Gemeindenachrichten Freitag, 08.07.2011 „Keine besonderen Vorkommnisse“......klingen aus den Worten des Ordnungsvollzugsbeauftragten der Gemeinde, Bruno Gadowski, mit denen er die allgemeine Lage zurzeit am Baggersee beschreibt. Die Redaktion sprach mit Gadowski an seinem Freiluftarbeitsplatz.
Er ist vorwiegend an den Wochenenden im Einsatz und wird dabei von zwei Mitarbeitern der Firma b.i.g. security service unterstützt. Nachdem die Gemeinde weitere Fahrradständer aufgestellt hat, sei erfreulicherweise offensichtlich die Akzeptanz sehr groß und nur noch sehr Wenige nehmen ihr Fahrrad mit auf die Wiese. Mehrere Bereiche wurden mit Baumstämmen als Fahrradabstellplätze gekennzeichnet und entsprechend beschildert. „Vor allem bei den jungen Leuten gibt es eigentlich keine Widerrede, höchstens Nachfrage“ berichtet Gadowski. Selbstverständlich bekommen sie eine höfliche Auskunft. Er erkläre ihnen, dass Fahrräder auf der Wiese unnötig Platz wegnehmen und letztendlich eine Unfallgefahr darstellen. Und selbst wenn nicht, dann sei es einfach lästig und unzumutbar, dass Fußgänger den Fahrrädern ausweichen müssten. Am ersten heißen Wochenende habe er rund 500 Fahrräder gezählt. Es sei eigentlich ein nicht vorstellbares Bild, wenn diese alle auf der Wiese stünden. Aber nur etwa zehn waren nicht in den vorgesehenen Parkplätzen untergebracht. Dass nicht mehr gefahren, sondern nur noch geschoben werden dürfe, sei eine Frage der Rücksichtnahme. An stark frequentierten Tagen sei die Unfallgefahr durch Radfahrer einfach zu groß.
Ganz ähnlich verhalte es sich mit Alkohol. Auch hier gelte für ihn der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit. Er versuche, die Sache mit Augenmaß zu handhaben, sagt Gadowski. Seien erkennbar zu viele Flaschen dabei oder „harte Sachen“ im Gepäck, so fordere er die Besucher auf, die Flasche zu entfernen. Bisher seien noch keine Alkoholexzesse vorgekommen, doch beim ersten entsprechenden Vorkommnis werde er durchgreifen und ein generelles Alkoholverbot durchsetzen.
Zum Grillen sind mittlerweile vier gemauerte Grillstellen eingerichtet. Der Waldboden drumherum wurde großzügig mit Sand bedeckt, damit ein versehentlich heruntergefallenes Stückchen Kohle nicht gleich Schaden anrichten würde. Die verglühte Kohle kann in einer dafür bereitgestellten Blechtonne entsorgt werden. Er empfehle den Benutzern, eine Drahtbürste oder einen speziellen Grillhandschuh mitzubringen. Dann den Grill ordentlich anheizen und sobald der Rost richtig heiß sei, mit der Drahtbürste oder dem Handschuh bearbeiten und er werde ganz einfach wieder sauber. Nach dem Motto „Wie man in den Wald hineinruft, schallt es heraus“ mache er die Menschen freundlich darauf aufmerksam, dass eigene Grills mitzubringen nicht erlaubt sei, wohl aber der eigene Rost oder handelsübliche Aluschalen. Auch hier habe es bisher keine Probleme gegeben.
Zusammenfassend meint Gadowski, momentan habe sich die Situation sehr zufriedenstellend entwickelt. Die Menschen seien gesprächsbereit und vernünftigen Argumenten zugänglich. Auch für die ausländischen Mitbürger gelte das in mindestens demselben Maß.
Ein großes Lob gebührt dem Bauhof, der die gesamte Anlage pflegt und tipptopp in Schuss hält.
Seitenanfang | Seite drucken |