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Finale Fanblock SVG

Donnerstag, 19.01.2012

Der SV Germania hat zum zweiten Mal die Meisterschaft nach Weingarten geholt

„Hier regiert der SVG“ - Ein Traum wurde wahr: Der SV Germania ist zum zweiten Mal deutscher Mannschaftsmeister. Mit einem in dieser Höhe nicht erwarteten Sieg über den – ebenso wie geachteten als auch gefürchteten - Gegner KSV Köllerbach hat der Verein eindrucksvoll...


...sein Leistungsvermögen unter Beweis gestellt und mit einer bärenstarken Endrunde das gesteckte Ziel erreicht.

Rund 500 Fans waren zum Auswärtskampf in die Sporthalle nach Homburg gereist und haben vom ersten Moment an klar gemacht: „Hier regiert der SVG“.

In einer Halle, die außer einer enormen Zuschauerfülle nichts zu bieten hatte, was eines Finales würdig gewesen wäre, erwischten die Weingartener Ringer einen fulminanten Start.

„Unser Lukas hat sich dieses Jahr enorm gut entwickelt und ist jetzt über sich hinausgewachsen“ schwärmte Liz Arheit voll Begeisterung. Und als Taha Akgül seinen Schwergewichtsgegner einigermaßen düpierte, antworteten die Germania-Ränge mit tosendem Gebrüll. Bereits zu diesem Zeitpunkt schien dem Gegner das Genick gebrochen zu sein. „Lukas hat den Zug in Fahrt gebracht, die anderen haben Dampf gemacht und das Ding ist ins Ziel gerollt“ brachte es Trainer Frank Heinzelbecker auf den Punkt.

Dass das Ding tatsächlich dieses Ziel erreichen würde, hatten die meisten Fans im Vorfeld nicht mit tiefster Überzeugung geglaubt, doch nun waren alle Zweifel verflogen.

Oliver Hassler stand auf der Matte. In einem sehr zähen Kampf zeigte der neue Publikumsliebling das Wort „Niederringen“ in seiner besten Bedeutung. Die Fans auf der Tribüne litten spürbar mit: „Oli, Oli“ skandierten sie. In der Halbzeitpause herrschte nur noch Optimismus. „Wir gewinnen, das ist keine Frage“ war die Parole. Und es ging weiter.

Punkt für Punkt arbeiteten sich die Germanen voran auf dem Weg, mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung das große Ziel zu erreichen. Der überragende Teamgeist war übrigens schon vor Kampfbeginn ihrem Kreis anzumerken gewesen. Noch nie war der Kreis so eng und fest zusammengestanden, noch nie die Fäuste so entschlossen gereckt.

Adam Juretzko betrat die Matte, der große Kämpfer, ältester und erfahrenster Germane. Zwei Runden lang ein totaler Wirbel: Viererwertung, Fünferwertung, Wahnsinn. Herzschlag: In der dritten Runde brach er ein. Nicht auszudenken, wenn dieser Kampf doch noch verloren gegangen wäre. Wieder einmal mehr hätte Laszlo, der schon so oft die Kohlen aus dem Feuer geholt hatte, es richten müssen.

Den Fans auf der Tribüne stockte der Atem. Aber – der alte Fuchs im Griechisch-römisch ging auf Biegen und Brechen darauf aus, die Wahl der Bodenlage zu haben und erreichte auf diese Weise mit einer nichttechnischen Wertung den alles entscheidenden Punkt in diesem Kampf.

Der Sack war zu, der Jubel unbeschreiblich. Die Fans stürmten die Matte, die Ringer lagen sich in den Armen, Konfetti ergoss sich über alles, es war ein mehr als erlösender und berauschender Augenblick.

Der SVG hatte den KSV Köllerbach verdient besiegt und sich den Titel echt erarbeitet. „Einen Titel zu verteidigen, ist viel schwieriger als ihn zum ersten Mal zu erreichen. Weingarten hatte mit einer üblen Erwartungshaltung zu kämpfen. Darum wiegt dieser Meister viel mehr als der erste“ meinte Christoph Lother am Ende.

Als sehr faire Geste gratulierten die Köllerbacher Ringer den Germanen noch vor der Pokalübergabe. Diese verlief dann etwas unspektakulär, wurde aber von den Weingartener Ringern umso mehr gefeiert. Juretzko war der Held des Tages und Ralph Oberacker, der glücklichste Mann in der Halle.

Bei der anschließenden Meisterfeier in der Kleiberit-Arena wurden die Sportler geehrt und ihre Leistungen gewürdigt. Bürgermeister Eric Bänziger hatte den BNN schon vorher mitgeteilt, er sei „hocherfreut über diesen Sieg. Das Ergebnis ist gigantisch, das war absolut nicht kalkulierbar. Unsere Ringer haben den Gegner geradezu deklassiert. Dieser Sieg unterstreicht die Leistung der vorigen Saison und zeigt, dass der Titel 2011 keine Eintagsfliege war.“

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