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Feierliche Verpflichtung des Bürgermeisters
Feierliche Verpflichtung des Bürgermeisters







Bürgermeister Eric Bänziger (parteilos) hat seine dritte Amtszeit begonnen.
Die feierliche Handlung begann im Bürgersaal im Rahmen einer öffentlichen Gemeinderatssitzung. Der erste Bürgermeister-Stellvertreter Gerhard Fritscher eröffnete die Tagesordnung und gab das Wort an Wolfgang Wehowsky (SPD).
Der Verpflichtung stand nichts entgegen
Herr Wehowsky dankte dem Gemeinderat, dass er mit dieser großen Ehre betraut worden sei und erläuterte kurz das Procedere. Bürgermeister Eric Bänziger war am 8. März 2026 zum dritten Mal gewählt worden. Am 10. März 2026 habe er schriftlich mitgeteilt, die Wahl anzunehmen. Am 1. April 2026 habe das Landratsamt die Wahl für gültig bestätigt. Mit dem Ergebnis von 60,9 Prozent habe er einen Vertrauensbeweis erhalten und einen Vertrauensvorschuss als Basis für die weitere Arbeit.
Der Gemeinderat freue sich, mit Herrn Bürgermeister Bänziger gemeinsam die anspruchsvolle Aufgabe in respektvollem Miteinander weiterzuführen. Dann bat er den Bürgermeister zu sich und dieser sprach die Verpflichtungsformel nach mit dem Zusatz „So wahr mir Gott helfe“. Mit dem Vollzug der Unterschriften war der feierliche Akt beendet und Herr Wehowsky überreichte Frau Bänziger mit herzlichen Worten einen Blumenstrauß.
Der Bürgermeisterbaum steht auf dem Rathausplatz
Dann wurde im Rathaushof gefeiert. Über 100 Gäste waren gekommen. Drei Mal knallte die Kanone des Schützenvereins. Die Weinhoheiten Alexa und Claudia füllten die Sektgläser und der Musikverein unter Leitung von Daniel Polenz packte schwungvolle und energiegeladene Melodien aus. Höhepunkt war die Aufstellung des Bürgermeisterbaums durch den Bauhof. Nach diesem lockeren Intermezzo ging es ins Turmzimmer zu den ernsteren Ansprachen.
Ansprachen im Turmzimmer
„Jetzt kommt die Kür“, begann Wolfgang Wehowsky, stellte die Gastredner vor und begrüßte zahlreiche Gäste. Es sprachen für den Landkreis Karlsruhe der Erste Landesbeamte Knut Bühler und für den Kreisverband Karlsruhe der Vorsitzende des Gemeindeverbands Thomas Nowitzki. Beide sahen ebenfalls die dritte Wahl als einen großen Vertrauensbeweis.
Knut Bühler: Der Gemeinderat ist keine Opposition
Knut Bühler sah darin auch eine Anerkennung von viel Arbeit, klugen und weitsichtigen Entscheidungen und stets einem offenen Ohr für die Bürgerinnen und Bürger. Weingartens Stärke liege in der Förderung von Familien, in die der Landkreis eingebunden werde. Aber Bänziger habe sich bei zahlreichen Großprojekten auch als Krisenmanager bewährt, beispielsweise bei der Sanierung der Jöhlinger Straße. Er habe große Investitionen gut gemeistert. Neue Aufgaben und neue Ziele seien jetzt im Katastrophenschutz und in der zivilen Verteidigung zu sehen. Hier gelte es auch, die Bürger zur Selbstversorgung zu bringen und Lösungen vorzubereiten. Bei allem dürfe der Gemeinderat sich nicht als Opposition sehen, sondern sei aufgefordert, mitzugestalten. Er wünsche Bänziger Fairness und Zusammenhalt im Gemeinderat über viele Projekte und selbst weiterhin eine gute Zusammenarbeit.
Thomas Nowitzki: Zusammenhalt ist das Wichtigste
Thomas Nowitzki sah in der Anwesenheit des Bürgermeisters aus Bruchsal, Andreas Glaser, einen Hinweis auf Zusammenhalt in der Nachbarschaft. Das sei gut, aber auch notwendig, denn nur gemeinsam komme man vorwärts. Die Wahl mit gut 60 Prozent sei ein ordentliches Votum gewesen, aber auch die hohe Wahlbeteiligung spreche für sich. Bänziger sei ein Praktiker und ein erfahrener Bürgermeister. 16 Jahre im Amt sei eine Lebensleistung, die Respekt verdiene. In der Kommunalpolitik stehe stets die Gemeinde an erster Stelle und Zusammenarbeit über Parteien und Grenzen hinweg sei ein Zeichen von starker Geschlossenheit, derer es bedürfe, um kommunale Interessen gegenüber Bund und Land zu vertreten.
Ein Bürgermeister solle gestalten, aber der Gemeinderat müsse mitgestalten. Das Amt sei schwieriger geworden, denn die Ansprüche wachsen. Seiner Meinung nach müsse von den Bürgern wieder mehr Selbstverantwortung eingefordert werden, denn die dramatische Finanzlage der Kommunen sei noch nicht allen bewusst. Ein Bürgermeister bekomme Vertrauen, aber er müsse seinen Worten auch Taten folgen lassen, dann entstünde Verlässlichkeit und das sei die Basis für Vertrauen und konstruktive Zusammenarbeit. Eric Bänziger persönlich wünsche er gute Gesundheit und weiterhin ein starkes Rückgrat.
Jazzstücke vom Acoustic Swing Trio
Das Acoustic Swing Trio bereicherte die Veranstaltung mit mehreren Jazzstücken, beispielsweise à la Klaus Doldinger, und spielte am Schluss noch einige Zeit, um den Gästen ansprechende Unterhaltung zu bieten.
Ansprachen für den Gemeinderat und für das Personal
Als dritter Redner kam Gemeinderat Timo Martin (WBB). 16 Jahre im Amt hinterlassen sichtbare, nachhaltige und die Gemeinde prägende Spuren. Er sprach von einer enormen Entwicklung Weingartens mit Investitionen in bemerkenswerter Größenordnung. Dahinter stecke persönliches Engagement, ein loyales Team im Rathaus und ein im positiven Sinne kritischer Gemeinderat. Am Ende sei es die Summe von klaren Entscheidungen, Ausdauer und mitunter der Bereitschaft, dicke Bretter zu bohren und unangenehme Entscheidungen treffen zu müssen. Obwohl kein gemeinsames Grußwort aller Fraktionen zustande gekommen sei, erlaube er sich trotzdem, für den gesamten Gemeinderat zu sprechen, dass sicherlich alle Beteiligten ausreichend gewillt seien, die bestehenden Unstimmigkeiten im Gremium für eine zukunftsgerichtete Sacharbeit hinter sich zu lassen. Der Gemeinderat wünsche dem Bürgermeister für die neue Amtszeit eine weiterhin offene, transparente und vertrauensvolle Zusammenarbeit, geprägt von Respekt, Klarheit und dem Willen, gemeinsam und effizient Lösungen zu finden.
Im Namen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sprach Axel Oheim in seiner Funktion als Vorsitzender des Personalrates dem Bürgermeister Glückwünsche aus. Herr Bänziger habe sich in der Vergangenheit vielfach als Krisenmanager bewährt. Er denke dabei an Corona und an die Flüchtlingszahlen, die in Weingarten untergebracht werden mussten.
Das Schlusswort gebührte dem Bürgermeister
Er stehe hier mit voller Dankbarkeit und Freude über das erhaltene Vertrauen, seine Arbeit fortzuführen. Es sei für ihn auch eine Bestätigung für 16 arbeitsreiche Jahre als Bürgermeister im Dienst an der Gemeinde Weingarten und ihrer Menschen. Es folgte der besondere Dank an seine Familie für die Unterstützung im Wahlkampf und seinen Unterstützern in den Vereinen und dem Gewerbe. Ebenso dankte er dem Rathausteam für die perfekte Vorbereitung dieses Abends, dem Bauhof und dem Forst für die Stellung des Baumes, dem Schützenverein und dem Musikverein für ihre Beiträge.
Seine Rede endete mit der Feststellung: Wir stehen sowohl vor zivil-gesellschaftlichen, vor europäischen wie vor finanziellen Herausforderungen. Aber auch vor vielen Möglichkeiten. Er möchte mit den Bürgern und dem Gemeinderat den begonnenen Weg weitergehen und die Zukunft von Weingarten gemeinsam gestalten.
Mit reizvollem Fingerfood und kühlen Getränken endete der Abend.

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