Gemeindenachrichten Dienstag, 28.06.2011 Das Fronleichnamsfest„Eine große eucharistische Demonstration“ nannte Pfarrer Jürgen Olf die Prozession, bei der in katholischen Kirchengemeinden am Fronleichnamsfest das Brot durch die Straßen getragen wird.
„Demonstrieren bedeutet, zeigen, was einem wichtig ist“ hatte er in dem der Prozession vorausgehenden Gottesdienst erläutert. „Die Menschen gehen für das auf die Straße, was unter die Leute gehört.“
Der Gottesdienst, der wie üblich auf dem Rathausplatz stattfand, wurde vom Weingartener Musikverein und vom Kirchenchor gestaltet. In seiner Predigt erklärte der Pfarrer die Bedeutung des Festes als ein Fest der Eucharistie, das mitten im Sommer mit Blumen, Fahnen und Prozessionen besonders festlich gefeiert werden solle, zu Ehren des Herrn. Er sprach von dem Teppich, der nicht einfach ausgerollt, sondern Blüte für Blüte gelegt werde. Er sei zwar, bedingt durch den Mangel an Blüten in der späten Jahreszeit, etwas kürzer ausgefallen als sonst, habe aber dennoch an Schönheit und Aussagekraft nichts eingebüßt. Vor allem die Erstkommunikanten hätten mit bunten Blumen einen wunderbaren Regenbogen gemalt. Das Motiv diesen Jahres laute „Tut dies zu meinem Gedächtnis“. Gemeint sie das Vermächtnis Jesu beim letzten Abendmahl, was sich in jeder Eucharistiefeier wiederhole. Weiter berichtete der Pfarrer von vielen kleinen Beiträgen, die ihm - mitunter auch von unerwarteter Seite - begegnet seien und ihn merken ließen, dass Fronleichnam bei den Weingartnern angekommen sei. Nachdem die Gläubigen auf dem Rathausplatz die Kommunion empfangen hatten, folgte der Höhepunkt des Gottesdienstes: Die Aussetzung und der Aufbruch zur Prozession, deren Ordnung seit Jahrzehnten festgelegt ist. Vorweg gehen die Weihrauchträger, es folgen das Kreuz, der Lektionar, das Banner der Jugend und die Christusfahne und der erste Teil der Gläubigen. Danach die Michaelsfahne, die Musikanten, der Kirchenchor, die Ministranten und die Erstkommunionkinder.
Jetzt kommt der Baldachin, den Pfarrgemeinderäte tragen, darunter geht der Pfarrer mit der Monstranz. Dazwischen werden noch weitere Fahnen, Leuchter, Glocken und Weihrauchfässer getragen. Zuletzt kommen die restlichen Gläubigen und zum Schluss die Sanitäter des Roten Kreuzes.
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