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Rathausmitarbeiter_Wassermeister

Freitag, 30.09.2011

„Geht Dir Rat aus, geh ins Rathaus“ lautet die Inschrift auf dem Weingartener Rathaus

Tatsächlich ist Ihr Rathaus ein modernes Dienstleistungs-zentrum, in dem freundliche und kompetente Ansprechpartner Ihnen in Ihren persönlichen Angelegenheiten als Bürger Auskunft geben und weiterhelfen können.


Darüber hinaus erfordert die Verwaltung einer knapp 10.000 Einwohner großen Kommune einen Stab von qualfizierten Mitarbeitern in verschiedenen Sachgebieten. Wir laden Sie ein zu einem Besuch im Rathaus und werden Ihnen an dieser Stelle in lockerer Reihenfolge die dort arbeitenden Menschen und deren jeweiliges Aufgabengebiet vorstellen.

Der Wassermeister - Axel Langendörfer und sein Stellvertreter Ronny Bender

Vor zehn Jahren hat die Gemeinde Weingarten an der Jöhlinger Straße eine Wasseraufbereitungsanlage errichtet, die das Wasser aus der Quelle Schmalenstein enthärten und zugleich den Nitratgehalt reduzieren soll: Die Carix-Anlage. Die Pflege und Überwachung dieser Anlage ist eine der Aufgaben der beiden Wassermeister Axel Langendörfer und Ronny Bender. Hier befindet sich ihr Arbeitsplatz.

Normalerweise läuft diese Anlage selbsttätig und vollautomatisch. Hier gilt es lediglich, Verschleißteile zu überprüfen und gegebenenfalls zu warten. Das sind Pumpen, Klappen, Kompressoren und anderes. Auch hier gilt, wie grundsätzlich in diesem Job, dass sich viel Unvorhergesehenes ereignet, was das Tagesgeschehen beeinflusst.

Der Tag beginnt um 6.45 Uhr mit der Kontrolle der verschiedenen Bildschirme. Das Diagramm „Wasserverbrauch“ ist eine Kontrolle, ob alles im Normalbereich verläuft. Hierbei sind verschiedene Faktoren zu berücksichtigen, beispielsweise gibt es am Abend eines heißen Tages einen Spitzenwert, weil die Bürger ihre Gärten gießen. Ist ein Verbrauchswert jedoch unerklärlich hoch, so könnte das ein Hinweis auf einen Rohrbruch sein. „Rohrbrüche sind ein Thema“ sagt Axel Langendörfer. Das Weingartener Leitungsnetz sei nicht mehr das neueste, beispielsweise liegt die Leitung in der Burgstraße seit 1906. Belastungen und Erschütterungen durch den Verkehr oder Frosteinwirkungen können dann zu Bruchstellen führen. Liegt es nahe, dass es sich um einen Rohrbruch handeln könnte, wird eine Firma beauftragt, die die genaue Stelle ausfindig macht. Ist das Leck gefunden, so repariert die Gemeinde selbst.

Um 7.30 Uhr werden die vier Hochbehälter abgefahren, die außerdem zwei mal jährlich gereinigt werden müssen. Alle Pumpen werden kontrolliert und auf Undichtigkeiten überprüft, danach wird das Tagesgeschäft fortgesetzt. Dieses besteht hauptsächlich in Kontrolle und Überwachung. Ist alles in Ordnung, so funktioniert alles von selbst. Wenn nicht, müssen die Experten eingreifen. Tagtäglich kontrollieren sie straßenweise das Leitungsnetz, die Hydranten und die Schieber der Hausanschlüsse. Im Notfall kann durch den Schieber ein Hausanschluss abgesperrt werden, um eine Überschwemmung im Gebäude zu verhindern. Auch der Anschluss neuer Anlagen – beispielsweise wurden am Baggersee neue WCs installiert – gehört ebenso zu ihren Aufgaben wie gelegentliche Installationsarbeiten in der Schule, der Walzbachhalle oder anderen öffentlichen Gebäuden.

Zum Bürgerservice gehört auch das Setzen und Auswechseln der Wasseruhren, die Bereitstellung von Bauwasser und die Rufbereitschaft. Täglich gehen Anrufe von Bürgern über das Diensthandy ein. Nicht immer sind es Notfälle, manchmal auch nur Fragen.

Ferner kommen Besprechungstermine im Rathaus dazu. Beispielsweise stehen die Planungen für den Bau eines neuen Hochbehälters auf der Setz im Raum und bei diesen Besprechungen sollte der Wassermeister und sein Stellvertreter ebenfalls dabei sein, um mit ihrer Kenntnis und ihren Erfahrungen das Planungsbüro zu unterstützen.

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