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Leitender Pfarrer der Kirchengemeinde Edith Stein Bruchsal
Wie tickt der Neue?
Seit dem 1. Januar 2026 sind die 13 katholischen Kirchengemeinden des bisherigen Dekanats Bruchsal und damit 100.000 Katholikinnen und Katholiken in der neu geschaffenen Großpfarrei Hl. Edith Stein Bruchsal zusammengefasst. Ihr Leiter ist Pfarrer Dr. Johannes Mette.
Die Basis aller Veränderungen ist der Glaube
Die Kolpingsfamilie Weingarten hat Pfarrer Dr. Mette ins katholische Gemeindezentrum zu einem Kennenlern-Gespräch eingeladen. „Wie tickt der Neue?“ war die Fragestellung.
Ihr Vorsitzender Harald Wagner übernahm die Moderation. Dem Abend schickte er einen Vergleich mit einer Brezel voraus. Eine Brezel bestehe aus einem dicken und zwei dünnen Teilen. Die besondere Form des übereinander gelegten Teigstranges symbolisiere, dass alle Teile zusammenhängen und einander tragen. Der Knoten in der Mitte, der alles zusammenhalte, sei der Glaube. Denn der Glaube allein sei die Macht, ohne die alle Strukturen und alle Planungen keinen Sinn gäben.
Große Aufgaben will er mit Teamgeist und Zuversicht meistern
Dr. Mette stammt vom Bodensee und war nach Stationen im Hegau, in Freiburg und in Pforzheim Pfarrer und Dekan in Lahr. Jetzt trägt er die Gesamtverantwortung für Pastoral und Verwaltung der Großpfarrei und wohnt in Heidelsheim. Er vertritt die Kirchengemeinde rechtlich und arbeitet in einzelnen pastoralen Feldern der Pfarrei mit. Aber wie tickt er? „Das Projekt Pfarrei Edith Stein ist noch nicht abgeschlossen“, begann er. Er erklärte, gern die Gesamtverantwortung zu tragen, aber auch Erwartungen zu stellen und gerne zu delegieren. Er schätze Teamarbeit und werde in einem dreiköpfigen Leitungsteam an der Entwicklung der Pfarrei mitarbeiten und mit den bisherigen Gemeindepfarrern, den jetzigen Kooperatoren, zusammenarbeiten. Die Themen seien Personalverantwortung und Außendarstellung der Kirche mit einer Botschaft, wozu auch eine Position in der Politik gehöre.
Es wird sich einiges ändern, aber es wird funktionieren: mit Eigeninitiative und Zusammenhalt
Dann kamen Fragen aus dem Publikum, die sich vorwiegend um die Organisation drehten. „Wer ist mein Ansprechpartner in der Gemeinde?“ Das Pfarrbüro und der Gemeindereferent. Das Gemeindeteam hat die Bindung zum Ort. Oder: „Woher erfahre ich, wann Gottesdienst ist? Wie komme ich zum Gottesdienst? Wie kann Seelsorge gelingen, wenn die Kirche sich räumlich immer weiter entfernt?“ In seinen Antworten ließ Dr. Johannes Mette keine Zweifel aufkommen, dass er von den Menschen in den Gemeinden Eigeninitiative erwartet, ihnen aber auch etwas zutraut. Dr. Mette baut sachgerecht auf das, was Menschen leisten können. Beispielsweise sich zu informieren und sich zu unterstützen, sei es auch nur mit Fahrgemeinschaften.
Die Gottesdienste finden nach Plan statt
Die Frage, ob geplant sei, dass es in Weingarten alle vier Wochen eine Sonntagsmesse gebe, beantwortete er mit einem klaren Nein. Personal und Dienste müssten in einem rollierenden System gerecht verteilt werden. Andererseits gab er sich aber tatkräftig und zuversichtlich, dass für jedes Anliegen gesorgt sei und eine Lösung gefunden werde. Dafür seien die Kooperatoren da. Kooperator in Weingarten ist Jens Maierhof, den man nach wie vor Pfarrer nennen darf.
Hinweis: Weitere Informationen gibt es auf der homepage unter www.kath-esbr.de. Die bisherige homepage der katholischen Kirchengemeinde Stutensee-Weingarten (www.kath-weistu.de) ist darin aufgegangen. Im Newsletter der Pfarrei Edith Stein steht zu lesen: „Nicht geändert haben sich die Gottesdienste und die Ansprechpersonen“.
Eine weitere Frage zielte jetzt mehr auf das Wesentliche. „Wie können wir junge Menschen dazu bringen, Kirche nicht nur als Event zu sehen, sondern sich auch darüber hinaus zu engagieren?“ „Kirche kunterbunt“ sei zwar auch ein Event, aber ein guter Ansatz. Oder ein Gemeindeteam als Rahmen, um zu zeigen, wofür es sich zu engagieren lohnt. Die Frage nach der Zukunft des Weingartener Gemeindehauses konnte er nicht beantworten. Es sei im Immobilienkonzept auf „rot“ gestellt, aber geschehen sei bisher nichts, sagte Harald Wagner.
Zum Abschied überreichte Wagner Pfarrer Dr. Mette eine Tasche aus dem Bestand der Boomerang-Bags, einem Projekt der Kolpingsfamilie. Diese Tasche werde in einem Kreislaufsystem immer wieder verwendet. Für dieses nachhaltige Projekt wurde Kolping Weingarten im Jahr 2024 mit dem Umweltpreis der Erzdiözese Freiburg ausgezeichnet.


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