Gemeindenachrichten Freitag, 18.11.2011 Ein würdiger Platz für ein UrnenbegräbnisPaul Sebold ist Weingartener Schreiner und seit Jahrzehnten Bestattungsunternehmer. Viele Weingartener wurden in einem Sarg aus seiner Werkstatt zu Grabe getragen, in den letzten Jahren in zunehmender Zahl auch in einer Urne.
Diesem Umstand wollte die Familie Sebold Rechnung tragen und das Urnenbegräbnis auf ein anderes Niveau stellen. Bisher wurde die Urne auf einem weiß gedeckten Tisch aufgestellt, nun hat Paul Sebold ihr einen eigenen würdigen Platz gegeben.
In seiner Werkstatt hat der Schreinermeister ein hohes, rundes Tischchen angefertigt. Er hat dazu helles Ahornholz in Segmente geschnitten, ein jedes etwa acht Zentimeter breit und leicht gebogen. Diese Segmente, konisch geschnitten, liegen um einen runden Stamm und machen die Oberfläche perfekt kreisrund.
Ein Kreuz, abgesetzt in dunklem Zwetschgenbaum, verweist unverkennbar auf den Zweck der ebenso schlichten wie schönen und edlen Handwerksarbeit. Ein Zwischenstück im selben Farbton trennt den Stamm von der Platte.
Die Platte selbst ist aus einem Stück geschnitten und gedreht. Die Kante ist leicht abgerundet, das lässt sie leicht erscheinen, so wie das Ganze – obwohl aus massivem Holz - dennoch zierlich wirkt. Rollen unter der Bodenplatte erleichtern das handling, wenn das Tischchen nicht gebraucht wird.
Familie Sebold hat das Urnentischchen der Gemeinde geschenkt. In der Friedhofskapelle steht es nun. Aufgestellt zwischen den hohen Kerzenständern ist es ein würdiges Stück, ein Platz, der die Urne hebt, sie deutlich sichtbar macht bis in die letzte Reihe, ästhetisch in der Form, wertschätzend im Zweck. Seitenanfang | Seite drucken |