Gemeindenachrichten Freitag, 28.10.2011 125 Jahre GV Frohsinn WeingartenIn seinem Jubiläumsjahr präsentiert der Verein ein großes Galakonzert. Am 8. Oktober war die Walzbachhalle in Weingarten bis auf den letzten Platz besetzt,...
...denn der zweitälteste Verein am Ort hatte anlässlich seines Jubiläums zu einem Konzert mit weltbekannten Meisterwerken aus Oper und Operette eingeladen.
Dass so viele Besucher der Einladung gefolgt waren ist sowohl ein Kompliment an das kunstsinnige Weingartner Publikum als auch ein Zeichen dafür, wie weitreichend der "Frohsinn" in unserer Gemeinde verwurzelt ist.
Chordirektor Alexej Burmistrov war es gelungen das 60-köpfige Sinfonieorchester „Con Fuoco“ aus Bietigheim bei Rastatt zu verpflichten und in einer einzigen Generalprobe (!) mit unserem Chor zu einem eindrucksvollen Klangkörper zu verschmelzen. Damit war die Voraussetzung gegeben, ein großes Konzert mit einem weitgefächerten Programm zu präsentieren. An seinem Anfang standen Auszüge aus der „Zauberflöte“ und „Figaros Hochzeit“ von Mozart, dem der Frohsinn bereits 2006 zu seinem 250sten Geburtstag ein eigenes Konzert gewidmet hatte. Nach dem Priesterchor, vorgetragen vom Männerchor und „Bald prangt den Morgen“ vom Frauenchor, beide aus der Zauberflöte, hatte Marielle Mieden Gelegenheit mit ihrem ausdruckstarken Sopran in „De vieni non tardar“ ihr Können zu beweisen und das Publikum für sich einzunehmen. In die Romantik entführte der Männerchor mit dem Jägerchor aus Webers „Freischütz“ und dem Steuermannslied aus Wagners „Fliegender Holländer“. Der vokale Trommelwirbel des Rataplan aus Verdis „Die Macht des Schicksals“ begleitete das temperamentvolle Mezzosopran-Solo von Uljana Nesterova. Mit dem Liebesduett „Parigi o cara“ aus Verdis „La Traviata“ durften sich Marielle Mieden und Alexej Burmistrov stimmlich anhimmeln. Die große Spannweite der Gefühle des italienischen Meisters zeigte sich auch im Triumphmarsch aus „Aida“ und der Verzweiflung des Gefangenenchors aus „Nabucco“.
Der zweite Teil des Konzertes galt überwiegend der Operette und wurde vom Orchester – in Abweichung vom gedruckten Programm – mit den „Pini di Roma“ von Ottorini Respighi eingeleitet. Die mitreißende Habanera aus Bizets „Carmen“ gab Uljana Nesterova Gelegenheit auch ihr mimisches Talent zu zeigen. Dagegen verbreitete der Mondchor aus den „Lustigen Weibern von Windsor“ von Nicolai friedvolle Ruhe. Mit seinem klangvollen Tenor interpretierte Hans Gros das wehmütige Wolgalied aus dem „Zarewitsch“ von Franz Lehar und Marielle Mieden glänzte ein zweites mal mit „Spiel mir das Lied“ aus der „Venus in Seide“ von Robert Stolz. Nach dem stimmungsvoll à-capella gesungenen Abendglocken-Chor aus „Das Nachtlager von Granada“ von Kreutzer folgte das schwungvolle Finale mit dem berühmten Donauwalzer von Johann Strauß
Das Publikum dankte allen Mitwirkenden mit herzlichem Beifall für dieses gelungene Galakonzert. Unser Dank gilt aber auch den zahlreichen „unsichtbaren“ Helfern, die unermüdlich für die Technik, Dekoration, Logistik und die Bewirtung der Besucher gesorgt haben. Der Einladung von Vorstand Helfried Mieden zu einem geselligen Ausklang ist die große Mehrzahl der Gäste gerne gefolgt. W.S. Seitenanfang | Seite drucken |