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Wertstoffhof

Donnerstag, 25.08.2011

"Jeder Müll hat seine Tonne" - Wiederverwertbares bitte getrennt und sortiert im Wertstoffhof abgeben

„Holz“, „Papier und Pappe“, „Metalle“ steht auf den Schildern an den Containern zu lesen. Der Wertstoffhof beim Weingartner Bauhof ist ein gefragter Platz, vor allem am Samstagmorgen. Rolf Fischer arbeitet hier.


Der Rentner führt Aufsicht, dass jeder seinen Müll in den richtigen Container bringt. Er beantwortet Fragen und gibt bereitwillig Auskunft. „Ich bin Platzanweiser und Abfallberater in einem“ lacht er.

Im Minutentakt passieren Autofahrer das Schiebetor, öffnen den Kofferraum und laden aus: sperrige Styroporteile von Verpackungen oder ein Bündel gefaltete Kartons. Eine Frau bringt einen Korb mit Grünschnitt, zwei Männer haben einen Anhänger mit Computerteilen. Jetzt wird’s kritisch. „Nur die Rechner“ sagt Fischer, „die Monitore nicht“. Monitore gehören zum Sperrmüll. Die anderen Teile holt eine Recyclingfirma ab. Und die Tastatur? Fischer weist auf einen großen Behälter für „Kleinelektroschrott“. Darin sammeln sich Telefone, Kaffeemaschinen, Videorecorder und mehr. Die Männer sind einsichtig und nehmen die Bildschirme wieder mit.

Nicht immer geht es so friedlich ab. Mitunter muss Fischer auch Anlieferer zurückweisen, weil sie viel zu viel geladen haben. Ein großer Anhänger Grünschnitt beispielsweise gehört auf die Deponie. Bauschutt ist auch nur „in kleinen Mengen“ erlaubt. Was ist eine „kleine Menge?“ Darüber kann sich jeder bereits im Vorfeld informieren, das Mitteilungsblatt veröffentlicht jede Woche, was angeliefert werden darf. Eine „kleine Menge Bauschutt“ ist klar geregelt als „maximal 50 Liter, das entspricht etwa fünf Eimern“. Ebenso verhält es sich mit Haushalts-Batterien. Streng genommen sollten sie dem Schadstoffmobil mitgegeben werden, aber Fischer hat Verständnis für die Probleme: Das Schadstoffmobil kommt mitten unter der Woche für eine Stunde - während der Arbeitszeit der berufstätigen Bürger, beispielsweise von 9 bis 10 Uhr. Darum erlaubt der Wertstoffhof „Batterien in kleinen Mengen“ abzugeben. Auch Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen können im Wertstoffhof abgegeben werden.

Im Container mit „Metall“ findet sich alles von der leeren Blechdose, die einst Kekse enthielt, bis zum ausgedienten Aktenschrank aus Stahl. In den nächsten Container können Holzabfälle eingeworfen werden, aber auch diese nur nach Vorschrift. Beispielsweise alte Küchenmöbel. „Sie müssen auseinandermontiert, die Griffe abgeschraubt und die Metallschienen entfernt sein“, erklärt Rolf Fischer. „98 Prozent der Anlieferer machen es richtig, fragen höflich und sind freundlich“ sagt er, „aber wie überall gibt es halt auch hier ein paar schwarze Schafe“. Er kann seine Augen nicht überall haben. In einem unbemerkten Moment liegt plötzlich ein Sack Hausmüll im Papiercontainer. Bemerkt er den Übeltäter und spricht ihn an, muss er mit einer patzigen Antwort oder Beschimpfungen rechnen. „Aber sonst macht mir die Tätigkeit Freude“ sagt Fischer. Zwischen 100 und 120 Kunden kommen samstags zum Wertstoffhof, manche kommen jede Woche, die kenne ich schon.“

Auf jeden Fall ist zu beachten, dass kein Hausmüll angeliefert und angenommen werden darf.

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