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2. Steinbruchaktion WBB

Donnerstag, 22.12.2011

Die Renaturierung des alten Steinbruchs wird fortgesetzt

Zweiter Großeinsatz der WBB - Eine Motorsäge kreischte, Flammen prasselten, Holz knackte hörbar laut. Mehr als ein Dutzend Mitglieder und Freunde der Weingartener Bürgerbewegung waren beim zweiten Einsatz der Pflege-aktion im alten Steinbruch voll in Aktion.


Die WBB hat sich zum Ziel gesetzt, den aufgelassenen Steinbruch am Kirchberg als ökologisches Kleinod zu renaturieren und für die Öffentlichkeit sichtbar zu machen. Der Steinbruch war vor fast 50 Jahren stillgelegt und nach und nach zugewachsen und vermüllt worden. Im Oktober hatte die WBB zum ersten ARbeitseinsatz aufgerufen.

Mehrere Anhänger von Schrott, Altmetall und Müll wurden entsorgt. Nun fand am Samstag der zweite Einsatz statt. Unter der fachmännischen Leitung von Hans-Martin Flinspach galt es, Unmengen von dürrem Reisig, totes Holz, auch einige morsche Weinbergpfähle und sonstiges Gestrüpp zu beseitigen.

Bürgermeister Eric Bänziger, der die Pflegeaktion sehr begrüßte, hatte im Vorfeld einige dicke Stämme durch den Forstbetrieb fällen lassen. „Diese Arbeit wäre für uns zu gefährlich gewesen“ erklärte Flinspach. Für die freiwilligen Helfer blieb, die liegenden Stämme zu zerkleinern und das noch brauchbare Holz nach draußen zu bringen. „Insgesamt vielleicht gerade noch ein Ster“ war zu hören und ein kräftiger Fußtritt gegen einen Stamm zeigte schon, wie morsch und schwammig das meiste Holz bereits war.

Ökologisch bringe das auch für die Totholzbewohner nichts mehr, erklärte Flinspach, denn auch für diese sei das Holz zu morsch und zu feucht. So war es am sinnvollsten und letztendlich sparsamsten, das wertlose Zeug an Ort und Stelle zu verbrennen. Es bedurfte einiger Mühe aber mit Geduld und Geschick gelang es schließlich, eine Glut zu entwickeln und das Feuer zum Lodern zu bringen.

In einem dritten und vielleicht vierten Arbeitseinsatz Anfang nächsten Jahres sollen auch die Wände noch freigelegt werden. Unmengen von Efeu müssen beseitigt werden, um den Muschelkalk wieder an Licht und Luft zu bringen.

Als sich ein Sonnenstrahl zwischen die steilen Wände verirrte, wurde ein erster Eindruck sichtbar, wie der neue Lebensraum für Eidechsen, Schlingnattern und andere wärmeliebende Fauna einmal aussehen könnte.

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