Gemeindenachrichten Donnerstag, 28.07.2011 Fragen rund ums Kind? Hier bekommen Sie Hilfe!Junge Eltern, die sich – vor allem beim ersten Kind – vielleicht noch ein bisschen unsicher fühlen, werden in keinster Weise allein gelassen. Die Gemeinde Weingarten lädt die Eltern neugeborener Kinder einmal im Jahr zu einer Informationsstunde über ihre Betreuungsangebote ein.
Auch das Landratsamt hat ein eigenes Konzept für diese Zielgruppe unter dem Titel „Frühe Hilfen“ entwickelt.
Rund ein Dutzend junge Mütter und Väter waren am vergangenen Donnerstag ins Turmzimmer gekommen. Bürgermeister Eric Bänziger begrüßte die neugeborenen Bürgerinnen und Bürger und ihre Eltern sehr herzlich. Er berichtete, dass Weingarten in Sachen Kinderbetreuung, beginnend mit sechs Monaten bis zum Ende der Grundschulzeit, in den vergangenen Jahren stark investiert habe und sehr gut aufgestellt sei.
Für Kleinkinder gibt es das „Zwergenhaus“ (privat, die Angaben in Klammern beziehen sich auf die Trägerschaft), den „Zauberwald“ (evangelische Kirche) und das „Blauland“ (Familienzentrum Allerdings).
Die betriebswirtschaftlich geführten Gruppen von „proliberis“ dazugezählt, ergibt insgesamt rund 60 Ganztagesplätze für Kinder ab spätestens einem Jahr. Dem stehen derzeit 29 Anfragen gegenüber.
Ab drei Jahren stehen sechs Kindergärten zur Verfügung: „Am Alten Friedhof“, „Waldbrücke“ und „Höhefeldstrolche“ (alle evangelisch), „St. Elisabeth“, „St. Michael“ und „St. Franziskus“ (alle katholisch) mit unterschiedlichen Angeboten. Die Gemeindeverwaltung will eine zentrale Koordinierungsstelle einrichten, um die Nachfrage nach freien Plätzen und unterschiedlichen Öffnungszeiten den einzelnen Einrichtungen zuordnen zu können. Ebenso soll ein Plan entwickelt werden, der auch Möglichkeiten zur unregelmäßigen, kurzfristigen und stundenweisen Unterbringung aufzeigt.
Fragen dieser Art beantwortet im Rathaus Mario Illmann unter der Telefonnummer 07244 / 702013 oder unter m.illmann@weingarten-baden.de.
Ulrike Rösch, Diplomsozialpädagogin im Jugendamt des Landratsamtes berichtete über die Möglichkeiten, die das Konzept „Frühe Hilfen“ bietet. Dabei geht es um Beratung und Begleitung junger Mütter in wirklich allen Fragen rund ums Kind in den ersten drei Lebensjahren. Das Konzept besteht aus zwei Komponenten: die individuelle Beratung und die festen Mutter-Kind-Gruppen. Beides ist kostenfrei. Eltern bekommen Informationen und Orientierung über wichtige Entwicklungsschritte oder Unterstützung bei konkreten Problemen. Sie können anrufen, Frau Rösch in ihrer Sprechstunde aufsuchen oder einen Hausbesuch in Anspruch nehmen. „Es gibt keine blöden Fragen, nur Unsicherheiten“ sagte sie zu den jungen Eltern im Weingartener Turmzimmer. Sie berate über alles, was Eltern von Säuglingen bewegt: Laufen, Zähne, Ernährung, Wachstum, Spielen, Soziales Verhalten …. „Schlafen ist ein Dauerthema, Schreien ist ein Dauerthema“. Ulrike Rösch hat eine 20jährige Berufserfahrung und kann den Eltern die Unsicherheit nehmen. Niemand, der diese Hilfe in Anspruch nimmt, soll sich als persönlicher Versager fühlen, denn vieles, was früher galt, stimme heute aufgrund neuer Erkenntnisse nicht mehr.
Ulrike Rösch ist telefonisch erreichbar unter 0721/936-7614.
Die festen Termine im Landratsamt stehen jeweils unter einem Thema, zu dem ein externer Referent spricht, Eltern erfahren Interessantes zu den verschiedenen Entwicklungsphasen ihres Kindes, zu Fragen der Ernährung, Kinderkrankheiten, Notfälle, Zahnprophylaxe, Trotz, Grenzen setzen, Spielen und Beschäftigung und mehr. Diese Termine bieten darüber hinaus aber auch die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen. Außerdem gibt es Informationen bezüglich der Existenzsicherung.
Die nächste Gruppe trifft sich mittwochs von 10 bis 11.30 Uhr im Raum „Frühe Hilfen“ im Landratsamt Karlsruhe, Beiertheimer Allee 2, gegenüber ECE-Center. Beginn: 30. November. Telefonische Anmeldung: 0721/936-7614 oder schriftlich unter ulrike.roesch@landratsamt-karlsruhe.de.
Zum guten Schluss bekam jede Familie von Bürgermeister Bänziger ein Willkommensgeschenk überreicht: eine Tasche voll Informationsbroschüren und einem Baby-Badetuch. Wer an diese Begrüßungstermin verhindert war und eine Einladung erhalten hat, kann seine Tasche im Rathaus abholen. Seitenanfang | Seite drucken |