Neuigkeiten
Sechs Gruppen als Sternsinger unterwegs
Am 6. Januar 2026 hat die katholische Kirchengemeinde auch in Weingarten wieder Sternsinger ausgesandt.
Besuch bei angemeldeten Familien
Kinder, die sich an der Aktion beteiligen, gehen in Familien, die bei der Kirchengemeinde einen Besuchswunsch angemeldet haben. Die Kinder tragen Mäntel und Kronen wie Könige und führen einen Stern mit sich. Jede Gruppe hat einen festen Straßenbezirk und wird von einem Erwachsenen begleitet. Bei den Familien singen sie Lieder, sprechen einen Segen und erbitten Geld für ein bestimmtes soziales Projekt. In aller Regel erweisen sich die Besuchten als sehr großzügig und mehr und mehr wird es in den Familien üblich, auch die Kinder persönlich für ihren Einsatz mit Süßigkeiten zu beschenken.
Milliarden für soziale Projekte
Die Sternsingeraktion, offiziell „Aktion Dreikönigssingen“ gibt es in Deutschland seit 1959. Sie ist eine der größten Spendenaktionen von Kindern für Kinder weltweit, getragen vom Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und dem Bund deutscher katholischer Jugend. Sie finanziert Projekte in Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa. Stand 2025 sind seit Beginn insgesamt 1,4 Milliarden Euro zusammengekommen.
Bildung statt Kinderarbeit
Jedes Jahr wird ein bestimmter Zweck in den Fokus gestellt. Dieses Jahr war es die Bekämpfung ausbeuterischer Kinderarbeit. „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“ lautete das Motto. Die Aktion richtet sich gegen Kinderarbeit, worunter Einkommen schaffende Tätigkeiten gemeint waren, für die Kinder zu jung sind, die sie vom Schulbesuch abhalten und die ihrer Gesundheit und Entwicklung schaden. 138 Millionen Kinder zwischen fünf und 17 Jahren arbeiten in diesem Sinne, 54 Millionen von ihnen unter besonders gesundheitsschädlichen und ausbeuterischen Bedingungen. Produkte aus Kinderarbeit gelangen auch in Deutschland in den Handel. Das Beispielland war Bangladesch, wo etwa ein Drittel der 167 Millionen Einwohner in Armut leben. Darunter sind rund 1,8 Millionen Kinder, die großteils unter solchen Bedingungen arbeiten, auf Feldern und in Fabriken. Die Caritas Bangladesch bildet Kinder und Jugendliche armer und benachteiligter indigener Bevölkerungsgruppen aus. Sie sensibilisiert Eltern für das Recht auf Bildung und vermittelt ihnen, dass der Schulbesuch ihren Kindern bessere Zukunftschancen bietet. (Quelle: www.sternsinger.de).
Im Gegensatz dazu ist es keine Kinderarbeit, wenn Kinder gelegentlich im Haushalt helfen oder nach der Schule einer zeitlich begrenzten, ungefährlichen Tätigkeit nachgehen.
„Verlier den Stern nicht aus den Augen“
In Weingarten waren dieses Jahr sechs Gruppen unterwegs. Pfarrer Jens Maierhof hat die Kinder in einem Gottesdienst gesegnet und auf ihren segensreichen Weg geschickt.
Der Gottesdienst stand unter dem Motto „Verlier den Stern nicht aus den Augen“. Maierhof stellte die drei Weisen, die den Stern gesehen hatten und seine Bedeutung erkunden wollten, als Hoffnungsträger dar und griff damit einen zweiten Aspekt auf. Die Weisen hatten ein Ziel vor Augen. Sie folgten einem Stern, ließen sich nicht ablenken, blieben zielstrebig und vertrauten Gott, dass er sie ans Ziel führe, möge es noch so lange dauern. Gott habe sein Versprechen gehalten. Der Stern habe die Weisen zum Stall geführt, wo Gottes Sohn geboren war. Trotz aller Dunkelheit im übertragenen Sinn und schwierigen Zeiten sollten die Menschen an ihrem Glauben festhalten, dass Gott sie zu einem guten Ziel führe. Sie sollten Vertrauen haben und die Hoffnung nicht verlieren.


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