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Musiktage 2011

Mittwoch, 31.08.2011

Die Weingartner Musiktage stehen vor der Tür

In einem außergewöhnlichen Maß präsentieren sich die „Weingartner Musiktage“ in diesem Jahr als das was sie sein wollen: Ein Podium für den Nachwuchs, auf dem talentierte und ambitionierte junge Musiker gefördert werden. Der künstlerische Leiter, Reinhold Friedrich, erläuterte die Eck- daten des Programms. Friedrich ist gebürtiger Weingartner, Professor für Trompete an der Musikhochschule Karlsruhe und einer der gefragtesten Trompeter der Welt.


Gleich zu Beginn erwartet das verehrte Publikum ein Knaller.

„La Brass Banda“ kommt nach Weingarten, aber dieses Bläserquintett kann nicht mehr als „Nachwuchs“ bezeichnet werden, den es zu fördern gilt. Vielmehr werden die fünf Musiker am 24. September ab 19.30 Uhr den Festplatz mit einem fulminanten Auftritt in ein Meer von Musik, Tanz und gute Laune verwandeln. Das Bild vom Wasserfall transportiert die Eigenheit dieser Gruppe: sie spielen so, wie sie aussehen. Wild, energiegeladen, mit Tempo und Virtuosität. Die Verbindung zu Reinhold Friedrich hält sein Berufskollege, der Tubist Andreas Hofmeir, Musikprofessor am Mozarteum in Salzburg. Karten gibt es im Vorverkauf beim Musikhaus Schlaile

Das Ende des Festivals markiert ein zweiter Paukenschlag.

„Mnozil Brass“, eine siebenköpfige Blechformation kommt aus Wien, gibt zurzeit weltweit bis zu 120 Konzerte im Jahr und spielt „angewandte Blasmusik für alle Lebenslagen“. Für diesen Auftritt in der Walzbachhalle am 15. Oktober sind nur noch wenige Karten über das Kartentelefon des Musikhauses Schlaile zu haben.

Zwischen diesen beiden Säulen spannt sich ein Bogen von musikalischen Beiträgen, getragen von vier Wettbewerben.

Anca Vulpe, deren Künstlersekretariat seit einigen Jahren die Organisation übernommen hat, erläuterten die Quadrologie dieser vier Bewährungsproben, in denen die Besten der Besten sich behaupten können.

Es sind dies „Jugend musiziert“, der in der Region beginnt und die Teilnehmer bis auf Bundesebene selektiert. Die besten Preisträger werden in Weingarten auftreten. Hochkarätig angesiedelt ist der Internationale Musikwettbewerb der ARD in München, einer der renommiertesten und größten Wettbewerbe, bei dem Friedrich selbst schon Preisträger war. 200 Musiker aus aller Welt nehmen jährlich daran teil. Nun steht Friedrich auf der anderen Seite, denn 39 Studenten der verschiedenen Musikhochschulen Deutschlands sind zugelassen, acht davon hat der Trompeter Friedrich selbst ausgebildet und vorbereitet. Der dritte Wettbewerb ist der Deutsche Musikwettbewerb 2011, der im März in Berlin ausgetragen wurde.

Nicht zuletzt hat auch der vierte sich bereits einen Namen gemacht: der Sparda Classic Award. Seit sechs Jahren tritt die Sparda-Bank, als Hauptsponsor des Festivals auf. „Weingarten hat sich zu einer Keimzelle für gute Musik entwickelt“ sagte ihr Pressesprecher Günther Przyklenk. Rund 50000 Euro hätte die Bank in den letzten Jahren investiert, aber „es ist gut angelegtes Geld“.

Außer einer beachtlichen Dotierung erhält der Gewinner des ersten Preises eine wertvolle Skulptur, die der Künstler Willi Gilli vor Jahren in begrenzter Stückzahl geschaffen hat. Die Preisträger werden zusammen mit dem Kammerorchester Weingartener Musiktage an zwei Abenden zu hören sein: am 8. Oktober im „La Scène“ in Pfaffenhofen und am 9. Oktober in der evangelischen Kirche in Weingarten.

Ein zweites außergewöhnliches Merkmal ist in diesem Jahr die ungewöhnliche Zusammenstellung der Instrumente. Instrument des Jahres, dem auch der Wettbewerb gilt, der vom 5. bis 7. Oktober in der evangelischen Kirche ausgetragen wird, ist die Harfe.

Nun wird die Harfe in verschiedenen Konstellationen erklingen:

Zusammen mit – man höre und staune! – einer Tuba. „Elefant und Elfe“ nennt sich das skurrile Konzert, das Andreas Hofmeir auf der Tuba und Andreas Mildner an der Harfe zu Gehör bringen werden. Absolut französisch wird es mit den Streichern des „Amar Quartett“ und der Harfenistin Francoise Friedrich mit Werken dreier französischer Komponisten. Ein Puppentheater mit dem Stück „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ bildet den Beitrag für Kinder. Hans Hachmanns „Musikstunde“ darf auch beim Thema „Harfe“ nicht fehlen und den Abschluss bildet am 16. Oktober ein Liederabend mit einem Gesangsquartett, das ausgewählte Werke von Robert Schumann interpretieren wird.

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