Gemeindenachrichten Montag, 04.07.2011 Tag der offenen Tür im Walk'schen HausKennen Sie dieses Eckchen? - Natürlich. Sie sind bestimmt schon oft daran vorbei gegangen. Am Sonntag war „Tag der Offenen Tür“ im „Walk’schen Haus“ und eine wunderbare Gelegenheit, sich nicht nur mit kleinen genussreichen Happen verwöhnen zu lassen, sondern das Ensemble dieses historischen Gemäuers im heutigen Zustand zu besichtigen. Das Konzept des Tages bestand aus Essen, Trinken und Besichtigen. Für einen Eintrittspreis von 39 Euro war alles inbegriffen. In jedem Teil des Hauses wurde eine andere Speise serviert,...
... die von einem eingeladenen Gastkoch zubereitet wurde. Küchenchef Jörg Lawerenz persönlich residierte in seinem Reich und auch dort stand die Tür offen. Die Gäste durften nicht nur die heiligen Hallen betreten, sondern permanent stand ein Tablett mit vielen kleinen Schälchen bereit, Kostproben von interessanten Speisen – einfach so, zum Probieren, launig und unkompliziert. Da gab es Frühlingsröllchen, Tatar vom Rind, gebackene Garnele, Schmorfleischravioli, Gazpacho, Thunfischsteak, Beerenkaltschale und vieles mehr. Die neugierigen Besucher durften schauen, fragen und staunen – nicht zuletzt über das organisatorische Talent des Profiteams, tausend Sachen auf einmal zu zaubern, ohne dabei den Überblick zu verlieren.
Ein ganz neues architektonisches Gesicht hat das Gourmetrestaurant erhalten. Dort war ein Künstler am Werk. Er hat die rotbraune Kassettendecke hell gestaltet und Akzente in leuchtendem Kobaltblau gesetzt - kleine aber fantastisch effektvolle Veränderungen. Edel ist der Romantik-Saal für Veranstaltungen. Weißes Tischtuch und weiße Hussen über den Stühlen sind der edle Hintergrund für glitzerndes Glas und spiegelndes Besteck.
Nicht verändert, sondern von Anfang an mit viel Liebe zum Detail ausgestaltet sind die Hotelzimmer im oberen Stock des alten Hauses, deren Türen ebenfalls an diesem Tag offen standen. Das Fachwerk gab den Takt und die Größe vor, die Fachkenntnis des Handwerksmeisters und die Kreativität des Bauherrn spielten die Klaviatur der Ausgestaltung. Jedes einzelne Zimmer ist anders und erhielt einen seinen Möglichkeiten entsprechenden Charakter – alles unter der großen Überschrift „Romantik-Hotel“. Und in einem der Zimmer befindet sich eine Nachbildung des Plumpsklosetts mit einem französischen Waschlaveau, das unser Foto zeigt.
Zurück im Hof. Am Eingang stand Kristina Trautwein und begrüßte den Gast, der von Mariusz Kura, Restaurantleiter im Bistro, nach seinen Wünschen gefragt wurde. Nun konnte er wählen – wohin zuerst? Im von einer dicht begrünten Pergola beschatteten Innenhof servierten Norman Wegner vom „Medici“ aus Baden-Baden confierten Saibling und Patrick Kreuzinger vom „Bistro“ Flammkuchen, am Grill gab es Spanferkel und Rauchsteaks. In dem wunderschönen Rosengarten, überschattet von einer mächtigen Platane und über einen behindertengerechten Zugang einfach zu erreichen, war Marko Spanier vom Hotel „Bock“ aus Limbach-Oberfrohna am Werk und kredenzte Sächsische Guidohof-Gemüsekaltschale, dazu gekochten Tafelspitz mit Kräutersalat.
Der Tag sollte denjenigen, die das Walk’sche Haus noch nicht kannten, den Tritt über die Schwelle erleichtern und den Freunden eine geschmacklich vielfältige Erlebnisreise bescheren. Beides ist voll aufgegangen.
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