Gemeindenachrichten Montag, 20.06.2011 Hacken und Jäten im „Zweitberuf“Ursula Hauser und Erika Hoffmann arbeiten beide gerne in ihrem Garten und schätzen diese Freizeitbeschäftigung. Im Arbeitsleben sind sie als Reinemachefrauen für die Gemeinde tätig, ihr Zuständigkeitsbereich ist die Walzbachhalle und die Sauna.
„Als die Halle vor einigen Jahren wegen des Umbaus für einige Zeit geschlossen waren, hatten wir plötzlich keine Arbeit mehr“, berichtet Ursula Hauser. „Da kam uns die Idee, wir machen unser Hobby zum Beruf. Wir machen das gern und sind gern an der frischen Luft“ ergänzt Erika Hoffmann.
Die beiden regten bei ihrem Arbeitgeber an, den Gemeindegärtner Pino Tilocca in den Grünanlagen zu unterstützen und fanden durchaus offene Ohren. So kamen Ursula Hauser und Erika Hoffmann zu ihrem „Zweitberuf“. Jeden Sommer, wenn die Halle während der Ferien geschlossen ist, nehmen sie sich die Grünanlagen im „Bruch östlich“ vor und das Wohnviertel, das zu Recht als gehobene Wohngegend gilt, hat davon nicht wenige. Mehrere bepflanzte Inseln in den verkehrsberuhigten Straßen wollen gehackt, gesäubert, gestutzt und gejätet werden.
Straße um Straße nehmen sie sich vor, nach eigenem Plan, fangen an „oben am Herrschaftsbruch, dann rundum und die Seitensträßchen“, beginnen morgens um 7 Uhr, wenn es noch kühl ist und hören gegen 11 Uhr auf, wenn es zu heiß wird. Der Arbeitsanfall in den einzelnen Straßen sei unterschiedlich, sagen die beiden Frauen. Manche Hausbesitzer pflegen selbst, da brauche man gar nichts zu machen, manche Anlagen dagegen seien „richtig verwildert“. „Am schlimmsten ist der Efeu“ erklärt Erika Hoffmann. „Der muss raus, denn der geht wild auf und wenn man den wuchern lässt, macht er alles andere kaputt“.
Noch ein Stück im Herrschaftsbruch, dann ist die Arbeit beendet. Wo die beiden schon waren, ist deutlich zu erkennen. Seitenanfang | Seite drucken |