Aktuelles: Gemeinde Weingarten (Baden)

Sie verwendeten einen veralteten Browser. Bitte führen Sie für ein besseres Surf-Erlebnis ein Upgrade aus.
JavaScript scheint momentan in Ihren Browsereinstellungen deaktiviert zu sein.
Bitte nehmen Sie eine Änderung dieser Einstellung vor und laden Sie die Webseite neu, um deren volle Funktionalität zu ermöglichen.

Hauptbereich

Künstler Ulrich Hofmann - Vernissage am 3. Dezember im Rathaus

Ab dem 3. Dezember wird eine weitere Ausstellung im Weingartner Rathaus zu sehen sein. Ulrich Hofmann, geboren 1945 in Creglingen und viele Jahre in der schwäbischen Hauptstadt zu Hause, lebt heute in Diekhausen in Norddeutschland. Bereits als 14jähriger Junge begann er, sich mit der Malerei zu beschäftigen, zunächst mit Aquarell und Acryl. Von 1968 bis 1973 studierte er an der Stuttgarter Akademie und begann nach Abschluss seiner Ausbildung seine Laufbahn als freischaffender Künstler mit dem Siebdruck. Schon bald störte ihn, dass diese Siebdrucke nur „schön“ waren, das Spontane, Unmittelbare, das „Rapidite“ des „Hinzeichnens“ konnte er auf diesen Blättern nicht vermitteln.

Er experimentierte mit dem Sieb, um die Starre der Form aufzulösen, was schließlich in die Serigraphie mündete. 1974 und 1976 stellt er im Kunsthaus Bühler in Stuttgart aus. Zu seiner dritten Ausstellung, im Jahr 1981, berichtet Paul Dietmar Pfitzner nicht über den künstlerischen sondern den zeitkritischen Aspekt in Hofmanns Werken: Der Mensch. „Ausschließlich der Mensch ist sein Generalthema.“ Mit „sprühender Phantasie, Treffsicherheit und Witz“ dringe Hofmann zu den zentralen Fragen der Existenz des einzelnen Menschen vor. Der spielerische Zug der karikierenden Poesie sei der Darstellung tragischer Gestalten gewichen. In dieser Kunst des Wegräumens von Illusionen sei Hofmann auf dem besten Weg Repräsentant einer entscheidend wichtigen Strömung zu werden. Eine erneute Wendung trat in den 90er Jahren ein: Hofmann entdeckte das Portrait. Er malte seine Freunde mit impulsiven Strichen, skizzierte ihre Bewegungen und wurde frecher und heiterer und stieß dabei in den Bereich eindringlicher Persönlichkeitsstudien vor, die bis heute immer wieder in seinem Werk auftauchen. Parallel nahm er als neues Thema „Blumen“ auf. „Einzelne Blüten bannte er mit Schwung auf die Leinwand und schuf Stillleben, strahlend vor Energie und Spannung“, schreibt Andreas Bühler.

Nach einer schweren Erkrankung im Jahr 2000 und der dadurch erzwungenen Malpause entdeckte der Künstler eine neue Thematik: Das Garten- und Landschaftsbild. Bis heute fasziniert ihn üppige Vegetation, die ihn herausfordert, den Überschwang der Natur in Farben und Formen umzusetzen. Heute lebt Ulrich Hofmann inmitten eines großen Gartens am Wattenmeer in Norddeutschland. Die Ausstellung zeigt einen Querschnitt aus seinen Werken. Die Vernissage am 3. Dezember beginnt um 18.30 Uhr im Turmzimmer des Rathauses.