Gemeindenachrichten Freitag, 08.07.2011 „Geht Dir Rat aus, geh ins Rathaus“...lautet die Inschrift auf dem Weingartener Rathaus. Tatsächlich ist Ihr Rathaus ein modernes Dienstleistungszentrum, in dem freundliche und kompetente Ansprechpartner Ihnen in Ihren persönlichen Angelegenheiten als Bürger Auskunft geben und weiterhelfen können.
Darüber hinaus erfordert die Verwaltung einer knapp 10.000 Einwohner großen Kommune einen Stab von qualifizierten Mitarbeitern in verschiedenen Sachgebieten. Wir laden Sie ein zu einem Besuch im Rathaus und werden Ihnen an dieser Stelle in lockerer Reihenfolge die dort arbeitenden Menschen und deren jeweiliges Aufgabengebiet vorstellen.
Herzlich Willkommen im Bürgerbüro
Montagmorgen, 7.30 Uhr. Ralf Windbiel ist an diesem Morgen einer der Ersten im Rathaus, denn er hat im Bürgerbüro „Frühdienst“. Er, Christian Meier, Tatjana Zeeb und Margaret La Rosa begrüßen die Besucher abwechselnd hinter dem Tresen. Freundlich und immer gut gelaunt sind die Vier die Visitenkarte des Weingartener Rathauses.
Um 7.35 Uhr öffnet sich zum ersten Mal die Tür. Eine Frau möchte ihren neuen Personalausweis abholen. Das dauert nur ein paar Minuten, denn der Ausweis liegt schon bereit. Ihr auf den Fersen kommt ein Junge. Er hat sein Schülerticket für die Stadtbahn verloren. Ralf Windbiel schickt ihn ein Zimmer weiter ins Fundbüro. Glück gehabt. Kurze Pause – so lange kann der junge Leiter des Bürgerbüros die Homepage des Rathauses aufschlagen und zwei, drei informative Artikel aufnehmen, denn eine topaktuelle Website ist sozusagen das Sternchen auf der Visitenkarte. Im nächsten Moment klingelt das Telefon und der Anrufer fragt, ob er im Rathaus Mülltüten kaufen kann, wenn seine Mülltonne mal nicht ausreicht. Der nächste am Telefon versteht seine Abwasserrechnung nicht. Weiterverbinden, vermitteln, erklären, helfen – das ist hier gefragt.
Gegen 12 Uhr waren rund 30 Besucher da und hat ungefähr 25 Mal das Telefon geklingelt. Anfragen nach Ferienbetreuung, die Adresse einer Musikschule, einen Antrag auf einen Anliegerparkausweis oder einen Fischereischein – so verschieden die Menschen, so vielfältig ihre Bedürfnisse.
Tatjana Zeeb hat erst nachmittags „draußen“ Dienst. Die übrige Arbeitszeit verbringt sie in ihrem, dem Bürgerbüro angegliederten Dienstzimmer. Ein Mann benötigt für seine Bewerbung um einen neuen Arbeitsplatz ein polizeiliches Führungszeugnis – bei ihr ist er an der richtigen Adresse. Tatjana Zeeb bearbeitet An- und Abmeldungen bei Wohnungswechsel, stellt Ausweise und Reisepässe aus und beantragt Führungszeugnisse und Gewerbezentralregisterauszüge.
Der dritte im Bunde ist Christian Meier. Auch er hat zu bestimmten Zeiten „Dienst an der Front“, die übrige Zeit bearbeitet er An-, Ab- und Ummeldungen von Gewerbe. Da dies aber nicht im selben Umfang vorkommt wie Wohnungsummeldungen, ist er außerdem für die Prüfung von Anträgen aus dem sozialen Bereich zuständig. Wer beispielsweise einen Anspruch auf Wohngeld, Sozialhilfe oder Grundsicherung hat, wird bei Christian Meier beraten. Auch wer eine Frage betreffend seiner Rente hat, ist bei ihm richtig. Von der Theke des Bürgerbüros aus wird der Antragsteller zu ihm vermittelt. Zuvorkommende Höflichkeit und äußerste Diskretion sind nicht nur bei dem jungen Sachbearbeiter, sondern in allen Bereichen selbstverständlich.
Last but not least: Margaret La Rosa. Sie ist „die gute Seele“ des Amtsblatts. Tausendmal hat sie es in der Vergangenheit schon erlebt: Texte in letzter Minute. „Frau La Rosa, geht das noch? Bringen Sie das noch hinein?“ Jetzt haben die meisten Vereine ihren eigenen Online-Zugang, aber Margaret La Rosa hat als Chefredakteurin die Fäden in der Hand. Eiserne Nerven und ein guter Überblick gehören bei ihrem manchmal aufregenden „Last-Minute-Job“ zum täglichen Brot. Im Wechsel mit den drei anderen ist auch sie zu wechselnden Zeiten hinter dem gelben Empfangsbereich zu finden.
Und dort heißt es: freundlich, höflich, kompetent. So ist Weingarten. Seitenanfang | Seite drucken |