GEMEINDE WEINGARTEN / BADEN

Logo Weingarten
Gemeinde Weingarten

Marktplatz 2
76356 Weingarten
Tel.: 07244 / 7020-0
gemeinde@weingarten- baden.de

Gemeindenachrichten

Adventsbilder Fränk. Hof

Mittwoch, 21.12.2011

Adventsbilder am Fränkischen Hof

Eigentlich müssten sie jedem Passanten in der Bahnhofstraße, der den Blick nicht nur gesenkt hält, auffallen. Große, leuchtend farbige Motivtafeln, die seit vielen Jahren in den Adventswochen hoch oben an der Giebelseite des „Fränkischen Hofs“ hängen.


Sie zeigen in bildlicher Darstellung die vier Teile der Weihnachtsgeschichte. Jeden Sonntag im Advent kommt eine dazu: Die Verkündigung des Engels, Maria und Josef auf Herbergssuche, die Verkündigung von Jesu Geburt den Hirten, die Geburt Jesu in einem Stall.

Die Besitzer des Anwesens, Professor Heinz Trauboth und seine Ehefrau Anni haben die Bilder von dem zwischenzeitlich verstorbenen Karlsruher Maler Walter Pils auf eigene Kosten anfertigen lassen. Trauboths Absicht war damals – und ist heute noch – ein Gegengewicht zu setzen.

Die profane und konsumorientierte Interpretation der Weihnacht widerstrebt dem gläubigen Christen, denn das eigentliche Geschehen bleibe außen vor. Anstelle fensterkraxelnder Gesellen im roten Gewand sollen ästhetische und aussagekräftige Bilder vom Wesentlichen kündigen und Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Leider geschieht das seiner Meinung nach viel zu wenig. Um seiner Absicht Nachdruck zu verleihen, hat der Professor für Informatik neben dem Hoftor Texttafeln angebracht.

Diese Texte sprechen nicht nur von den Darstellungen auf den vier Tafeln, sondern beinhalten Erläuterungen über die Bedeutung von Weihnachten geistlich und weltgeschichtlich. Warum wurde beispielsweise Christus genau zu diesem Zeitpunkt geboren? Weil es eine weltgeschichtlich einzigartige Zeit war und Bethlehem in dem markanten Schnittpunkt von drei mächtigen Hochkulturen lag: den Römern, den Juden und den Christen. Geistlich bedeute Weihnachten, dass Gottes Menschwerdung nicht nach menschlichen, sondern nach göttlichen Maßstäben geschehe, die dem Verstand des Menschen nicht zugänglich seien, sondern sich nur über den Glauben offenbaren. Trauboth stellt Islam und Christentum als gegensätzlich dar und bezieht sich dabei auf den bekannten katholischen Theologen Hans Küng.

Er wolle mit seinen Aussagen zur Diskussion anregen, sagt er. Er wünsche sich eine aktive Auseinandersetzung seitens der Vorübergehenden mit dem Inhalt der Bilder, der Texte und damit des bevorstehenden Festes. Die rund 80 Zentimeter breiten und annähernd quadratischen Bildtafeln sind mit einer komplizierten Vorrichtung angebracht und werden nachts beleuchtet.

Seitenanfang | Seite drucken

© 2012 Gemeinde Weingarten / Baden