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Rund um den 1. Mai
Weingarten feiert auf dem Rathausplatz
Der Maibaum kann sich auch in diesem Jahr wirklich sehen lassen. Mit 18 Meter Länge reckt der Stamm die Krone aus bunten Bändern für die nächsten drei Monate in den Sommerhimmel.
Eine Douglasie aus eigenem Bestand
„Es ist eine Douglasie aus unseren Beständen im Distrikt Niederwald“, erklärte Försterin Elena Motschilnig. Nach dem Fällen sei der Baum an Ort und Stelle von ihren Mitarbeitern entrindet worden und sodann im Bauhof noch einige Monate gelagert. Ohne Rinde könne er besser durchtrocknen, verriet sie, und das sei eine wichtige Voraussetzung, damit das Holz nicht reiße, wenn Nägel und Schrauben eingebracht werden.
Der Festumzug ist Tradition
Am Abend des 30. April brachte Felix Weickum den Stamm mit einem Traktor vom Festplatz zum Aufstellort bei der Marktbrücke. Den Maibaum mit einem Umzug zu begleiten, ist ein weit verbreiteter Brauch, vor allem in Süddeutschland. Weingarten hat ihn vor Jahren wieder aufgegriffen und seither begleiten Kindergartenkinder und ihre Eltern den geschmückten Stamm. Die Kinder tragen selbstgebastelte verzierte Stecken in den Händen. Bürgermeister Bänziger nahm auch in diesem Jahr wieder in Begleitung der Weinhoheiten Alexa I. und Claudia am Umzug teil. Ebenso die Vorständin des Gewerbevereins, Frau Kerstin Wisniowski.
Ein Kran zieht ihn hoch
Es ist jedes Jahr ein Spektakel, wenn der Baum dann am Standort nahe der Marktbrücke von einem Autokran in die Höhe gezogen wird. Fachkundig ging das Team des Bauhofs ans Werk, starke Bänder an der richtigen Stelle, um den Stamm zu legen, damit nichts verrutscht oder womöglich kippt. Die Zuschauer warten geduldig und säumen das Bachufer, um alles genau verfolgen zu können. Dann zog der Kran an, der Baum kam in die Senkrechte und wurde in die vorhandene Haltevorrichtung bugsiert. Zum Schluss wurden noch die traditionellen Tafeln der Gewerbetreibenden angebracht.
Bratwurst, Bier und Blasmusik
Die „Notenvagabunden“ aus Rastatt marschierten voraus und unterhielten die Gäste auf dem Rathausplatz noch einige Zeit mit böhmischer Blasmusik. Es war eine sehr gelöste Stimmung. Das Maskottchen Träuble winkte den Kindern zu und posierte gerne für ein Foto. Der Gewerbeverein, Organisator des gesamten Festes, übernahm an diesem Abend die Bewirtung mit Burger, Wurst und Pommes. Bier, Wein, Sekt und alkoholfreie Getränke fanden rege Nachfrage. Schönstes Frühsommerwetter machte das Fest zu einem herrlichen Freiluftvergnügen, dem auch die langen Schlangen an der Essens- und Getränkeausgabe keinen Abbruch taten.
Der TSV bewirtete dann am 1. Mai mit ähnlichen fest-üblichen Speisen und einem tollen Kuchenbuffett. Auch hier spielte das Wetter mit und bis zum Abend war eine tolle Stimmung auf dem Platz.
Die Freiluftsaison ist eröffnet
Die ursprüngliche Bedeutung des 1. Mai als Feiertag zu Ehren der Arbeiterbewegung und zur Erinnerung an deren Demonstrationen ist zwar nicht verloren gegangen, spielt aber in solchen Festen keine Rolle mehr. Das Maifest in dieser Form dient dazu, den Frühling zu feiern und die Freiluftfestsaison zu eröffnen.
Die Wandergruppen, die sich zum Musikfest in den Sohl aufmachen, wandern um des Wanderns willen, aus Geselligkeit und um an diesem schönen Ziel, einem Hock in freier Natur, anzukommen. Wandern und Radfahren ist an diesem Tag mehr beliebt als an jedem anderen.








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