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Gemeinde Weingarten (Baden)

27. Liedernachmittag von und mit Helmut Seidel

 

Eine anspruchsvolle Liedauswahl, Interpreten, die in ihrem Fach sowohl gesanglich als auch instrumental ihr Handwerk verstehen und begeisterte und spendenfreudige Zuhörer machen die Liedernachmittage des „SOS-Tenors“ Helmut Seidel seit 27 Jahren zu einer Erfolgsgeschichte. Die jüngste Auflage war am Sonntag in der evangelischen Kirche zu erleben. Peter Reichert am Tenorhorn und Philipp Wörner an der Trompete ließen das „Largo“ aus der fünften Sinfonie von Antonin Dvorak erklingen. Beide spielen im Musikverein Weingarten, der 19jährige Wörner darüber hinaus noch im Sinfonischen Jugendblasorchester Karlsruhe. Mit „Greensleaves“ feierte er einen stark beklatschten weiteren Auftritt, begleitet von Werner Breitenstein am Klavier. Breitenstein ist Kirchenmusiker und aufgrund seines einfühlsamen Könnens ein viel gefragter Begleitpianist. Sandra Giepmann am Akkordeon und der Zitherspieler Erich Meier sind seit Jahren gern gehörte Gäste bei Seidel, dieses Mal mit Leonard Cohens „Halleluja“. Sandra Giepmann sei Preisträgerin bei Deutschen Meisterschaften geworden, berichtete Moderator Dieter Farrenkopf, bekannt von der Karlsruher Seebühne. Monique Drosterij, Sopranistin am Badischen Staatstheater, war erstmals bei Seidel. Sie überzeugte solistisch mit Mozarts „Veilchen“ und zusammen mit Helmut Seidel mit „Mut zum Frieden“. Frieden, Heimat, Geborgenheit sind Werte, die Seidel ein stetes Anliegen sind. Sie spiegeln sich im Motto seiner Konzerte - „Jedem Kind ein liebevolles Zuhause“ - und prägen in jüngerer Zeit den Stil seiner Vorträge, so sein Solobeitrag „Der Weg zurück nach Haus“. Sehr passend in dieses Repertoire war Kalle Hamsens Beitrag von „Bridge over troubled water“, den er selbst auf der Gitarre begleitete. Sein ausdrucksvoller und akzentuierter Vortrag ließ den Song zutreffend berührend erscheinen, aber keineswegs kitschig.

Ein nicht mehr wegzudenkender Dauergast bei diesen Konzerten ist Else Gorenflo, preisgekrönte Mundartdichterin aus Friedrichstal. Ihre unschlagbare Stärke ist der Alltag in früheren Zeiten, zu dem sie mit viel Humor und feinem Spott die Parallelen in der Gegenwart aufzeigt. So beim Nachbarstreit um den Birnbaum. Frischen Wind brachte die Rockband „Faltenrocker“ mit Sabine Wittwer, Thomas Augenstein, Eckhard Ocker und Peter Helmling. Mit Keyboard, Gitarre, Bass und Gesang bereicherten sie das Programm mit fünf bekannten Titeln aus Rock und Pop. Bürgermeisterstellvertreter Wolfgang Wehowsky lobte Seidels große Verdienste um die SOS-Kinderdörfer. Der Stand der Spenden sei bis zu diesem Tag bei 2.460 Euro, die Einnahmen aus den Eintrittsgeldern des Konzertes noch nicht mitgerechnet.

 

 

 

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