Gemeindenachrichten Donnerstag, 01.09.2011 „Geht Dir Rat aus, geh ins Rathaus“, lautet die Inschrift auf dem Weingartener Rathaus.Tatsächlich ist Ihr Rathaus ein modernes Dienstleistungs- zentrum, in dem freundliche und kompetente Ansprechpartner Ihnen in Ihren persönlichen Angelegenheiten als Bürger Auskunft geben und weiterhelfen können.
Darüber hinaus erfordert die Verwaltung einer knapp 10.000 Einwohner großen Kommune einen Stab von qualfizierten Mitarbeitern in verschiedenen Sachgebieten. Wir laden Sie ein zu einem Besuch im Rathaus und werden Ihnen an dieser Stelle in lockerer Reihenfolge die dort arbeitenden Menschen und deren jeweiliges Aufgabengebiet vorstellen.
Steueramt und Gemeindekasse:
Seit 2009 arbeitet Julia Link im Steueramt und ist dafür zuständig, die gemeindeeigenen Steuern wie z.B. Grundsteuer, Gewerbesteuer Hundesteuer und auch Vergnügungssteuer zu erheben.
So zahlt beispielsweise jeder Haus- bzw. Wohnungseigentümer Grundsteuer. Dies wird auf Grundlage eines so genannten „Grundsteuermessbescheides“ des Finanzamtes berechnet. Das Finanzamt gibt den „Messbetrag“ vor und dieser wird dann mit dem gemeindlichen Hebesatz multipliziert. Dem Eigentümer ergeht dann ein entsprechender Bescheid, der für mehrerer Jahre Gültigkeit hat. Ähnlich verhält es sich mit der Gewerbesteuer. Auch die Hundesteuer zu erheben, gehört zu ihren Aufgaben. Jeder Hundebesitzer zahlt grundsätzlich Hundesteuer. Unterschieden wird z.B. bei Kampfhunden, diese zahlen die doppelte Höhe an Steuern. Alle zwei Jahre bekommen die Hundebesitzer eine neue Hundemarke, die belegt, dass der Hund zur Steuer angemeldet ist.
Ferner fällt die Verwaltung der Mietkonten und der gemeindeeigenen Häuser in Ihre Zuständigkeit, ebenso der Pachtzinsen für von der Gemeinde verpachtete Grundstücke.
Wollen Sie dagegen kein Haus zum Wohnen mieten und keine Fläche pachten, sondern brauchen Sie nur bestimmte Räume für eine sportliche oder kulturelle Veranstaltung, so ist Andrea Ritter die richtige Ansprechpartnerin. Sie vermietet die großen Hallen in Weingarten – Walzbachhalle, Kleiberit-Arena und andere und koordiniert die Terminswünsche der Vereine wegen Trainingszeiten. Das bedeutet, hunderterlei Sachzwänge „unter einen Hut“ zu bringen: erste Priorität vor allen Vereinen hat der Sportunterricht der Schule. Danach kommen die Vereine, die ständige Übungsstunden buchen wollen. Diese sind wiederum von den Spielplänen ihrer Dachverbände abhängig. Dieser Belegungsplan steht dann in der Regel für das ganze Jahr. Sonderveranstaltungen außer der Reihe müssen dann in dieses Schema eingearbeitet werden. Hier haben Vereine, die ein Jubiläum feiern wollen, Vorrang. Mit jedem einzelnen Verein schließt Andrea Ritter einen eigenen Mietvertrag, den sie monatlich abrechnet.
Andrea Ritters zweites Standbein ist die Wasserabrechnung. Die Bürger bekommen am Jahresende Karten zugesandt, auf denen sie den momentanen Stand ihrer Wasseruhr eintragen, die Karten werden maschinell ausgelesen und die Ergebnisse in das Wasserprogramm der Gemeinde eingegeben. Fällt ihr dabei eine seltsame Zahl auf, die nicht stimmen kann, fragt sie bei den Hauseigentümern nach. Landwirte, die noch Vieh im Stall haben, können das Wasser, das ihre Tiere verbrauchen, geltend machen. Die entsprechende Summe wird von den Abwasserkosten abgezogen.
Ziehen Bürger neu nach Weingarten, gibt es einen Eigentumswechsel bei Haus oder Wohnung oder einen Leerstand, muss das der Gemeinde gemeldet werden, damit der Wasserverbrauch korrekt abgerechnet werden kann. Dasselbe gilt beispielsweise für eine Änderung der Rechnungsanschrift. Auch das Wasser, das beispielsweise die Gipser oder Maurer für einen Neubau brauchen, ist nicht kostenfrei, obwohl die neuen Bürger noch gar nicht in Weingarten wohnen. Für die Zeit zwischen Baubeginn und dem Einbau der Wasseruhr – die Daten bekommt Andrea Ritter vom Ortsbauamt – erhebt sie einen pauschalen „Bauwasserzins“.
Melanie Leibold ist seit 2001 bei der Gemeinde Weingarten beschäftigt und arbeitet in der Gemeindekasse. Die gesamte Palette der eingehenden und auszuzahlenden Beträge geht über ihren Tisch. Es fängt beispielsweise an mit den Eintrittsgeldern ins Hallenbad. Der Kassenautomat registriert jeden Einzelzahler. Einmal in der Woche erhält Melanie Leibold einen Ausdruck, wie viel Eintrittsgelder in diesem Zeitraum eingegangen sind. Sodann kommen die eingehenden Steuern und Gebühren – Grundsteuer, Wasser, Hundesteuer und andere. Fast alles geht mittlerweile per Überweisung oder Lastschrifteinzug, aber es gibt auch noch einige wenige Barzahler. Auch ganz große Rechnungen kommen bei ihr zur Auszahlung, beispielsweise Handwerkerrechnungen bei einer Großbaumaßnahme. Diese gehen im Bauamt ein, werden dort geprüft, abgezeichnet und ihr zur Erledigung vorgelegt. Seitenanfang | Seite drucken |