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Liedernachmittag 2011

Donnerstag, 18.08.2011

Ein halbes Leben lang Singen für Kinder in Not

Seit über 30 Jahren singt der Weingartner Tenor Helmut Seidel für Kinder in Not und seit 25 Jahren gibt er Konzerte zur Unterstützung der SOS-Kinderdorf-Idee. Am Sonntag gaben sich erneut zehn Mitwirkende in der evangelischen Kirche...


...ein Stelldichein, um mit gesanglichen und instrumentalen Beiträgen Herzen zu bewegen und eine Spendenkasse zu füllen.

Von Mal zu Mal gelingt es Helmut Seidel, weitere Künstler zur Mitwirkung zu gewinnen, aber einer ist seit über 20 Jahren eine Konstante: Dieter Farrenkopf, Conferencier von der Karlsruher Seebühne (auf dem Zweier-Foto rechts, Seidel links). Auch beim 19. Liedernachmittag hielt er das Mikrofon in der Hand und begrüßte die Künstler.

Das Programm war äußerst vielseitig. Die Weingartnerin Sandra Nagel eröffnete mit einem stimmungsvollen Klavierbeitrag und übernahm im Übrigen zusammen mit Ralf Kaufmann die Begleitung. Lisi Krützfeld, Gast aus Paraguay, begeisterte mit klangvoller und dynamisch vorgetragener südamerikanischer Folklore auf der Harfe. Tenor Thomas Schäfer aus Weingarten interpretierte das sehr ernste „Ingemisco“ aus der Messa de Requiem von Giuseppe Verdi und „Zueignung“ von Richard Strauss. Walter Armbruster aus Pfinztal trug stimmungsvolle Melodien auf der Panflöte bei: „der einsame Hirte“, „Ave Maria“ und „Blue Baju“. Nahtlos fügte sich der Schmusesong der Rockgruppe „Moody Blues“, „nights in white satin“ in das Programm ein, ausdrucksstark vorgetragen von Kalle Hamsen an der Gitarre. Der junge Bariton Sebastian Koch, Mitglied im Extrachor des Badischen Staatstheaters, glänzte mit Opernbeiträgen aus der „Hochzeit des Figaros“ und „Don Giovanni“.

Den Hit von Hanna Haller „Für alle, die den Regenbogen noch im Dunkeln sehn“ interpretierte Helmut Seidel selbst. Es war ein prädestinierter Beitrag für sein Hilfsprojekt, das im Lauf der Jahre insgesamt 125.000 Euro eingespielt hatte.

Von Kinderaugen, Glück und Traurigkeit, sprach auch Else Gorenflo. Die Mundartdichterin stellt immer wieder Kinder in den Mittelpunkt ihrer mittlerweile längst überregional bekannten Texte. Die Kindheit, mit der sie ihre eigene beschreibt, war trotz einer „schlechten Zeit“ gut, weil wohl behütet und eingebettet in eine Großfamilie. Somit schlug sie wiederum den Bogen zu den SOS-Kinderdörfern, die vielen Kindern eine familiäre Geborgenheit geben.

Susanne Rock von SOS-Familienhilfezentrum Kaiserslautern als Vertreterin von „SOS-Kinderdorf Deutschland“ und Petronelle Eberle, Vertreterin von „SOS-Kinderdorf weltweit“ aus München, überreichten Helmut Seidel und seiner Ehefrau Helga die SOS-Ehrennadel für ihr 25jähriges Wirken. Bürgermeister Eric Bänziger dankte Seidel für sein segensreiches Tun und wünschte ihm noch viel weitere Schaffenskraft.

Der Erlös dieses Konzerts geht an die Kinderdörfer Draria in Algerien, Ulan Bator in der Mongolei und Dießen am Ammersee sowie die Kinderklinik Mogadischu in Somalia.

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