Gemeindenachrichten Montag, 01.08.2011 Die neue Weinkönigin heißt Melina I.Am überraschtesten war die gewählte Weinkönigin selbst. Kurz nach 22 Uhr griff Bürgermeister Eric Bänziger zum Mikrofon. „Lange hat es gedauert“ begann der Rathauschef, „alle Stimmen auszuzählen. Und es war eng. Sehr eng. Fünf hübsche Mädchen. Fünf intelligente Mädchen. Die Wahl war schwer. Aber eine ist es geworden.“
Die Spannung auf dem Rathausplatz war mit Händen zu greifen. Mehrere hundert Menschen waren tatsächlich mucksmäuschenstill. Und dann kam es: „Begrüßen Sie mit mir Melina I.“ Ein vielstimmiger Jubelschrei, Feuerwerk, Sekt und herzliche Umarmungen. Die erste Gratulantin war die beste Freundin und Mitbewerberin, Marielle Mieden. Aber keine der anderen sollte enttäuscht sein. „Sie teilen sich die Aufgabe und in der Praxis macht es keinen Unterschied mehr“ sagte Liesel Heuer, die erfahrene „Königinmutter“. „Aber die Spannung, die Fragerei und die Warterei war jetzt genug“ fügte sie hinzu. Wochenlang hatte sie die Mädchen vorbereitet und bis zur aufregendsten Stunde des Tages begleitet.
Stunden vorher waren die Bewerberinnen auf dem Rathausplatz von Vereinssprecher Klaus Goerke begrüßt worden und hatten sich vorgestellt: Claudia Hauswirth, Marielle Mieden, Marie-Lena Soyta, Melina Tränkle und Marie-Kathrin Müller. Klaus Goerke hatte ihnen Fragen zu Wein und Weinbau gestellt, sie hatten über ihre Ausbildung und ihre Hobbys berichtet. Dann schritt das Volk zur Wahl. Der Bürgermeister und der Vereinssprecher ließen Propellerchen fliegen. Und nicht wenige versuchten, eins zu erhaschen, reckten und streckten sich, um ihrer Favoritin ihre Stimme zu geben. 80 Stimmzettel wanderten zusätzlich zu denen des ersten Wahlgangs in die Urne. Dann wurden die Mädchen ins Festgetümmel entlassen.
13 Vereine hatten die Strecke zwischen Kirchplatz und Hartmannsbrücke zur Festmeile gemacht. „Jetzt ist doch noch schön was los“ war einer der meist gehörten Kommentare. Und die häufigste Erklärung: „Das Wetter hat ja doch noch gehalten“. In der Tat, einer der wichtigsten Faktoren für ein gelungenes Fest hatte gestimmt. Trocken und nicht zu warm war es „das ideale Weintrinkwetter“. Und die Vereine wurden für ihre Mühen belohnt. Schulter an Schulter schoben sich die Massen. Sie pendelten zwischen Rindfleisch mit Meerrettich und „Wengada Brutzelfleisch“, kauten Hot Dogs und Fischweck, schlürften Champagnertrüffel am Sektstand und belagerten den Pilswagen. Witzig war der Sandstrand mit Liegestühlen am „Playa de Walzbach“ des Mofaclubs „Zum Zwei-Takter“ und stimmungsvoll war die „Bürgerschänke“ des Bürger- und Heimatvereins im „Fränkischen Hof“. Vermisst wurde zwar die heiße Musik des „Rockstadl“ der Feuerwehr auf dem Schulhof, die dieses Jahr nicht dabei war, dennoch war die Jugend gut vertreten.
Auf dem Rathausplatz hatte der Musikverein schon zu Beginn seine schönsten Stücke ausgepackt und schwungvoll-dynamisch die Gäste begrüßt, später unterhielten der Musikverein Eggenstein und die Band „Absolut kussecht“. Ein fetziges Gitarrenduo mit dem Namen „Die Nasen“ sorgten für tolle Stimmung am Stand von „Germania“ und selbst ein mehrfacher Stromausfall wurde mit guter Laune gelassen hingenommen. Den Sonntag füllten Kaffee und Kuchen an vielen Ständen, auf dem Walzbach fand das Entenrennen statt und ein paar lustige Spiele vertrieben der Jugend die Zeit.
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