Neuigkeiten
Nachfolgend finden Sie den Bericht aus der vergangenen Sitzung, geordnet nach Tagesordnungspunkten.
- öffentlich bekannt gemacht am 19.12.2025 -
1. Anfragen und Anregungen der Einwohner
Auf die Frage eines Bürgers nach dem Sachstand der Wiesenstraße, erwiderte Bürgermeister Eric Bänziger, die Wiesenstraße gehe im neuen Jahr in die Planung des Technischen Ausschusses.
2. Zusammensetzung des Gemeinderates
Der CDU-Gemeinderat Jörg Kreuzinger ist auf eigenen Wunsch aus dem Gemeinderat ausgeschieden. Kreuzinger hatte mit 11 Jahren und 5 Monaten, die er in zwei Amtszeiten insgesamt dem Rat angehört hatte, die Mindestamtszeit von zehn Jahren erfüllt. Somit bestand für seine Entlassung kein Hinderungsgrund. Bürgermeister Bänziger bescheinigte dem Scheidenden, er habe sein Amt mit Herzblut und Freude, Emotionen und Sensibilität ausgeübt. Jörg Kreuzinger werde als Großvater nun mehr Zeit der Familie widmen können. Von 2004 – 2009 war Jörg Kreuzinger Mitglied im Gemeinderat und im Technischen Ausschuss, nach zehnjähriger Pause am 22.07.2019 war er im Verwaltungsausschuss vertreten und wurde 2024 mit 4070 Stimmen als „Stimmenkönig“ wiedergewählt. Für die Themen Personal und Soziales habe er sich besonders eingesetzt, für die Unterstützung der Vereine, für Kinderbetreuung, Turmbergschule und deren Finanzierung. Als engagiertes Gemeinderatsmitglied war er außerdem Mitglied im Partnerschaftskomitee und im Kuratorium des Jugendtreffs.
Jörg Kreuzinger selbst sagte, er gehe mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Er habe im Gremium gute Jahre verbracht, aber die Aufgaben seien zunehmend mehr und schwerer geworden. Er appellierte an die Kolleginnen und Kollegen, sie möchten einander bitte mehr gegenseitigen Respekt und Wertschätzung entgegenbringen. Mit der Entlassungsurkunde und einer herzlichen Umarmung des Bürgermeisters wurde er verabschiedet.
Sonja Döbbelin rückt aufgrund des Wahlergebnisses bei der letzten Kommunalwahl am 9. Juni 2024 als nächste Ersatzperson auf der Liste der CDU Weingarten (Baden) in den Gemeinderat nach. Es liegt kein Hinderungsgrund vor. Bürgermeister Eric Bänziger hat Sonja Döbbelin verpflichtet und sie nahm am Ratstisch Platz.
Damit ändert sich auch die Besetzung der Ausschüsse. Sonja Döbbelin wird ordentliches Mitglied des Verwaltungsausschusses, Robert Scholz wird zu ihrem persönlichen Stellvertreter bestellt. Scholz gehört weiterhin dem Technischen Ausschuss an und wird dort von Sonja Döbbelin vertreten. Außerdem ist Döbbelin Mitglied im Kuratorium des Jugendtreffs, wo sie von Dr. Andrea Friebel vertreten wird, und Mitglied des Partnerschaftskomitees. Diesen Punkten hat das Gremium einstimmig zugestimmt.
3. Wahl des Bürgermeisters und Bürgerentscheid am 08.03.2026
Aufgrund seiner bereits erfolgten Bekanntgabe, als Bürgermeister kandidieren zu wollen, war der erste Bürgermeister-Stellvertreter Gerhard Fritscher (CDU) befangen und Timo Martin (WBB) übernahm für diesen Tagesordnungspunkt die Sitzungsleitung.
Der Gemeinderat Weingarten hatte beschlossen, am Sonntag den 8. März 2026 neben der Landtagswahl auch die Wahl des Bürgermeisters sowie den Bürgerentscheid zum Thema „Windkraft“ durchzuführen. Am 22. September 2025 hat er die Mitglieder eines gemeinsamen Gemeindewahlausschusses gewählt. Dieser Wahlausschuss sollte für beide Wahlen zuständig sein. Aufgrund der Tatsache, dass der seinerzeit zum Vorsitzenden des Gemeindewahlausschusses gewählte Gemeinderat Gerhard Fritscher (CDU) zwischenzeitlich öffentlich seine Bewerbung für die Bürgermeisterwahl verkündet hat, gilt er als befangen und kann nicht in den gemeinsamen Wahlausschuss gewählt werden. Die Willensbekundung löst bereits den Befangenheitstatbestand aus, auch wenn derzeit noch keine Bewerbung vorliegt. Der Gemeinderatsbeschluss vom 22. September 2025 ist daher aufzuheben und eine neue Besetzung des gemeinsamen Wahlausschusses zu wählen. Die Stellenausschreibung erscheint im Staatsanzeiger am 23.12.2025. Somit beginnt die Bewerbungsfrist am 24.12.2025 um 0.00 Uhr.
Der Vorschlag zur Neubesetzung des gemeinsamen Gemeindewahlausschusses lautet, Timo Martin (WBB) zum Vorsitzenden zu wählen und Gemeinderätin Sonja Güntner (GLW) zu seiner persönlichen Stellvertreterin. Die übrige Besetzung soll analog des seinerzeitigen Beschlusses gewählt werden. Somit werden zu Beisitzern (und persönlichen Stellvertretern) gewählt: für die CDU Dr. Andrea Friebel (Fritz Küntzle), für die WBB Lorenz Spohrer (Hans-Martin Flinspach), für die Grüne Liste Dr. Nico Brandt (Petra Frankrone), für die SPD Wolfgang Wehowsky (Axel Goerke) und für die FDP Matthias Görner (Heinz Hüttner).
Das Gremium stimmte diesem Vorschlag einstimmig zu.
4. Kommunales Energiemanagement
Der Gemeinderat beschloss, ein vom Klimaschutzbeauftragten der Gemeinde, Nicholas Schmitt, entworfenes Konzept eines Energiemanagements in Eigenregie durchzuführen und die bisherige Zusammenarbeit mit der Firma isuf zu beenden. Schmitt hat das Konzept dem Gemeinderat in jüngster Sitzung vorgestellt. Da es bereits im Verwaltungsausschuss ausführlich beraten und für gut befunden wurde, war eine ausführliche Darstellung nicht mehr erforderlich.
Gerhard Fritscher (CDU) befand das Konzept für eine sehr gute Lösung, denn es spare der Gemeinde Geld. Dr. Nico Brandt (GLW) dankte Schmitt für die Arbeit. Timo Martin (WBB) freute sich, dass „das know-how ins Rathaus zurückgekehrt sei anstelle weiterer externer Berater“. Axel Goerke (SPD) signalisierte ebenfalls Zustimmung und Matthias Görner (FDP) ebenso.
6. Satzung über die Benutzung von Obdachlosen-, Asyl- und Flüchtlingsunterkünften
Die Gemeinde stellt Obdachlosen und Flüchtlingen Unterkünfte zur Verfügung. Dafür erhebt sie eine flächenbezogene Gebühr ohne Betriebskosten pro Quadratmeter Wohnfläche und Kalendermonat sowie zuzüglich eine Betriebskostenpauschale je Person und Kalendermonat.
Die Heranziehung von Vergleichsmieten auf dem allgemeinen Wohnungsmarkt für Wohnungen unter 30 m² für die Festlegung der Gebührensätze ist nur bedingt geeignet. Denn anders als bei privat angemieteten Objekten sind diese Unterkünfte teilmöbliert und verfügen über eine Gemeinschaftsküche und einen Waschraum mit Waschmaschine und Trockner. Außerdem ist eine Grundausstattung vorhanden. Hausmeisterkosten sowie Pflege- und Instandhaltungskosten müssen ebenfalls berücksichtigt werden sowie Bauhofleistungen.
Kämmerer Michael V. Schneider hat die unterschiedliche Belegung der Objekte detailliert dargelegt und begründet. Ins Gewicht fallen die Auslastung der Gebäude, investive Maßnahmen sowie Kostenansätze für (1) Instandhaltung/Beschaffung, (2) Bauhofleistungen, (3) Verwaltungstätigkeit und (4) Hausmeisterleistungen. Für die Jahre 2026/2027 wurden die Kostensätze geringfügig angepasst. Während Kategorie (1) gleichbleibt, sind in den Kategorien (2) – (4) jeweils 2% Preissteigerung vorgesehen.
Bisher wurden Gebühren für Fläche pro Quadratmeter und Kalendermonat sowie Benutzungsgebühren pro Person und Kalendermonat erhoben. Dieses Modell soll als die verursachungsgerechteste Methode beibehalten werden. Denn es macht einen Unterschied, ob beispielsweise zwei oder fünf Personen eine Wohnung belegen. Der Gebührensatz soll nun für 2026 /2027 festgelegt werden auf:
- je m² Wohnfläche pro Monat: 13,86 Euro
- je Person und Kalendermonat: 128,15 Euro
Der Gemeinderat hat diesem Vorschlag einstimmig zugestimmt.
7. Änderung der Richtlinien für Veröffentlichungen im Amtsblatt der Gemeinde
Die CDU-Fraktion hatte in einem Antrag vom 24.08.2025 Vorschläge zur Überarbeitung der Richtlinien zur Veröffentlichung im Amtsblatt eingebracht. Die Verwaltung hat daraufhin die Richtlinien angepasst, wobei die Vorschläge der CDU-Fraktion berücksichtigt wurden. Wesentliche Änderungen betreffen unter anderem: Das doppelte Zeilenkontingent für Vereinsjubiläen, Beiträge der Kirchen, Fortsetzung von Berichten in Folgeausgaben, Stellungnahmen der Fraktionen jeweils nach den Sitzungen und eine Anhebung der Zeichenkontingente.
Das Ziel sei, die Öffnung der Turmberg Rundschau für das Meinungsbild der Fraktionen, erklärte Bürgermeister Bänziger. Das wurde allgemein anerkannt, dennoch hatten die Fraktionen noch größeren Diskussionsbedarf. Am meisten ging es um die Gewichtung politischer Aussagen in den Beiträgen der Fraktionen. Um sich nicht in Detaildiskussionen zu verlieren, schlug Bänziger vor, jetzt nur über die Erhöhung des Zeichenkontingents auf 3.000 Zeichen (bisher 2.400 Zeichen) abzustimmen und den Entwurf noch einmal im Verwaltungsausschuss im Detail durchzugehen.
Dieser Vorschlag fand einstimmige Zustimmung bei Enthaltung von Sonja Döbbelin (CDU).
8. Informationen aus den Fachbereichen
Die Leiterin des Ortsbauamts, Michaela Baumann, berichtete über die Installation von drei Radbügeln vor dem nahkauf in der Bahnhofstraße. Die bisher vorhandenen Spiralbügel sollen komplett entfernt werden. Damit entstehe Platz für zwei weitere Pkw-Stellplätze.
Ordnungsamtsleiter Jens Grimmer berichtete, die Anregung der FDP-Fraktion in der Gemeinderatssitzung vom 24.11.2025 betreffend die Sichtverhältnisse für Autofahrer im unteren Teil des Mittelwegs habe beinhaltet, die Stellplätze auf die andere Straßenseite zu legen. Er habe überprüft, ab wann der Gegenverkehr für den Bergab-Verkehr in Sichtweite komme und sei zu dem Ergebnis gekommen, die Aufstellfläche für den Bergab-Verkehr auf der Gebäudeseite zu belassen, um Konflikte mit dem Begegnungsverkehr möglichst zu vermeiden.
9. Informationen des Bürgermeisters und Anfragen der Gemeinderäte
Auf Nachfrage von Timo Martin (WBB) berichtete Bürgermeister Bänziger, der Zaun am Kindergarten in der Kanalstraße musste erhöht werden, weil ein Kind den Zaun überklettert habe und auf der Ringstraße gestanden sei.
Wolfgang Wehowsky (SPD) berichtete, immer wieder seien Beschwerden zu hören von Bürgern, die in Weingarten einen Arzt besuchen oder einen Friseur und dafür Parkzeiten in Kauf nehmen müssten, die auf eine Stunde beschränkt seien. Ob es nicht möglich sei, für die Übergangszeit, bis das Parkraumbewirtschaftungskonzept erstellt sei, zwei freie Stunden zu gewähren. Hierzu sagte der Bürgermeister, das Bewirtschaftungskonzept solle auch Parken über längere Zeiträume ermöglichen.



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