigkeitsmanagement im ABC-Abwehrkommando beginnen und bleibt am Standort Bruchsal.
Ansprache Bürgermeister Bänziger
Bürgermeister Eric Bänziger sah die Patenschaft als ein „öffentliches Bekenntnis der Gemeinde zu unserer Bundeswehr“. Vor allem auch, weil die 15. Kompanie zur dauerhaften Unterstützung der Panzerbrigade 45 in Litauen aufgestellt wurde, mit dem klaren Auftrag, die NATO-Bündnisverteidigung an der Ostflanke zu stärken. Eine neue Kompanie von Grund auf aufzustellen, fuhr er fort, bedeute weit mehr als Organisation und Struktur. Es bedeute, Menschen zusammenzuführen, Zusammenhalt zu schaffen und einer Organisation Identität zu geben.
Herr Major Brachwitz habe sich mit großem persönlichen Engagement dafür eingesetzt, dass die Partnerschaft mit Weingarten mit Leben gefüllt werde. Anlässe waren bereits der Indienststellungsappell auf dem Festplatz, die Teilnahme an den Blutspendeaktionen des DRK oder die zur Verfügungstellung von Tarnnetzen zur Beschattung der Musiker am 1. Mai. „Dafür danke er ihm heute – auch im Namen der Gemeinde – sehr herzlich“. Für seinen weiteren persönlichen und militärischen Weg wünsche er ihm alles Gute.
Herrn Hauptmann Stenger wünschte er einen guten Start und freue sich, die vertrauensvolle Verbindung mit der Kompanie mit Hauptmann Stenger weiterzuführen. Den Soldatinnen und Soldaten der 15. Kompanie dankte er für ihren Dienst für unser Land.
Übergabe des Wimpels
Es erfolgte die Übergabe des Wimpels an Hauptmann Markus Stenger, daraufhin war offiziell der Wechsel vollzogen. Hauptmann Stenger werde jetzt die Verantwortung übernehmen, so Oberst Metz. Ausbildung, Motivation und Vertrauen fördern die Einsatzbereitschaft. Im Anschluss an die Zeremonie erhoben sich die zahlreichen Zuschauer und stimmten gemeinsam das Badnerlied an sowie die Nationalhymne.
Besichtigung der Fahrzeuge
Im Vorfeld des Appells hatte die Bevölkerung die Möglichkeit, Fahrzeuge und Teile der Ausrüstung zu besichtigen. Der Sinn liege im Allgemeinen darin, so Oberleutnant Nadine Weiß, Transparenz zu zeigen. „Die Leute sollen sehen, was wir in der Kaserne auf dem Eichelberg den ganzen Tag machen“. Ihre Kompanie sei die Verstärkung für die Brigade in Litauen. Die Bevölkerung müsse erkennen, dass die Bundeswehr wieder mehr an Bedeutung gewinne. Die Bedrohungslage werde zunehmend real und die Bundeswehr wünsche sich eine verstärkte Wahrnehmung und das Vertrauen der Bevölkerung. Dies zu gewinnen sei wichtig. Es gehe nicht mehr nur um Auslandseinsätze, sondern darum, sich selbst zu schützen. Die Aufgabe des Abwehrregiments sei, die Streitkräfte bei der Abwehr von atomarer und chemischer Kampfmittel durch Aufklärung zu unterstützen.
Der Spürpanzer Fuchs mit einer Fernlenkwaffenplattform ist fähig, in kontaminiertem Gebiet Bodenproben zu nehmen und Kampfstoffe zu identifizieren. Das hoch geländegängige Fahrzeug mit drei Achsen kann dabei Höhenunterschiede bis 60 cm überwinden.
Der TEP 90, die sogenannte „mobile Dusche“, ermöglicht mit drei Modulen eine umfangreiche Dekontamination von Menschen, Material und Fahrzeugen. Menschen und Material durchlaufen den Prozess in verschiedenen Schienen. Der große Aufwand dieses Vorgehens gab einen Eindruck von der Gefährlichkeit des Unternehmens.
Der Eagle V, das Führungsfahrzeug des Kommandanten, verfügt durch eine als Sicherheitszelle ausgelegte Fahrerkabine über erhöhte Minensicherheit und anpassbaren Reifendruck je nach Gelände. Möglich ist Notlaufdruck, Sand, Gelände oder Straße.
Ein Tisch mit Kleingeräten präsentierte unter anderem anschaulich und zum Anfassen auch ein Gerät zur Identifikation von chemischen Kampfstoffen in der Luft.
Zum Abschluss hatte die Bundeswehr zu einem Empfang in die Mineralix-Arena geladen. Es war ein feierlicher Moment mit Präsentübergabe und Eintrag ins Gästebuch der 15. Kompanie.


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