Gemeindenachrichten Freitag, 20.01.2012 Der Steinbruch sieht schon richtig gut aus„Heute hatten wir so viel Helfer, dass ich sie gar nicht mehr gezählt habe“ sagte Timo Martin erfreut. Bei ihrem dritten Arbeitseinsatz im Steinbruch am Kirchberg fand die WBB zahlreiche Unterstützung, darunter auch von Jugendlichen der Agnus-Jugend.
Die bisherige Arbeit hatte sich schon gelohnt. Kein Vergleich mehr zum Zustand, wie er vor Beginn der Arbeiten ausgesehen hatte. Der Müll ist verschwunden, Gestrüpp und Dickicht am Boden weitestgehend gerodet. „Heute fahren wir fort, ordentlich auszuforsten. Wir wollen Gebüsch und Efeu am Boden zu entfernen, den Eingang freimachen und arbeiten uns dann nach und nach von vorn nach hinten und an den Seitenwänden empor“ erklärt Martin. Mit professioneller Abseil-Ausrüstung von Thomas Schäfer wolle er dann den Rand der Steilwand bearbeiten.
Der helle Kalkstein ist bereits an vielen Stellen wieder deutlich sichtbar. Die Jugendlichen entfernen den Bewuchs auf Augenhöhe, die Erwachsenen arbeiten mit Heckenschere und Motorsäge. Bäume werden gefällt, Reisig zerkleinert und verbrannt. Hinter dem Steinbruch erstreckt sich ein aufgelassener Weinberg mit Metallpfosten, Drähten und anderem. Auch er soll aufgeräumt werden, denn solche Weinberge, erklärt Hans-Martin Flinspach seien Krankheitsherde für Pilzinfektionen, die sich auf die übrigen Weinberge ausbreiteten. Bereits vor rund zehn Jahren habe die WBB den Antrag gestellt, solche Weinberge abzuräumen, aber der Antrag sei bisher nicht ausreichend umgesetzt, berichten die beiden Gemeinderäte.
Heute soll die Arbeit im Steinbruch weitestgehend zum Abschluss gebracht werden. Es sei wichtig, dass dies noch im Januar geschehe, bevor bereits im Februar die Vegetationsperiode einsetze, erklärt Flinspach. Abschließend soll ein Bagger die Wurzelstöcke des Holunders entfernen, um ein schnelles Nachwachsen und erneutes Zuwuchern zu verhindern. Zugleich werde damit auch der Steinriegel am Fuß der Eingangsböschung als Wohnraum für Eidechsen und Schlingnattern freigelegt.
Vorerst sei ein Zeichen gesetzt. Für eine dauerhafte Pflege trägt sich die WBB mit dem Gedanken, eine Patenschaft zu übernehmen. Dazu bedürfe es natürlich genügend Mitstreiter, zugleich sei das aber auch eine gute Gelegenheit zur Integration von Neubürgern. Die Bürger müssten sich in Zukunft ohnehin darauf einstellen, wesentlich mehr ehrenamtliches Engagement als bisher zu übernehmen. Denn angesichts der Haushaltslage müsse die Fragestellung lauten: Was kann ich für meine Gemeinde tun? – und nicht umgekehrt. Seitenanfang | Seite drucken |