Gemeindenachrichten

Einladung zum Martinsfest der Turmbergschule am 16. November 2018

Am Freitag, den 16.11.2018 feiert die Grundschule der Turmbergschule Weingarten ihr Martinsfest. Der Martinsgottesdienst findet morgens während der Schulzeit statt (Freitag, 16.11.2018, 9.45 Uhr in der ev. Kirche).

Zum Umzug treffen sich die Schüler und Schülerinnen der Klassen 3 zunächst um 16:30 Uhr, die Klassen 1 und 2 um 16:45 Uhr in ihren Klassenzimmern. Sie laufen um ca. 17:00 Uhr verschiedene Weingartener Altersheime und Wohngebiete in Weingarten an und werden die älteren Menschen mit einigen Liedvorträgen erfreuen. Die Teilnahme für die 4. Klassen ist freiwillig. 

Bei schlechtem Wetter wird kurzfristig entschieden, ob der Umzug stattfindet.    

Der Elternbeirat bietet ab 17:00 Uhr Speisen und Getränke an und das Martinsfeuer wird wie jedes Jahr auf dem Schulhof entfacht.          

Wir bitten um eine Martinsgabe für blut.ev – Bürger für Leukämie- und Tumorerkrankte, Weingarten.           
Die Spendenbüchsen werden an den Verkaufsstellen platziert.

Zu unserem Martinsfest sind Sie alle herzlich eingeladen.

(K. Sebold, Rektorin)

E i n l a d u n g zur Sitzung des Gemeinderates der Gemeinde Weingarten (Baden) am Montag, den 19.11.2018, 18:30 Uhr im Bürgersaal des Rathauses in Weingarten (Baden)

Tagesordnung


Öffentlicher Teil
1 Anfragen und Anregungen der Einwohner
2 Kinderbetreuung in Weingarten; h i e r : Anpassung Elternbeiträge 2018/2019 und 2019/2020
3 Kulturstiftung der Sparkasse Karlsruhe; h i e r : Verwendung Ausschüttung der Erträgnisse der Kulturstiftung aus dem Jahr 2018
4 Antrag der CDU-Fraktion vom 06.11.2018; h i e r: Antrag auf Errichtung eines Kinderspielplatzes Wohngebiet "Lohmühlwiesen"
5 Antrag der WBB-Fraktion vom 23.04.2018; h i e r: Antrag auf Dokumentation und regelmäßige Fortschreibung freihändig vergebener Aufträge und Leistungen durch die Verwaltung
6 Bauschutt- und Recyclinganlage Weingarten (Baden) „Im Dörnig"; hier: Aktueller Sachstand des geplanten Deponieabschlusses sowie der Erweiterung und Neustrukturierung des Anlagenbetriebes der Fa. Mineralix
7 Kieswerk Weingarten Betriebsübergang von der Firma Scherrieble auf die Firma BEG der Unternehmensgruppe Groetz; h i e r: Zustimmung zum Übergang des Pachtvertrages
8 Informationen des Bürgermeisters einschließlich der Beantwortung der Fragen aus vorangegangenen Sitzungen sowie Anfragen und Anregungen der Gemeinderäte
9 Bekanntgabe der Niederschrift der öffentlichen Sitzung des Gemeinderates vom 06.11.2018


Weingarten (Baden), 09.11.2018
Eric Bänziger
Bürgermeister

Aus dem Ausschuss für Umwelt und Technik

Bauanträge und Bauvoranfragen

1.1 Bauvoranfrage: Rückwärtiger Anbau einer Parkgarage mit Terrasse, Jöhlinger Str. 46

Der Bauherr plant den Anbau einer Parkgarage an das bestehende Wohnhaus. Seine mehrteilige Bauvoranfrage wurde von den Mitgliedern des AUT wie folgt beantwortet: Die Garage kann auf der gleichen Geschosshöhe wie der Keller errichtet werden. Wegen der Grenzbebauung ist eine Baulastübernahme durch den Nachbarn erforderlich. Eine seitliche Garagenzufahrt und eine Ausführung des Garagendaches als Terrasse ist möglich.

1.2 Errichtung eines Stellplatzes im Vorgarten

Der Bauherr plant die Errichtung eines Stellplatzes auf seinem Grundstück im Holunderweg und stellt dazu eine mehrteilige Bauvoranfrage, die wie folgt beantwortet wurde:

Auf der Basis des rechtskräftigen Bebauungsplans ist die Errichtung eines Stellplatzes im Vorgartenbereich abzulehnen. Eine Befreiung in vergleichbaren Fällen wurde bislang nicht erteilt. Rasengittersteine können nicht verwendet werden, denn zur Gestaltung der Vorgärten sind nur Ziergarten oder Rasenflächen erlaubt. Friederike Schmid wies darauf hin, dass schon mehrere Grundstücksbesitzer so verfahren seien und eigentlich gleiches Recht für alle gelten müsse. Dazu meinte Hans-Martin Flinspach, dass es Gleichbehandlung im Unrecht nicht gibt.

1.3 Umnutzung eines Nebengebäudes Anwesen Bahnhofstr. 45

Der Bauherr plant die Umnutzung eines auf dem Grundstück befindlichen Schuppens als Lagerraum sowie den Einbau einer Toilettenanlage. Für diesen Zweck sind baurechtlich keine zusätzlichen Stellplätze erforderlich. Einem gewissen Misstrauen der Räte gegenüber der tatsächlichen Nutzung erklärte Bänziger, dass der Bau von Lagerräumen und einer Toilettenanlage baurechtlich zulässig sind und eine anderweitige spätere Nutzung jetzt nicht zur Prüfung stehe. Das Einvernehmen wurde mit fünf Zustimmungen, einer Gegenstimme und vier Enthaltungen erteilt.

 

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Aus dem Gemeinderat am 06.11.2018

 Forstwirtschaftsbetriebsplan 2019 beschlossen

 Der Gemeinderat hat den Betriebsplan für das Forstwirtschaftsjahr entsprechend dem Vorschlag des Verwaltungsausschusses einstimmig beschlossen. Den Berichten von Gemeindeförster Michael Schmitt und dem Leiter des Forstbezirks Ost des Landratsamtes Karlsruhe, Bernd Schneble zufolge, war 2018 „ein schwieriges Jahr“. Schneble berichtete, die Schwerpunkte der Waldwirtschaft lagen auf Pflege von Jungwald durch Kulturen und Naturverjüngung. Das Eschentriebsterben greife weiter um sich und Wetterkapriolen, vor allem Dürre, seien zu verkraften gewesen. Dennoch wurden in Weingarten zunächst gute Erlöse erzielt. Beispielsweise gehen Eschen, die noch verwertbar seien, nach Vietnam, wo von dortigen Kleinmöbelbauern eine gute Nachfrage herrsche. Ein zweiter Markt seien Spanplatten für Küchenmöbel, die ebenfalls guten Absatz fänden.

Das ändere nichts, dass 2018 ein Defizit mit Stand jetzt einem Fehlbetrag von 96.631 Euro ausweise.

Über Einzelheiten, was sich im Wald ereignet habe, berichtete Michael Schmitt: Mehr als drei Hektar Kulturen wurden neu angelegt und mussten gewässert werden. Die Trockenheit habe den Borkenkäfer begünstigt, 300 Festmeter Käferholz mussten als Zwangshiebe gefällt werden. Im Weingartner Moor soll der Steg noch in diesem Jahr erneuert werden, das Regierungspräsidium werde die Kosten voll übernehmen. Viele Pappeln wurden eingeschlagen, die Erlöse betragen 45 bis 50 Euro pro Festmeter. Auch für 2019 sei im Haushalt ein Defizit zu erwarten in voraussichtlicher Höhe von 137.700 Euro.

Als geplante Einnahmen nannte er Holzerlöse von 190.000 Euro. Das beruhe auf derzeit starker Nachfrage nach Eichenstammholz und einem auskömmlichen Buchenmarkt. Allerdings sei der Preis für Kiefern- und Fichtenholz aufgrund eines übergroßen Angebots stark gefallen. Der Schwerpunkt der Ausgaben liege auch 2019 auf Kulturkosten mit 55.000 Euro. Bürgermeister Eric Bänziger dankte Schmitt und Schneble für ihre Ausführungen und sagte, es sei die Absicht der Gemeinde, den Aufbau des Waldes für die künftigen Generationen zu betreiben. Matthias Görner (WBB) meinte, das  Defizit sei hoch, aber es handele sich um Investitionen in die Zukunft. Klaus Holzmüller (FDP) meinte, eine Gewinnerwartung habe er sich „schon lange abgeschminkt“. Weingarten könne froh sein, dass das die Verluste nicht höher ausfallen, aber die Erholungsfunktion des Waldes müsse gesehen werden.

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Anekdoten, Wissenswertes und Videoclips über die beiden größten Volksfeste: "Festa Major und Festa dels Miquelets", in unserer Partnergemeinde Olesa de Montserrat in Katalonien.

"Virtuelle Reise nach Olesa"

Bilder, Anekdoten, Wissenswertes und Videoclips über die beiden größten Volksfeste: "Festa Major und Festa dels Miquelets", in unserer Partnergemeinde Olesa de Montserrat in Katalonien. 

 Das Partnerschaftskomitee freut sich auf Ihren Besuch. 

 Wo : im Kulturraum der Mineralix Arena

Wann : schon morgen am Freitag den 16.11.

Beginn : um 18:15 Uhr.

: Über 20 Bücher, vor allem Reiseberichte, hat Matthias Kehle in seiner Laufbahn schon verfasst. Aus dem neuesten las er in der Bibliothek.

Erfolgsautor Matthias Kehle las aus „Womo – Einen Spiegel erwischt es immer

Immer wieder tolle Veranstaltungen in der Gemeindebibliothek

„Das Ereignis traf mich plötzlich und völlig unerwartet: Ich wurde 50. Und bekam praktisch gleichzeitig Sehnenreizungen in den Beinen und Adduktorenprobleme. Ich, der leidenschaftliche Bergwanderer. Und jetzt das.“ So launig und humorvoll eröffnet der Journalist und Schriftsteller Matthias Kehle in der Weingartner Gemeindebibliothek die Lesung seines neuesten Buches: „Womo - Einen Spiegel erwischt es immer“ aus dem Gmeiner Verlag. „Womo“ steht für „Wohnmobil“. Denn seine körperliche Zwangssituation ließ Kehle und seine Frau Anja davon Abstand nehmen, Berge zu erwandern, sie wollten sie stattdessen er-fahren. Und zwar mit einem Wohnmobil in 20 Tagen die Gipfel aller 16 Bundesländer. Aber die rund 40 interessierten und amüsierten Zuhörer hören alles andere als einen trockenen Reisebericht. Es ist die Beschreibung einer Fahrt mit einem riesigen Gefährt namens „Fury“ entlang einer Ideallinie, die ihn und Anja nicht nur zu Gipfeln sondern auch zu vielen versteckten Höhepunkten der Republik führte. Es begann mit dem Packen. „Ich packe immer drei Tage vor der Reise und gehe dabei systematisch nach drei Kategorien vor: Kleidung, Ausrüstung, Lebensmittel“. Schon allein die Schilderung seiner peniblen Umsicht, die nichts dem Zufall überließ, war köstlich. Klar, dass da eine Störung kommen musste. Sie kam in Form des verlorenen Hausschlüssels seiner Frau und ihres Willens, das Klappfahrrad mitzunehmen. Aber dann ging es los. Vom Ausgangspunkt Karlsruhe starteten sie Richtung Pfalz und Saarland. Erste Station war der Dollberg. Vorbei am Teufelstisch, weiter zu einem Kunstwerk auf dem Erbeskopf und durch eine herrliche Felslandschaft im Nahetal. Dann wurde das Wetter schlecht. Etappenweise liest Kehle, etappenweise erzählt er frei. Seine eloquente Schilderung ihrer Erlebnisse auf dieser Fahrt besticht durch Authentizität und höchst amüsante und humorvolle Einblicke in das momentane Empfinden des Autors. Auf dem Rothaarsteig zum Langenberg. „Dieser sei angeblich gut ausgeschildert. Aber nach mehreren Stunden merken wir, wir haben uns verlaufen! Dabei ist das Ziel so einfach.“ Aber bei aller Besessenheit von ihrer Mission versäumt Kehle nicht, den Blick nach rechts und links zu wenden. Er sieht wunderschöne Landschaften, touristische Glanzlichter und Natur in dünn besiedelten Gebieten und. Den Brocken erreichen sie in strömendem Regen und eiskaltem Sturm, aber glücklich. Denn sie sehen ihn bei typischem Brocken-Wetter und nicht bei Postkartenwetter. Die vielen trockenen Nebenbemerkungen machen das Buch so reizvoll. Über die Schilderung hinaus hat Kehle für alle angelaufenen Stationen touristische Informationen  zusammengestellt, Karten und Fotos beigefügt und somit tatsächlich einen tauglichen Reisebegleiter erstellt.  Das Buch ist im Buchhandel erhältlich.

Sperrung der Bahnhofstraße auf Höhe Metzgerei Kunzmann bis B3.

Wegen der Aufstellung unseres Weihnachtsbaums muss am 14. November die Bahnhofstraße im Bereich Metzgerei Kunzmann bis B3 von 7:30 bis 8:30 Uhr gesperrt werden.

Fabian Vogt (links) und Martin Schultheiß sind das "Duo Camillo". Sie arbeiten seit 28 Jahren zusammen als Musikkabarett und waren bereits das fünfte Mal im anderen keller.

„Duo Camillo“ zu Gast im anderen keller

„Es interessiert mich nicht, wie alt Du bist und womit Du Dein Geld verdienst. Ich will wissen, ob Du tanzen kannst. Mit Leidenschaft und Kraft“, lautete der Liedtext im „anderen keller“. Denn offenbar liegt darin das wahre Wesen des Menschen: Leidenschaft und Kraft. „Duo Camillo“ macht sich in seinem neuen Programm mit dem Titel „Faith News“ auf die Suche nach der Wahrheit und findet alternative Wahrheiten. Die Wahrheit kann so oder so sein. Beides ist richtig, denn es ist eine Frage der Wahrnehmung. In einem sehr vielschichtigen Programm mit mitreißender Musik von Piano, Gitarre und Saxofon bringen Martin Schultheiß und Fabian Vogt viel Humor und viel Tiefgründiges zum Vorschein. „Es geht um Wahrheit und Vertrauen“ verrät Martin. Aber gleich im ersten Lied stimmt gar nichts mehr: „Die Klimarettung wird real, Stuttgart wird Luftkurort.“ Oder sind das Träume? „Die Wahrheit ist mehr als Fakten“, sagt Fabian, „es gehört auch das dazu, was man glauben kann“. Und so sind sie mitten im Thema. Glauben. Kirche. Gott. Sie wären nicht das „Duo Camillo“, wenn sie für Kirche keinen Spott fänden. „Was ist der Unterschied zwischen Kirche und Joghurt?“ – „Im Joghurt sind lebendige Kulturen“. Als ob Gott immer nur Orgel hören wolle. Nein, „Gott steht auf Schlager, Gospel, Jazz und Heavy Metal und meist rockt er die ganze Nacht“. Als Antwort spielt der großartige Pianist ein klassisches Kirchenlied in den Variationen Jazz, Tango, Boogie-Woogie. Was klingt richtig? Alternative Wahrheiten. Ansichtssache. Die Evangelischen seien wahnsinnig stolz auf ihre basisnahe Demokratie. Ein freundlich-bissiger Seitenhieb auf Kirchenbürokratie: „Gründe erst mal einen Ausschuss!“ Das Publikum lacht Tränen, kennt doch jeder solche Sitzungen. Zurück zur Wahrheit. Was ist die Wahrheit? „Frag Trump, Putin und Erdogan, dann wirst Du immer was anderes hören“. Aber „Duo Camillo“ kommt der Sache näher: In einer bewegenden Legende erzählen sie von drei Steinmetzen. Der erste behaut Steine weil es sein muss. Der zweite, damit er gutes Geld verdient. Der dritte sieht das Ganze dahinter: er baut einen Dom. Das ist eine Botschaft, die die Beiden ihrem Publikum mitgeben wollen: „Sieh das Ganze und Dein Leben bekommt Sinn“. Wo ist die Wahrheit in der Religion? Im Bild des strengen gefürchteten Gottes? Aber Luther habe die Bibel gelesen und ganz andere Stellen darin gefunden: Die eines freundlichen und gütigen Gottes. Ein neues Bild von Gott. Warum stellt man sich Gott nie als schwarzen Afrikaner vor? Schließlich sei das Beten nur eine Frage des Umgangs mit Gott: „Hey Man“. Ein Abend mit viel Stoff zum Lachen, zum Nachdenken und der Quintessenz: Alles kann aus einer anderen Perspektive gesehen werden. Die Wahrheit hat immer eine Alternative.

Gut besucht war die Ferienbetreuung in den Herbstferien, die vom 29. - 31. Oktober stattgefunden hat

Herbstlandschaft mit Eulen, Mäusen und Igeln

Herbstprogramm in der Ferienbetreuung

Horch, was raschelt da im welken Laub? Ein kleiner Igel mit einem schwarzen Schnäuzchen und graubraunen Stacheln. Ein paar Mäuschen leisten ihm Gesellschaft. Sie suchen was zu knabbern, vielleicht finden sie ein paar Bucheckern? Aufpassen, Ihr Mäuschen! Da oben auf dem Ast sitzt die Eule! Mit ihren großen scharfen Augen sieht sie Euch ganz genau. Wisst Ihr nicht, dass Eulen Mäuse fressen? – Husch, sind die Mäuschen alle weg. Versteckt im braunen Laub und unter dunklen, dürren Zweigen mit weißem Wollgras.

Solch eine wunderschöne Herbstlandschaft zu gestalten, hat Birgit Karrer, Betreuerin im Hort, für den ersten Tag der Ferienbetreuung vorgeschlagen, denn die Orientierung an den Jahreszeiten ist ein grundsätzliches Element der pädagogischen Arbeit.   Den Ast hat sie mitgebracht und mit Eifer und Freude haben die Kinder Mäuschen, Igel und Eulen gebastelt. Die Eulen haben einen Körper aus Tannenzapfen und Krallen aus gebogenen Pfeifenputzern. Die großen Augen, die Flügel und die gefiederten Ohren wurden aus Filz ausgeschnitten und angeklebt. „Das können auch die kleineren Kinder machen“, sagt Birgit Karrer, „wogegen die Mäuse und die Igel etwas filigraner und darum schwieriger sind“. Hier bestehen die Körper aus halben Walnussschalen. Die Nüsse waren gespendet, der Inhalt wurde gemeinsam verspeist und die halben Schalen zum Basteln genommen. Vorstellbar, dass es sehr exakter und sorgfältiger Arbeit bedurfte, die Igelstacheln aufzukleben. Zwar nicht einzeln, sondern in einer Zackenreihe, aber trotzdem. Dennoch war am Ende das ganze Werk perfekt gelungen und eine stimmungsvolle Herbstlandschaft war entstanden.

Da die Ferienbetreuung immer sehr abwechslungsreich ist, zeigte die FSJlerin Celine den Kindern am nächsten Tag Tanzschritte. Getanzt wurde in zwei Gruppen, eine für die einfacheren Schritte, die andere für fortgeschrittene Tänzerinnen und Tänzer, und am Ende des Tages gab es eine Aufführung für die Eltern.

Der dritte Tag in diesen Herbstferien gehörte dem Kürbisschnitzen, denn an diesem Tag war Halloween und da durfte das Kürbisgesicht natürlich nicht fehlen

31 Betriebe aus Handwerk, Handel und Dienstleistung wurden vom Ortsseniorenrat als "Seniroenfreundlicher Betrieb" zertifiziert. Erika Hornfeck überreichte die begehrten Urkunden und Aufkleber.

Erneute Auszeichnung als „Seniorenfreundlicher Service“

31 Betriebe wurden zertifiziert

Das Zertifikat „Seniorenfreundlicher Service“ sei eine Auszeichnung und eine Chance für die teilnehmenden Betriebe, sich neue potenzielle Kundenkreise zu eröffnen, sagte Bürgermeister Eric Bänziger bei der Ausgabe der Zertifikate im Turmzimmer des Rathauses. Er freue sich, dass dieses Angebot auch in der zweiten Vergaberunde auf große Resonanz gestoßen sei. 31 Weingartner Betriebe aus Handwerk, Handel und Dienstleistung hatten sich um diese Auszeichnung beworben, wurden geprüft und alle hatten das Siegel erhalten. Elf von ihnen waren zum ersten Mal dabei. Der Vorsitzende des Kreisseniorenrates des Landkreises Karlsruhe, Thilo Kerzinger, berichtete, die Idee komme aus dem Bundesland Sachsen-Anhalt, danach habe die Stadt Karlsruhe sie vor vielen Jahren aufgegriffen. Die Betriebe können sich bei der Zertifizierungsstelle bewerben und werden von den Mitarbeitern besucht. Anhand eines Fragenkatalogs, den der Landesseniorenrat ausgearbeitet hat, werden eine Reihe von Kriterien überprüft, die auf der homepage des Landesseniorenrates abrufbar seien. Diese gelten für alle gleich und seien unveränderbar. Derartige Kriterien sind beispielsweise für den Bereich „Handel“ gut lesbare Preisauszeichnungen, seniorenfreundliches Warenangebot und kompetente Beratung. Im Bereich „Handwerk“ gelte dasselbe, aber die Beratung solle speziell auf Bedürfnisse von Senioren abgestimmt sein. Generell für alle gelte eine leichte  Erreichbarkeit des Ladenlokals und freundliches Personal. „Es wird Einfühlungsvermögen in die Bedürfnisse älterer Menschen erwartet“, sagte Kerzinger und nannte konkrete Beispiele. Das einfachste sei, eine Sitzgelegenheit im Laden aufzustellen. In größeren Betrieben über mehrere Stockwerke sei ein Hinweis auf einen Fahrstuhl angebracht, denn die Rolltreppe sei nicht für alle nutzbar. Auf die Bedeutung des Zertifikats wies der Vorsitzende des Weingartner Ortsseniorenrates, Willi Reichert, hin. Für Handwerk, Handel und Dienstleister se die Zielgruppe der älteren Menschen „ein wichtiger Kundenkreis, der eine längere Selbständigkeit anstrebt und ein hohes Qualitätsbewusstsein entwickelt hat.“ Mit diesem Zertifikat wolle der Ortsseniorenrat Unternehmen auszeichnen, die auf die Bedürfnisse dieser Kundengruppe eingehen. Carmen Schlager von der Gemeindeverwaltung habe 91 Betriebe angeschrieben, von denen sich 31 gemeldet haben. Erika Hornfeck, Mitglied des Ortsseniorenrats, hat die Auszeichnungen überreicht. Das Zertifikat werde für drei Jahre vergeben und könne nach erneuter Bewerbung und Prüfung neu vergeben werden. Neben einer Urkunde gehört ein Aufkleber dazu, der an der Tür des Ladenlokals oder auf dem Firmenfahrzeug angebracht werden kann.

 Ausgezeichnet wurden: Bahnhof-Apotheke, Fäcks Optik & Akustik, Optik Benz GmbH, Fachberatung & Service Schleifer, via Apotheke, Gemeinde Weingarten, Praxis für Physiotherapie Albers-Schulz, Gesundheitszentrum Baden, Kleintier- und Pferdepraxis, Zahnärzte Hammer & Jäger, Gemeindebibliothek, JTS Autoservice GmbH, Elektro Fischer GmbH, Zentrum für Physiotherapie Athanasiadis, Garten- und Landschaftsbau Stärk, Zimmermann Sanitär, Schlosserei Apfel GmbH, Anzeneder GmbH, Blumen für alle Fälle, Autohaus Morrkopf, Raumausstattung Daubenberger, Holzi‘ Schreibwaren, Metzgerei Kunzmann, Bäckerei Karg, Landhandel Weingärtner, Fleurissimo, Schreibwaren Holderer, Getränke Kreuzinger, Stoff- und Wollgalerie und Postbox Weingarten

E i n l a d u n g zur Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Technik der Gemeinde Weingarten (Baden) am Montag, den 12.11.2018, 18:30 Uhr im Bürgersaal im Rathaus Weingarten (Baden)

Tagesordnung
Öffentlicher Teil
1 Behandlung folgender Bauanträge und Bauvoranfragen
1.1 Bauvoranfrage: Rückwärtiger Anbau einer Parkgarage mit Terrasse,
Jöhlinger Straße 46, Flst. Nr. 719
1.2 Bauvoranfrage: Errichtung eines Stellplatzes im Vorgartenbereich,
Holunderweg 1, Flst. Nr. 12854
1.3 Sanierung eines Nebengebäudes und Schaffung von neuem
Wohnraum, Bahnhofstraße 45, Flst. Nr. 331
1.4 Neubau eines Mehrfamilienhauses, Schillerstraße 42-44, Flst. Nr.
12770,12771
1.5 Anbau von zwei Balkonen an ein bestehendes Wohnhaus, Silcherstraße
22, Flst. Nr. 12714
1.6 Neubau eines Mehrfamilienwohnhauses, Burgstraße 117, Flst. Nr. 3145
2 Haushaltsplan 2019 und Wirtschaftspläne 2019 der Eigenbetriebe
Wasserversorgung, Abwasserbeseitigung und Bauhof;
h i e r: Budget Gebäudeunterhaltung
3 Flohmarkt Familienzentrum Allerdings;
h i e r: Verwendung Tische der Walzbachhalle
4 Informationen der Verwaltung einschließlich der Beantwortung der
Fragen aus vorangegangenen Sitzungen sowie Anfragen und
Anregungen der Gemeinderäte
5 Bekanntgabe der Niederschrift der öffentlichen Sitzung des
Ausschusses für Umwelt und Technik vom 17.09.2018 und 15.10.2018
Weingarten (Baden), 31.10.2018
Eric Bänziger
Bürgermeister

Verkehrssicherungsmaßnahmen Kreisstraße 3539 vom 30.10. – 02.11.2018

Liebe Einwohnerinnen und Einwohner, liebe Verkehrsteilnehmer,

vom 30.10. – 02.11.2018 werden vom Landratsamt in folgendem Bereich umfangreiche Verkehrssicherungsmaßnahmen durchgeführt:

K 3539 Weingarten - Staffort (zwischen dem Knoten L559 / K3539 und Waldbrücke)

Bitte an alle Einwohner und Verkehrsteilnehmer:

Durch die o.g. Maßnahme kann es zeitweise zu Beeinträchtigungen des Verkehrsflusses kommen. Eine entsprechende Beschilderung wird aufgestellt. Wir bitten die Verkehrsteilnehmer um Verständnis.

Vielen Dank.

Eric Bänziger

Bürgermeister

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E i n l a d u n g zur Sitzung des Gemeinderates der Gemeinde Weingarten (Baden) am Diensttag, den 06.11.2018, 18:30 Uhr im Bürgersaal des Rathauses in Weingarten (Baden)

Tagesordnung

1. Anfragen und Anregungen der Einwohner

2. Betriebsplan für das Forstwirtschaftsjahr 2019

3. Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 70 "Burghof"
a) Behandlung und Abwägung der bei der öffentlichen Auslegung gemäß § 13a Abs. 2 Nr. 1 i.V.m. § 3 Abs. 2 BauGB und § 4. Abs. 2 BauGB eingegangenen Stellungnahmen der Öffentlichkeit und Behörden.
b) Satzungsbeschluss des Bebauungsplanes durch den Gemeinderat gemäß § 10 Abs. 1 BauGB i.V.m. §13a BauGB und § 12 BauGB sowie Satzungsbeschluss über die örtlichen Bauvorschriften gemäß § 74 Abs. 1 und 7 LBO Baden-Württemberg.

4. Sanierung "Jöhlinger Straße";
Aktueller Sachstand Entwurfsplanung Bauabschnitt 2

5. Aufnahme von Flüchtlingen nach dem Flüchtlingsaufnahmegesetz; 
Aktueller Sachstand

6. Bauhof Weingarten - Neubau Unterstand;
Vergabe Zimmererarbeiten

7. Wasserversorgung Weingarten- Sanierung der Brunnen
Aktueller Sachstand zu den Ergebnissen der Ausschreibung

8. Bekanntgabe der in nichtöffentlicher Sitzung des Gemeinderates gefassten Beschlüsse

9. Informationen des Bürgermeisters einschließlich der Beantwortung der Fragen aus vorangegangenen Sitzungen sowie Anfragen und Anregungen der Gemeinderäte

10. Bekanntgabe der Niederschriften der öffentlichen Sitzungen des Gemeinderates von der Sitzungen am 24.09.2018 und 01.10.2018


Weingarten (Baden), 26.10.2018

Eric Bänziger
Bürgermeister
von links nach rechts: Klaus-Dieter Schorb, Uwe Marxen, Rita Stroh, Jörg Ohrband, Juan Baltrock, Elisabeth Stutz, Petra Meinzer, Monika Lanz, Andreas Hahn, Christine Junkes

Ehrungen bei der Volksbank Stutensee-Weingarten

Alljährlich ehrt die Volksbank Stutensee-Weingarten ihre langjährigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die beiden Vorstände Andreas Hahn und Juan Baltrock anerkennen damit Engagement und vertrauensvolle Zusammenarbeit, Erfahrung, Leistungswillen und Einsatzfreude über einen langen Zeitraum hinweg. Der persönliche Werdegang jeder und jedes Einzelnen zu Ehrenden wurde gewürdigt, wobei neben den fachlichen Qualitäten, Arbeitsbereichen und Qualfizierungen auch persönliche Worte Eingang. Elisabeth Stutz ist seit 25 Jahren dabei und hat ihren Werdegang bei der Raiffeisenbank Walzbachtal begonnen. Heute arbeitet sie in der Personalabteilung. Genauso lange dazu gehört Monika Lanz, die als Auszubildende angefangen hat und heute in der Wertpapierabteilung beschäftigt ist. Christine Junkes hatte vor 25 Jahren ihre Laufbahn in der Spar- und Kreditbank Weingarten begonnen und arbeitet heute in der Prüfung des Kreditgeschäfts. Petra Meinzer fing 1993 in der Raiffeisenbank Hardt an, hat zwei Fusionen begleitet und war lange Zeit „das Gesicht“ von Neuthard. 2000 kam sie nach Blankenloch und wurde Assistenz des Vorstands. Auf 30 Jahre Betriebszugehörigkeit blickt Uwe Marxen zurück, der lange Zeit „das Gesicht“ von Jöhlingen war. Jörg Ohrband, seit 1988 im Haus, gilt als „Generalist“, war schon in sehr vielen Bereichen tätig und habe entscheidendes zu den Fusionen beigetragen, war zu hören. Seit 35 Jahren sind Anja Riffel und Peter Wüstl im Haus, waren aber bei der Ehrung nicht anwesend. Rita Stroh und Klaus-Dieter Schorb gehören seit 45 Jahren zur Bank. Rita Stroh, mittlerweile in Altersteilzeit, hat in der Raiffeisenbank Hardt ihre Ausbildung absolviert, hatte in vielen Bereichen Leitungsfunktionen inne und war bis März 2018 in der Bereichsleitung Unternehmen-Service tätig. Klaus-Dieter Schorb begann seine Ausbildung im September 1973 in der Spar- und Kreditbank Blankenloch und blieb in dieser Geschäftsstelle bis heute. Seine Arbeitsschwerpunkte waren Organisation und Controlling, Facilitymanagement und Beauftragtenwesen. Außerdem war er etliche Jahre Vorsitzender des Betriebsrates und ist heute noch Mitglied.

(von links) Helmut Seidel, Helga Seidel, BM Eric Bänziger

Spende für SOS-Kinderdörfer

Auch in diesem Jahr unterschrieben der Sänger Helmut Seidel und Bürgermeister Eric Bänziger gemeinsam den großen Spendenscheck über 3.800 Euro, den der „Liedernachmittag“ im August insgesamt eingespielt hatte. Seit 1986 organisiert Seidel diese Form von unterhaltsamen Liedernachmittagen oder –abenden mit gesanglichen und instrumentalen Beiträgen und findet dazu immer wieder neue Mitwirkende und spendenfreudige Zuhörer. Und seit dieser Zeit gibt er alljährlich Beträge in ähnlicher Größenordnung und mehr an SOS-Kinderdörfer in Deutschland und weltweit. Insgesamt beträgt die Summe mittlerweile rund 160.000 Euro. Dieses Jahr erhalten das SOS-Kinderdorf El Alto in Bolivien Zuwendungen, Skopje in Mazedonien und Sulzburg im Schwarzwald. Die Gemeinde Weingarten verwaltet die Einnahmen bis zur endgültigen Abrechnung, den Spendenscheck bringt Seidel persönlich nach München in die Zentrale der SOS-Kinderdörfer Hermann Gmeiner. Vielleicht seien die Zuhörerzahlen ein klein wenig zurückgegangen, aber die Kirche sei immer noch gut gefüllt, meinte Bürgermeister Eric Bänziger. Er empfahl dem Sänger, hin und wieder eine Neuigkeit zu bringen, so wie in diesem Konzert die Rockband „Faltenrocker“. Diese sei hervorragend angekommen und das verhindere einen schleichenden Besucherschwund

Einladung zur 3. Informationsveranstaltung Sanierung der Jöhlinger Straße - 2. Bauabschnitt

Aktuell werden die Tiefbauarbeiten der Baumaßnahme „Sanierung Jöhlinger Straße“ im ersten Bauabschnitt zwischen Wasserwerk (Carix-Anlage) und Mühlstraße durchgeführt. Zur Vorbereitung des nachfolgenden 2. Bauabschnittes zwischen Mühlstraße und Katzenbergweg wurde von Seiten der Verwaltung und den beiden Planungsbüros die technische Planung fortgeschrieben. Im Rahmen einer weiteren Informationsveranstaltung.

am Montag, den 05.11.2018 um 18:00 Uhr
im Saal des Gasthauses „Goldener Löwen“

möchten wir die betroffenen Anwohner und Anlieger über die geplante bauliche Umgestaltung und den vorgesehenen Bauablauf des 2. Bauanschnittes zwischen Sohl- und Katzenbergweg unterrichten.

Andreas Martin Hofmeir an der Tuba und Andreas Mildner an der Harfe sind zwei Meister ihres Fachs und begeisterten das Publikum im übervoll besetzten Löwen-Saal.

Andreas Martin Hofmeir und Andreas Mildner konzertierten mit Tuba und Harfe

„Tuba und Harfe? Wie passt das denn zusammen?“ mag sich mancher über diese konzertante Verbindung gefragt haben, die als weiterer Beitrag der Weingartner Musiktage im Festsaal des Goldenen Löwen zu hören war. Mit einem Wort: hervorragend. Was aber zweifellos an den beiden Interpreten lag, beide Meister ihres Fachs. Der Tubist Andreas Martin Hofmeir gilt als wichtigster Pionier seines Instruments, wurde mit dem ECHO Klassik ausgezeichnet und zum Professor an die Universität Mozarteum Salzburg berufen. Andreas Mildner ist Soloharfenist beim WDR Sinfonieorchester in Köln und Professor an der Musikhochschule Würzburg. Ihr Vortrag „Lieder und Arien für Tuba und Harfe“ sprühte nicht nur vor brillantem handwerklichem Können sondern auch vor Witz und augenzwinkernder Ironie. So gerieten Hofmeirs umfangreiche Erläuterungen der einzelnen Lieder und warum sie besser ohne Text interpretiert werden sollten, zu einem genialen Zerrspiegel der Gattung „Kunstlied“. Lieder von Franz Schubert und Robert Schumann wollten sie spielen, romantische Lieder. Die Tuba übernehme die Gesangsstimme, da sie aber nur eine Bandbreite von zwei Oktaven habe, habe er einen entspannten Abend vor sich, wogegen Herr Mildner den Part des Klaviers übernehme und sich am Eierschneider die Hände abarbeite. Das erste Thema sei die Liebe in allen Variationen. Es begann mit Schumanns Vertonung von „Der Nussbaum“. Mit verblüffender Zartheit und Feingefühl spielte Hofmeir die Tuba und nahm das Instrument an Lautstärke sehr zurück. Auch in den nachfolgenden Stücken war die Harmonie mit der Harfe perfekt, sie ergänzten sich zu einem ausgewogenen farbenfrohen Klangteppich. Es folgte Schumanns Vertonung von Lord Byrons düsterem Epos „An den Mond“, danach Franz Schubert mit Goethes „Gretchen am Spinnrad“: Aufs Beste brachten Tuba und Harfe diesen Schwebezustand zwischen Sehnsucht und Verzweiflung zur Geltung – „genderpolitisch korrekt in der Basslage“ sagte Hofmeir dazu - und einmal mehr war das Publikum begeistert und beeindruckt. Der zweite Teil galt der Oper. Nach einem sehr kunst- und gefühlvollen „Lied an den Abendstern“ aus Richard Wagners „Tannhäuser“ trat Mildner solistisch auf. Mit Bellinis Oper „Norma“ entlockte er der Harfe ein Klangvolumen in bislang nicht wahrgenommener Tiefe und Wärme, wofür er riesigen Beifall erhielt. Genialer Höhepunkt des Konzerts war schließlich eine Persiflage des bekannten „Carmen-Motivs“. So vielfältig, so witzig, so gekonnt verriet das Spiel der beiden Meister bei allen Unterschieden doch ein tiefes musikalisches Seelenverständnis, das sich in brillantem Zusammenspiel zeigte und mit minutenlangem Beifall belohnt wurde

Elin Kolev (links) und Fil Liotis glänzten mit einem Konzertauftritt im "Goldenen Löwen". Der SWR2 hat das Konzert aufgezeichnet, der Sendetermin ist am 11.12.2018 ab 13.05 Uhr

Violine und Klavier – ein brillantes Konzert im klassischen Stil

In ihrer Reihe „New Talent“ beweisen die Organisatoren der „Weingartner Musiktage“ ja meist ein Goldhändchen. Dieses Mal ganz besonders. Er sei „dankbar, solche Momente erleben zu dürfen“, sagte Stefan Burkhardt, Vorsitzender der „Weingartner Musiktage“, zum Publikum zu Beginn des Konzerts und der prasselnde Applaus am Ende bestätigten seine Worte. Elin Kolev an der Violine und Fil Liotis am Klavier begeisterten im Festsaal des „Goldenen Löwen“ mit einem Konzert allererster Sahne. Es begann mit der Sonate in A-Dur von César Franck in vier Sätzen. Unendlich behutsam, zärtlich und ergreifend erklangen die ersten Töne, richtungsweisend für die enorme emotionale Kraft der folgenden Musikstücke und die Ausdrucksstärke der Vortragenden. Elin Kolev, 1996 geboren in Zwickau, gab bereits als Siebenjähriger sein erstes Konzert mit Orchester, begann in 2010 ein Musikstudium in Karlsruhe, steht jetzt kurz vor dem Abschlussexamen und hat bereits internationale Erfahrungen. Der Grieche Fil Liotis, 1984 geboren, studierte ebenfalls in Karlsruhe Klavier solo und hat seit 2016 dort einen Lehrauftrag. Auch er ist seit Jahren international bekannt. Mit einem bewegenden Seufzer der Violine endete der erste Satz in Allegretto ben moderato. Das insgesamt sehr farbenreiche Stück César Francks brachte viele Variationen in Tempo und Temperament, Passagen in zartestem Pianissimo wechselten mit wilden Fontänen exaltierten Spiels, stark aber niemals schrill. Es folgte Johannes Brahms mit dem Scherzo für Violine und Klavier in c-Moll und danach eine Sonate in f-Moll von George Enescu. Eine völlig veränderte Klangfarbe schuf nun eine etwas düstere Atmosphäre, die sich in den beiden ersten Sätzen zu dramatischer Spannung entwickelte und erst im dritten Satz in einem furiosen Finale auflöste. Emotionaler und positiver Höhepunkt des Konzerts war Henryk Wieniawskis „Polonaise de Concert Opus 4 in D-Dur“. Sind Stücke in der Tonart Dur ganz allgemein wesentlich freundlicher, so war dieses jetzt bemerkenswert in Spielfreude und nahezu übermütiger Ausgelassenheit. Der Komponist konnte den slawischen Einfluss seiner polnischen Heimat überzeugend vermitteln. Weg mit dem Notenständer, er wurde nicht mehr gebraucht. Jetzt regierten bei den beiden Künstlern pure Lust und Freude an dem schnellen, tänzerischen Stück. Die Zuhörer, die nach jedem Stück sehr gerne Beifall spendeten, waren hingerissen vor Begeisterung und noch mehr, als dieses Stück – jetzt „auf polnische Art“ – noch zu einer zweiten Zugabe gereicht wurde. Das Konzert wurde vom SWR2 aufgezeichnet und ist am 11. Dezember ab 13.05 Uhr zu hören.

 

Mit Hilfe von Steckleitern wurden Kinder aus einem Fenster aus dem verrauchten Gebäude gerettet

Brandeinsatz: Der Klassiker als Übungsszenario

Die alljährliche Wehrhauptübung dient dazu, der Bevölkerung die Leistungsfähigkeit ihrer Feuerwehr sowie die gute Zusammenarbeit mit dem Weingartner Roten Kreuz in Form einer sehenswerten Schau zu präsentieren. Wie immer verfolgten auch in diesem Jahr sehr viele Zuschauer das Geschehen, das sich am Schulgebäude mitten im Ort abspielte. Die Annahme war ein Brand in einem Klassenzimmer im zweiten Obergeschoss. Zum Glück waren nur wenige Menschen im Gebäude, denen allerdings vom sich rasch ausbreitenden Rauch der Fluchtweg über das Treppenhaus abgeschnitten war. Sie wurden - mit einer Brandfluchthaube ausgestattet – über Steckleitern von Feuerwehrangehörigen gerettet und dem Roten Kreuz übergeben. Dieses hatte im Bereich des westlichen Schulhofs einen Verletztensammelplatz mit Liegen und medizinischer Versorgung aufgebaut. Der erste stellvertretende Kommandant Georg-Richard Ziegahn erläuterte den zahlreichen Zuschauern sehr nachvollziehbar Schritt für Schritt das Geschehen, wobei er die einzelnen Handlungsschritte nicht nur vordergründig beschrieb, sondern auch nähere Erläuterungen dazu gab. Jedes der eintreffenden Fahrzeuge hatte einen speziellen Auftrag und die Feuerwehrmänner und –frauen gingen mit überzeugender Sachkenntnis, Ruhe und Besonnenheit zu Werk. Die Besatzung des ersten Großfahrzeugs befasste sich mit der Menschenrettung unter Atemschutz, der dritte Trupp unterstützte den ersten bei der Verlegung der Schlauchleitung während der zweite Trupp die Wasserversorgung vom nächstgelegenen Oberflurhydranten in der Schulstraße herstellte. Nachdem sichergestellt war, dass alle Verletzten das Gebäude verlassen hatten, wurden durch Einsatz eines B-Rohres die Löscharbeiten spektakulär verstärkt und die Schule von außen massiv unter Wasser gesetzt. Nicht zuletzt brachte der Gerätewagen Transport einen der neu angeschafften Rollcontainer mit einem großen Lüfter zum Einsatz. Nach 45 Minuten war der Einsatz beendet. Es war für die Zuschauer nicht nur ein informativer Nachmittag, sondern sie konnten auch beruhigt mit dem Gefühl nach Hause zu gehen, dass auf ihre Wehr zu jeder Zeit Verlass ist und es weder an Ausrüstung noch an Ausbildung fehlt.