GEMEINDE WEINGARTEN / BADEN |
|||
![]()
|
![]() |
||
Das Wasserrad
Dank der finanziell außerordentlich hohen Beteiligung der Kulturstiftung der Sparkasse Karlsruhe, konnte die Errichtung eines historischen Mühlrades dank der Übernahme von rd. 70 % der Kosten durch Erträgnisse der Kulturstiftung, realisiert werden. Die Gemeinde Weingarten möchte sich auf diesem Wege vielmals bei der Kulturstiftung der Sparkasse Karlsruhe bedanken. Vorgeschichte
Weingarten kann auf eine alte Mühlentradition zurückblicken (siehe dazu die Aufzeichnungen von Pfarrer Albert Nikolaus in "Heimatbuch Weingarten Baden" und die Aufzeichnungen von Wilhelm Kelch in "Tausend Jahre Weingarten"). Bereits 1443 sind 3 Mühlen urkundlich erwähnt, dabei auch die Untermühle, deren Standort über viele Jahrhunderte das jetzige Anwesen Viehweger war. Die Untermühle war bis zum 1. Weltkrieg eine Getreidemühle, nach 1918 wurde sie zur Ölmühle umgebaut und wenig später stillgelegt.
In Rückbesinnung auf die alte Mühlradromantik setzten sich Ernst Wolf und der ehemalige Gemeinderat Ewald Gablenz für die Wiedererrichtung eines Mühlrads am Bachlauf ein. Unterlagen wurden zusammen getragen und dem Technischen Ausschuß im Jahre 1994 unterbreitet, der das Vorhaben einstimmig befürwortete. Die finanziellen Mittel sollten durch Sponsoren gedeckt werden. Ein erster Konstruktionsentwurf sah vor das Wasserrad, gemäß dem historischen Vorbild, nahe am Wasserfall zu errichten. Auf Wunsch des Hausbesitzers wurde das Rad jedoch einige Meter Flussabwärts positioniert, um eine Sichtbehinderung durch Tropfenflug auf die Fenster auszuschließen. Die Fragen der Sicherheitseinrichtungen und der Verkehrssicherungspflicht waren ein weiterer Gesichtspunkt, den es zu klären galt. Direktor Bernd Bacher (stellv. Vorsitzender des Vorstandes) vom Badischen-Gemeinde-Versicherungs-Verband erklärte diese Angelegenheit zur Chefsache. Nach Prüfung der Unterlagen und Wahrnehmung einer Ortsbegehung wurde der Gemeinde am 27.01.00 mitgeteilt, dass der BGV den Versicherungsschutz, sowohl für die Bauphase als auch die für die Zeit nach Abschluss der Installationsarbeiten übernehmen werde. Das Landratsamt, Wasserwirtschaftsamt, Amt für Umwelt- und Naturschutz und die Fischereibehörde wurden informiert und gehört. Die Fachbehörden verschlossen sich grundsätzlich nicht gegen die geplante Errichtung eines Wasserrades im Walzbach, machten aber eine Betrachtung der Hochwassersituation und einen statischen Nachweis zur Bedingung. Am 05.04.2000 beantragte die Gemeinde Weingarten beim Landratsamt Karlsruhe das Wasserrecht. Als Antragsunterlagen dienten Auszüge aus der hydraulischen Berechnung vom Ing.-Büro King und Weber als auch ein Gutachten vom Ing.-Büro Paul Wolf über die Kähnerauslegung, Verhältnisse bei Hochwasser, wirkende Kräfte und Bauteilbeanspruchung. Am 13.09.2000 wurde vom Landratsamt Karlsruhe das wasserrechtliche Einvernehmen, gemäß §76 Absatz 1 Satz 3 des Wassergesetzes für Baden Württemberg zur Errichtung des Wasserrades im Walzbach - Mühlkanal - bei km 0 + 230 in der Kirchstraße 3 beim Haus Viehweger in Weingarten, erteilt. Die technischen Daten des neuen Wasserrades im Überlick ![]() |
|||
© 2010 Gemeinde Weingarten / Baden