Neuigkeiten
Neujahrsempfang im GEGGUS Sportpark
Rund 200 Gäste waren der öffentlichen Einladung gefolgt




Was wird es in diesem Jahr Neues in Weingarten geben? Jahr für Jahr folgen interessierte Bürgerinnen und Bürger Weingartens der Einladung zum Neujahrsempfang. Dieses Jahr stand er unter einem besonderen Thema: „Ein Ärztehaus für Weingarten“. Nicht ganz neu und schon mehrfach diskutiert, aber jetzt zum ersten Mal konkret wurde der Sachstand dieses Vorhabens vorgestellt.
Kurzer Rückblick des Bürgermeisters
Aber von Anfang an. Die Weinhoheiten Alexa I., Claudia und Alexa füllten mit Sorgfalt und freundlichem Lächeln die Sektgläser. „Gutes Neues“ hieß es rundum und der Gesprächspegel im Kultursaal des GEGGUS Sportparks wurde zu einer Welle.
Bürgermeister Eric Bänziger begann mit einem Rückblick auf eine Reihe von Projekten, die bereits begonnen wurden und fortgeführt werden: Erschließung des Baugebiets Kirchberg-Mittelweg, die Erschließung des Gewerbegebiets Sandfeld und Verkauf der Grundstücke, die Ertüchtigung der Kläranlage, die Erweiterung der Carix-Anlage, der Neubau der Turmbergschule auf dem Festplatz und weitere. Die aktuelle Lage im Bausektor komme den Gemeinden entgegen, meinte er, und lasse auf gute Preise hoffen.
Ausblick und Schwerpunktthema
Dann wandte er sich dem Ausblick auf 2026 zu. Nach Begrüßung der zahlreichen Gäste aus Politik, darunter den Bundestagsabgeordneten und gebürtigen Weingartener Nicolas Zippelius, Gewerbe und Ehrenamt, stellte er die beiden Musiker vor. Stefan Zürcher am Kontrabass und Thomas Jehle am E-Piano, dem Publikum von den Weingartner Musiktagen bekannt, spielten beste Jazzimprovisationen als Hintergrundbegleitung oder als Auflockerung zwischendurch. Nach einem Hinweis auf das Superwahljahr in Weingarten kam Bänziger zum Thema des Tages: „Ein Ärztehaus für Weingarten“.
Innenarchitektur und Möbelmanufaktur Mayer wäre der Planer und Projektleiter
Dazu hatte er als Gastredner den Geschäftsführer Jürgen Mayer der Planungs- und Produktionsfirma Mayer GmbH, Innenarchitektur und Möbelmanufaktur, eingeladen. Die Firma ist ein Familienunternehmen mit Stammsitz in Sulzfeld und bundesweiter Auftragslage. Sie ist auf die Einrichtung von Gesundheitszentren und Praxisräumen spezialisiert und wirbt damit, einer Vision eine Dimension zu geben. Ein Gesundheitszentrum sei keine Ansammlung von Einzelpraxen in einem Gebäude, sondern ein durchgängiges Konzept, das Synergieeffekte verspreche und den Patienten Vollversorgung biete, erklärte der Redner. Nach einer beeindruckenden und ausführlichen Darstellung der firmeneigenen Kompetenzen anhand einer Reihe von Referenzprojekten kam der Redner auf das Projekt Weingarten zu sprechen.
Die vorhandenen Grundstücke im Bereich Bahnhofstraße/Paulusstraße bildeten eine gute Ausgangssituation auf rund 3.000 m² Fläche. Das geplante Gesundheitszentrum könne ein innerörtlicher Frequenzbringer sein mit einem Durchlauf von 400 bis 600 Menschen täglich. Das würde auch dem Einzelhandel zugute kommen. Geplant seien Ansiedlungen von neuen Fachrichtungen und medizinischen Dienstleistern, aber auch bereits niedergelassene Ärzte, die sich vergrößern möchten, seien angesprochen. Die Allgemeinmedizinerin Wiebke Walter sei die Ankermieterin, die derzeit in Übergangsräumen praktiziere, aber bereits zum Februar Verstärkung durch eine weitere Ärztin für Allgemeinmedizin erhält. Der nächste Schritt neben der Anwerbung von Ärzten seien die Verhandlungen mit der Kassenärztlichen Vereinigung. Jede Gemeinde habe das Problem, zu wenig Ärzte zu haben, aber ein solches Zentrum sichere die ärztliche Versorgung im Ort und biete jungen Medizinern Möglichkeiten, zu arbeiten, ohne die große Last der alleinigen Verantwortung. Seine Firma möchte gerne Partner der Gemeinde Weingarten (Baden) werden und er verspreche, das Projekt mit Herzblut zu bearbeiten.
Hoffnung auf Frieden in Europa
Bänziger dankte Mayer für die überzeugende Präsentation, dankte dem Gemeinderat und den Ehrenamtlichen in den Vereinen, insbesondere dem Ortsseniorenrat. Er dankte den Mitgliedern der Blaulichtfamilie und schloss mit der Hoffnung auf ein friedvolles neues Jahr in Europa.
Die Neujahrsbrezel wurde hereingefahren. Die Weinhoheiten griffen zum Messer, um das leckere weiche Hefegebäck zu zerteilen und die Gäste durften sich ein Stückchen nehmen. Mit weiteren Getränken und pikanten Häppchen klang der festliche Neujahrsempfang aus.

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