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Wird das Kunst oder kann das weg?
Kinder aus der Schulkindbetreuung machen Up-Cycling von Altmaterial
Frei nach diesem Motto sammeln die Kinder und die Erziehenden vom Haus Kunterbunt seit 2023 Wertmüll als Basis für kreatives Basteln.
Der Bauhof hat eine Sammelbox gebaut
Ideengeberin und Mitarbeiterin im Haus Kunterbunt, Rita Häcker, hat dazu im Sozialraum des Rathauses eine Sammelbox aufstellen lassen, die die Mitarbeiter des Bauhofs ihr eigens für diesen Zweck gebaut haben. In regelmäßigen Abständen kommt sie mit den Kindern, um die Box zu leeren. Dann entstehen täglich an den Basteltischen aus Papprollen, leeren Schachteln Woll- und Stoffresten sowie Farbe und ein bisschen Kleber tolle Phantasiegebilde.
Die Kinder sind mit Begeisterung dabei
Am vergangenen Donnerstag war es wieder soweit. Fünf Kinder begleitete Rita Häcker durchs Treppenhaus des Rathauses in den obersten Stock. Rasch war die Upcycling-Box geleert und der Inhalt in den Hort zurückgebracht.
Was war dieses Mal drin? Zwei lange dünne Rollen, sicherlich die Kerne von umfangreichen Papierrollen. Vielleicht Geschenkpapaier? mutmaßte ein Kind. Zwei Eierschachteln waren zu finden, eine Zahnpastaverpackung, eine leere Pralinenschachtel, eine Schachtel von Teebeuteln, zwei Papprollen von Toilettenpapier und eine Schachtel von Kaffeeportionen.
Nach einigem Überlegen fand jedes Kind eine kreative Idee, was aus diesen Dingen werden könnte.
Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt
Ben hatte ganz schnell einen Gegenstand gefunden, den er verarbeiten wollte. Eine kleine Schachtel sollte zum Korb eines Heißluftballons werden. Princess schnappte sich eine Pizzaschachtel, schnitt das runde Markenemblem aus. Es sah aus wie eine Gesichtsmaske, nur die Haare fehlten noch. Aber Wollfäden waren in der Bastelecke selbstverständlich vorhanden. Emil griff zur Zahnpastaverpackung, daraus sollte ein Männchen werden. Nils, Jonas und Tim waren ebenfalls dabei und mit viel Begeisterung und tollem Teamwork entstanden skurrile und witzige, aber durchaus erkennbare Objekte.
Tolle Dinge sind entstanden
Am Schluss waren tolle Dinge entstanden: Eine Regenmacher-Rassel, eine Kugelbahn, eine Raketenstartrampe und zwei Phantasieköpfe. Die Kinder hatten viel Freude an ihrer Beschäftigung. Die Erkenntnis daraus: Aus nichts kann man viel machen. Das Material, das sonst in den Müll gewandert wäre, ist eine kostenfreie Möglichkeit, zu experimentieren – und wenn mal ein Objekt nicht den Vorstellungen des jungen Künstlers oder der Künstlerin entspricht, so ist kein Schaden entstanden. Aber es fördert den Mut, einfach mal etwas zu probieren.
Außerdem sensibilisiert das Projekt für Nachhaltigkeit und stärkt den Blick für Dinge, die man noch zu etwas gebrauchen kann. Auch im Hort steht eine Upcycling-Kiste und die Kinder freuen sich, wenn sie viel Ausgangsmaterial bekommen.



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