Aktuelles: Gemeinde Weingarten (Baden)

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Badische Meisterschaft der Turnerjugend in Weingarten Ausrichter TSV Weingarten stemmt 2tägiges Sportevent mit über 400 Teilnehmern

Autor: Kay Leichsenring
Artikel vom 17.05.2019

Das „Badische Turnerjugend-Gruppentreffen“, das die Jugendorganisation des Badischen Turnerbunds alljährlich veranstaltet, ist keine Kleinigkeit, wie dessen Vorsitzende Franziska Mondl in ihrem Dank an den diesjährigen Ausrichter, den TSV Weingarten, veranschaulichte: 14 Vereine mit zusammen 37 Mannschaften aus der ganzen Region und insgesamt 439 Teilnehmern seien von Freitag bis Sonntag nach Weingarten gekommen.

Großevent in der Walzbachhalle

 „Das hat uns natürlich vor eine gewaltige Herausforderung gestellt“, berichtete der Leiter der Turnabteilung Jörg Kreuzinger. Aber die Gemeinde half. Bürgermeister Eric Bänziger hieß die Sportlerinnen (Jungen sind deutlich in der Minderzahl) willkommen und hoffte, Weingarten könne „die besten Rahmenbedingungen für einen erfolgreichen Sport bieten“. Die meist jugendlichen Teilnehmer durften in der Schule in 22 Klassenzimmern nächtigen und sich auf dem Schulhof aufhalten. Der Verein beschaffte Sitzgarnituren, Zelte als Regenschutz, besorgte den Gerätetransport in die Walzbachhalle und organisierte die Verpflegung. Mit Bussen wurden die Sportler zu den anderweitigen Wettkampfstätten gebracht. „Wir haben uns schon überlegt, ob wir das noch stemmen können, denn alles steht und fällt mit den Helfern“, fügte der Vorsitzende Frank Lautenschläger hinzu. Rund 70 Helfer seien heute im Einsatz,  aber es sei zu bedenken, dass das 1.-Mai-Fest gerade vorbei sei, der „Lebenslauf“ von „blut.e.V.“, an dem der Verein viele Teilnehmer ins Rennen schicken will, dicht bevorsteht und schon zwei Monate später das Straßenfest winkt. Sie haben es gestemmt. Die Organisation war perfekt, was auch die Vorsitzende der Turnerjugend, Christina Lehner, nicht zu unterstreichen vergaß.

Gruppenwettkämpfe für den Teamgeist Turnergruppenwettstreit (TGW) und Turnergruppenmeisterschaft (TGM) sind Wettkämpfe, die sich in der Anzahl der Disziplinen unterscheiden. Drei beziehungsweise vier von acht müssen absolviert werden. Die Auswahl darf von der Gruppe, die zwischen sechs und zwölf Sportlerinnen zählt, selbst gewählt und muss als Gruppe absolviert werden. Zur Auswahl stehen Turnen, Tanzen, Gymnastik mit Handgerät, Singen, Medizinballweitwurf, Orientierungslauf, Laufstaffel und Schwimmstaffel. Für jede Disziplin gibt es Punkte, das Gesamtergebnis zählt. Und was hat Singen in einem Sportwettbewerb verloren? Das sei historisch bedingt, erklärte Jörg Kreuzinger. Turnen, wie Turnvater Jahn es propagiert hatte, spreche den

ganzheitlichen Menschen an. Nicht nur „Leibesübungen“ gehören dazu, sondern auch musische Disziplinen, die als „nicht messbar“ bezeichnet werden, und dazu gehöre neben Tanzen eben auch Singen in der Gruppe. Nicht nur die körperliche Entwicklung des Jugendlichen soll gefördert werden, sondern auch Teamgeist und Sozialkompetenz. „Choreografie und Gesamtauftritt werden stark bewertet“, erklärte Christina Lehner. „Das Kampfgericht achtet auf die Formation. Natürlich werde die Leistung des Einzelnen bewertet, aber ein kleiner Patzer werde von der Gruppe ausgeglichen. Die Gesamtleistung zählt. Je lockerer und einheitlicher ein Vortrag abläuft, desto besser. „Aber die Gesundheit der Sportler geht vor“, sagt sie, „lieber soll die Übung etwas einfacher sein, aber dafür mit tadelloser Körperhaltung und flüssigem Ablauf beherrscht werden.“