Aktuelles aus der Gemeinde

Pressemitteilung

Pressemitteilung zur Weingartener Sanierung der Jöhlinger Straße

h i e r:

Prüfung der Bauzeit und einer Umfahrung durch das Mauertal

Aus dem Verwaltungsausschuss (08.10.2018)

Forstwirtschaftsplan 2019 vorgestellt und beraten
In den 15 Jahren seiner Beschäftigung bei der Gemeinde Weingarten habe er noch nie ein solch schweres Jahr erlebt, berichtete Gemeindeförster Michael Schmitt. Stürme warfen nicht nur Bäume, sondern auch Zäune um, was eine Menge zusätzliche Arbeit und finanziellen Aufwand für Zaunmaterial erforderte. Die extreme Trockenheit machte den Bäumen zu schaffen. Vor allem die Nadelhölzer hätten das Wachstum eingestellt und kämpften nur noch ums Überleben. Im Distrikt Waldersteig seien zahlreiche Fichten von einer Borkenkäferinvasion befallen. Für Kiefer und Fichte sei der Markt derzeit mit Massenware aus Österreich überschwemmt, so dass keine guten Erlöse zu erzielen seien. Auch das Eschentriebsterben setze sich fort. Darum könne Eschenholz auch nicht mehr an Selbstwerber vergeben werden, das sei zu gefährlich. Es werde alles zu Hackschnitzel verarbeitet. Aber er berichtete auch Positives. Eiche verkaufe sich derzeit sehr gut und er habe verschiedene Kulturen angelegt. Kulturen kosten einerseits viel Aufwand. Hierfür waren im Haushalt 25.000 Euro eingestellt und die Ausgaben betragen jetzt bereits 40.000. Aber die Kulturen seien die Zukunft des Waldes, griff Bürgermeister Eric Bänziger ein. Er bestärkte den Förster in seinem Tun und erinnerte, dass der Gemeinderat vor längerer Zeit schon beschlossen habe, dass derzeit in den Wald noch viel zu investieren sei, um das Niveau und die Qualität zu halten und auch künftigen Generationen etwas zu hinterlassen. Schmitt berichtete, er habe mit seinen Mitarbeitern Schwarznüsse gesammelt und gepflanzt.

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Sieben Musiker und ihre Instrumente bilden den Blechhauf'n: Schräg und skurril, aber brillant.

Weingartner Musiktage: Konzert im Gewächshaus

„Da Blechhauf’n“ glänzte mit exzellenter Blasmusik und umwerfender Komik

Auch das ist Teil des Konzepts der „Weingartner Musiktage“: Gruppen einzuladen, zu deren Auftritt ein gerüttelt Maß an Skurrilität gehört. Ein exzellenter Vertreter dieser Art ist „da Blechhauf’n“ aus Österreich, der mit seinem Programm „Die Wirtshausrunde“ im Gewächshaus der Firma Stärk zwei Stunden lang ein fulminantes Konzert zelebrierte. Die sieben Musiker – „vier aus dem Burgenland, zwei aus der Steiermark und ein Veganer“ – spielen alle brillant und sind akademisch geprüfte Musiker. Drei Trompeten, drei Posaunen, ein Helikon und gelegentlich eine Ziehharmonika bilden ein Ensemble, das vor nichts zurückschreckt. Den moderaten Einstieg gab eine böhmische Polka. Aber der Schwerpunkt des Programms war eine Mischung aus Geschichten in bester österreichscher Sprachfarbe, kombiniert mit gekonnter Theatralik und einem kräftigen Schuss Klamauk. Die Instrumente gehörten beständig dazu. Nur als leise Begleitung beispielsweise beim Zungenbrecher von der „Barbara ihrer Rhabarberbarbarabar“ oder in kräftiger Lautstärke, um etwas in Szene zu setzen. Es war nicht der einzige verbale Beitrag, vielmehr schillerte die Aufführung von Witzen, Reimen, Randbemerkungen und ähnlichem. Ein Höhepunkt war die titelgebende Szene am Wirtshaustisch. Als urkomische musikalische Pantomime wurde alles dargestellt, von der Bestellung Hähnchenkeule und Hirschbraten bis zur Rechnung, nur das Essen blieb der Vorstellungskraft der Besucher überlassen. Nach dem „Essen“ schlug die große Stunde des Trompeters und Tenorsängers Christoph Haider-Kroiss. Er begeisterte mit „Tiamo“, das dann irgendwann zu „Time to say goodbye“ wurde und mit „schön ist es auf der Welt zu sein“ endete. Sanft und gefühlvoll untermalten hier die schallgedämpften Instrumente. Echte Vollblutmusiker können alles spielen: Auf einem Gartenschlauch mit Trichter oder auf einer Melodica und sie können nebenbei sogar noch Bier trinken. Letzteres spielte bei dieser Gruppe eine nicht unwesentliche Rolle, vielmehr war es ein Bestandteil ihrer Show. „Ein Schiff wird kommen“ wurde intoniert, verwandelte sich in den Titelsong der „Titanic“, den der Posaunist Philipp Fellner in herausragender Komik zu verkörpern wusste und endete übergangslos bei den Beatles. Großartig schließlich war Fellners Jazzeinlage an der auch Dominic Pessl an der Trompete und Albert Wieder am Helikon beteiligt waren. Haider-Kroiss ist Jäger und so durften auch ein Jägermarsch und eine Jagdszene mit Hirschgeweih aus dem Karnevalsbedarf nicht fehlen. Ein französischer Walzer vollendete das Repertoire. Die Zuhörer waren begeistert. Technisch exzellentes Spiel verbunden mit unbeschreiblichem Entertainment ergab einen mehr als außergewöhnlichen Auftritt. Typisch für die Weingartner Musiktage.

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