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Rathaus-Team Ortsbaumeister

Donnerstag, 10.11.2011

„Geht Dir Rat aus, geh ins Rathaus“ lautet die Inschrift auf dem Weingartener Rathaus

Tatsächlich ist Ihr Rathaus ein modernes Dienstleistungszentrum, in dem freundliche und kompetente Ansprechpartner Ihnen in Ihren persönlichen Angelegenheiten als Bürger Auskunft geben und weiterhelfen können.

Darüber hinaus erfordert die Verwaltung einer knapp 10.000 Einwohner großen Kommune einen Stab von qualfizierten Mitarbeitern in verschiedenen Sachgebieten.


Wir laden Sie ein zu einem Besuch im Rathaus und werden Ihnen an dieser Stelle in lockerer Reihenfolge die dort arbeitenden Menschen und deren jeweiliges Aufgabengebiet vorstellen.

Das Bauamt: Oliver Leucht und Udo Schneidewind

Alles was mit Bauen im weitesten Sinn zu tun hat, sowohl Neues als auch was zu reparieren ist, läuft über das Bauamt.

Udo Schneidewind ist seit 1999 bei der Gemeinde beschäftigt. In den Aufgabenbereich des staatlich geprüften Bautechnikers (Fachrichtung Hochbau) und Zimmerermeisters fallen sämtliche Unterhaltungsarbeiten der gemeindeeigenen Häuser und Straßen. Im täglichen Geschäft bedeutet dies:

Wenn Udo Schneidewind morgens das Bauamt im 2. OG des Rathauses betritt, schaut er als erstes in den Posteingang seines Computers. Liegt nichts Besonderes an, so arbeitet er das Tagesgeschäft ab, das jahreszeitlich unterschiedlich ausfällt. So waren im Frühjahr beispielsweise zahlreiche Frostaufbrüche in den Asphaltdecken zu beseitigen. Für die täglich anfallenden Aufgaben steht der stellvertretende Bauamtsleiter in engem Kontakt mit dem Bürgerbüro, das ihm die eingehenden Meldungen der Bürger weiterleitet, und dem Bauhof in engem Kontakt. Mit dessen Leiter, Rüdiger Fetzner, hat Udo Schneidewind einen festen täglichen Besprechungstermin. Für die Bearbeitung größerer Maßnahmen bedarf es gegebenenfalls eines externen Handwerkersbetriebes.

Eine nicht unbedeutende Rolle spielen Arbeiten im Wasser- und Abwasserbereich. Sind Grabarbeiten erforderlich, um eine defekte Rohrleitung zu reparieren, so wird das Loch nach Reparatur durch die Mitarbeiter des Bauhofes zunächst provisorisch wieder mit Schotter verfüllt, die Asphaltdecke wird dann später „im Paket“ aufgebracht.

Auch der Unterhalt der öffentlichen Gebäude sowie der gemeindeeigenen Wohnungen fällt unter seine Zuständigkeit. Hier reicht sein Arbeitsbereich von der Ausschreibung über die Begleitung der Bauphase bis zur Abrechnung, falls erforderlich von externen Fachingenieuren bzw. Architekten unterstützt. Doch ist er genauso gefordert, wenn eine Lampe ausfällt, eine Toilette verstopft ist, ein Schloss klemmt … Der Arbeitsplatz von Udo Schneidewind ist der Knotenpunkt zwischen Hausmeister, Bauhof und ausführender Firma.

Oliver Leucht ist Architekt und seit dem 1. September der neue Ortsbaumeister. In seiner Position als Leiter des Bauamtes bildet er die Schnittstelle zwischen dem Gemeinderat mit seinen beratenden und beschließenden Ausschüssen, dem Bürgermeister, Kämmerer und Hauptamtsleiter, sowie den beauftragten Planungsbüros und Firmen.

Seine Arbeitswoche beginnt mit der Amtsleitersitzung am Montagmorgen. Dort wird Rückblick auf die vergangene und Vorausschau auf die kommende Woche gehalten. Aus dieser Sitzung ergeben sich die vom Gemeinderat bzw. den Ausschüssen zu beratenden Themen. Die Verwaltung erarbeitet Entscheidungshilfen in Form von Informationen als Tischvorlagen oder Powerpointpräsentationen.

Ein Schwerpunkt im praktischen Bereich ist die Prüfung der Entwässerungsanträge, denn ein Bauantrag wird vom Landratsamt geprüft, die Kontrolle der Entwässerung jedoch liegt im Aufgabenbereich der Gemeinde. Sind die Leitungen groß genug, um alle Zuflüsse aufzunehmen? Ist das Abwasser richtig angeschlossen? Steht eine Umstellung auf Trennsystem an?

Erschließt die Gemeinde ein Neubaugebiet, so vertritt der Bauamtsleiter die Interessen der Gemeinde und ist erster Ansprechpartner für den privaten Bauherrn und dessen Architekten. In der Bauleitplanung legt die Gemeinde in Absprache mit dem Gemeinderat die Ziele und den Charakter der künftigen Bebauung fest – Größe, Grad der Verdichtung und ähnliches, die dann im Bebauungsplan zusammengefasst werden.

Neben der Planung neuer Baugebiete befasst sich das Bauamt mit den zahlreichen privaten Bauvorhaben wie z. B. dem Einbau einer Dachgaube, eines Carports, eines Balkons und vieles mehr. Über jedes Bauvorhaben wird der Ortsbaumeister durch die Mitarbeiter des Bauamtes informiert.

Baut die Gemeinde selbst, so obliegt ihm die Planung, die Kostenkontrolle und Koordination der Fachingenieure sowie die Überwachung, ob die Vorgaben, sowohl gesetzliche (z.B. Brandschutztüren) als auch planerische (z. B. ein Materialraum im Kindergarten) umgesetzt werden.

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