Gemeindenachrichten Dienstag, 22.11.2011 Florian Streich musizierte in der evangelischen Kirche„Tod und Vergänglichkeit“ war das jüngste „Kleine Konzert“ betitelt, zu dem dieses Mal mehr Menschen den Weg gefunden hatten als sonst üblich. Zu hören war der Cellist Florian Streich, ein gebürtiger Weingartner, 25 Jahre alt, aber „einer, auf den Weingarten stolz sein kann“.
Ein Studium an der Musikhochschule in Frankfurt, mehrere Meisterkurse bei namhaften Professoren, ein Engagement beim Barockorchester „Camerata Vivaldi“ und...
...jeweils den ersten Preis beim renommierten „Parkhouse Award" in London und dem „Charles Hennen Concours“ in Heerlen, Niederlande, mit dem „Notos Quartett“ sprechen für sich. Mit letzterem war er in 2010 bei den „Weingartner Musiktagen“ zu hören.
Das Konzert begann und endete mit Johann Sebastian Bachs Suite für Violoncello Solo, C-Dur. Sie gehört zu den bedeutendsten und meistgespielten Stücken für Streichinstrumenten und gilt als „Prüfstein für jeden Cellisten“. Mit ungeheurer Konzentration, innerem Engagement und Ausdrucksintensität brachte Florian Streich den Gehalt dieser Musik zur Wirkung.
Eberhard Blauth las tiefschürfende Gedichte vom Tod. Sterben als Verlassen, als Vergänglichkeit des irdischen Daseins und zugleich die Brücke in das ewige Leben. Besonders zum Ausdruck kam Letzteres bei Rabindranath Tagore, einem Lieblingsschriftsteller Blauths.
Im weiteren war ein Stück für Violoncello solo des Amerikaners George Crumb zu hören, eine sehr dramatisch aufgebaute Komposition. Florian Streich meisterte die schwierige, temporeiche und höchst anspruchsvolle Musik mit ganzem Einsatz. Körper und Mimik arbeiteten mit, der junge und doch schon erfahrene Musiker war dem inhaltsschweren Stück handwerklich und emotional bestens gewachsen. Ein nahegehendes und berührendes Konzert gab dem Totensonntag einen versöhnlichen Abschluss. Seitenanfang | Seite drucken |