Aktuelles: Gemeinde Weingarten (Baden)

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Winterfeier des Bürger- und Heimatvereins

Autor: Kay Leichsenring
Artikel vom 25.01.2019

Jedes Jahr ein schillernder Kulturnachmittag

Mit einem sehr ansprechenden und kurzweiligen Programm erfreute der Bürger- und Heimatverein zahlreiche Mitglieder und Gäste bei seiner diesjährigen Winterfeier.

Musik – gesanglich und instrumental

Der erste Teil war ganz den musikalischen Beiträgen eher ernsterer Natur gewidmet. Die Veeh-Harfengruppe schuf mit einem sehr melodiösen Stück einen anmutigen Einstieg in den Nachmittag und glänzte danach mit einer anspruchsvollen Sonate von Wolfgang Amadeus Mozart, bei dem ihr Leiter, Herr Pietsch, Akzente mit der Trompete setzte. Wolfgang Wehowsky, seit 2017 Vorsitzender des Bürger- und Heimatvereins, moderierte gekonnt und charmant das Programm. Es freue ihn, dass so viele den Weg hierher gefunden hätten und er hoffe, dass das Programm den Erwartungen und Ansprüchen Genüge tue. Mit dem Kunstlied „Strahlender Mond“ der Komponistin Evelyn Künneke gab die Sopranistin Maijke Jannsens den ersten Liedbeitrag mit ihrer glockenklaren und raumfüllenden Stimme. „Was für eine Stimme“, kommentierte Wehowsky entzückt, „zum Dahinschmelzen. Und wohnt in Weingarten im Körnergässle!“ Die Sängerin war noch mit zwei weiteren Beiträgen von Felix Mendelsohn und Franz Lehar solistisch zu hören und am Ende des Nachmittags in einem gemeinsamen Chor mit der Harfengruppe und dem Publikum. Die Pianistin Reiko Emura begleitete sie am Klavier und begleitete auch Eberhard Blauth an der Querflöte mit einer Sonate von Gaetano Donizetti, einem italienischen Komponisten des 18. Jahrhunderts, der als einer der wichtigsten Vertreter des Belcanto gilt.

 

Ehrungen

Dann rief der Vorsitzende zu ehrende Mitglieder auf zur Verleihung der entsprechenden Ehrennadeln. Für 25 Jahre Mitgliedschaft wurden Ursula Lauber und Otto Bartholomä mit der Silbernadel ausgezeichnet. Ursula Lauber war langjähriges Mitglied im Vorstand und hat zahlreiche Mitglieder eingeworben. Bartholomä hat bei der Arbeitsgemeinschaft „Wasserrad“ mitgearbeitet und viel Engagement gezeigt. Für 40jährige Mitgliedschaft wurden Inge und Klaus Kärcher zu Ehrenmitgliedern ernannt. Kärcher war seinerzeit im Gemeinderat mitverantwortlich, die Verdolung des Walzbachs zu verhindern. Ebenfalls seit 40 Jahren dabei und jetzt zum Ehrenmitglied ernannt wurden Winfried Brunner und Roland Felleisen. Brunner war über 15 Jahre Schriftführer im Verein und zeichnete sich über die Jahre durch vielseitige Einsätze aus. Felleisen wurde 2017 mit der Landesehrennadel gewürdigt als er nach 16 Jahren Tätigkeit als Vorsitzender das Amt an Wehowsky übergab. Auf sein Betreiben hat der Verein das heutige Heimatmuseum in der Durlacher Straße gekauft. Alle Ehrenmitglieder erhielten die Goldene Ehrennadel.

Gesprächsrunde, Mundart und Theater

Nach der Pause begrüßte die Harfengruppe mit einem volkstümlichen Musikstück und bereitete den Boden für den heiteren Teil des Programms. Zunächst aber übernahm Bürgermeister Eric Bänziger das Mikrofon, um mit den Vorstandsmitgliedern Klaus Geggus, Wolfgang Wehowksy und Sonja Güntner über wesentliche Schwerpunkte im Vereinsleben zu plaudern. Die Höhepunkte in 2018 seien der Vortrag von Thomas Adam über den Kraichgau gewesen und die Erzählnachmittage zum Thema „Erinnerungen an den Ersten Weltkrieg“. Dazu lobte Bänziger den Verein, mit solchen Themen die Vergangenheit lebendig zu halten, aber auch zu zeigen, wie gut es der Bevölkerung heute gehe, denn es sei sehr schwer, heute zu vermitteln, was hungern heißt. Dann kam er mit Klaus Geggus auf die Ortsrundgänge zu sprechen, die auch in 2019 wieder geplant sind und in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule immer neue interessante historische Aspekte behandeln. Hierzu brachte Bänziger auch die Neubürgerführung ins Spiel, denn jedes Jahr kämen rund 650 Zuzüge. In 2019 werde sich der Verein auf das Wein- und Straßenfest konzentrieren, das dieses Jahr an drei Tagen stattfinde. Das Museum werde nur noch am ersten und dritten Sonntag im Monat geöffnet sein, um die Besucher zu bündeln. Mit einem Blick auf die künftigen Bautätigkeiten und daraus resultierenden Möglichkeiten, Ausstellungen einzurichten, endete das Gespräch. Die Singgruppe „Lyra Singers“ vom Gesangverein „Lyra“ aus Durlach sind sechs taffe ältere Herren mit einem mächtigen Stimmpotenzial unter der Leitung von Alfred Jungmann, der sie am Klavier begleitet. Ihre schwungvollen, markant und spitzbübisch vorgetragenen Lieder machten dem Publikum sehr viel Spaß und wurden mit reichlich Beifall belohnt. Herausragend war ihr Vortrag vom „Leierkastenmann“, in dem sie die alten Berliner Lieder wie „Im Grunewald ist Holzauktion“ und „Der Berliner liebt Musike“ köstlich schwungvoll wieder aufleben ließen.  Einen humorvollen Höhepunkt setzte die „Theaterkiste“, Stammgast bei den Winterfeiern. Sonja Schuler-Berner, Harald Wagner und Hannes Knecht zogen in ihrem Sketch alle Register größten Kopfzerbrechens, als es darum ging, eine simple Rechenaufgabe zu lösen und hatten die Lacher auf ihrer Seite. Es folgte noch ein Mundartvortrag von Klaus Geggus, der an alte Zeiten erinnerte, als die „Kerwe“ noch das größte Fest im Jahr war.  Bei so viel Abwechslung und amüsanter Unterhaltung vergingen drei Stunden wie im Flug.