Gemeindenachrichten Donnerstag, 16.06.2011 Die Fußballvereinigung rüstet für die ZukunftIm 107. Jahr seines Bestehens investiert der Verein in seine Infrastruktur. Die 45 Jahre alten Duschen, Umkleidekabinen und Sanitärräume werden von Grund auf saniert, erweitert und in Topform gebracht.
„Das Vorhaben umfasst zwei Bauabschnitte“ erklärt der Vorsitzende Gerhard Fritscher.
Der erste Teil betrifft den Umbau der Kegelbahn, der zweite die vorhandenen Kabinen.
Das ganze Projekt ist ein Riesenvorhaben mit einem finanziellen Volumen von 250 000 Euro. Schatzmeister Bernd Lang berichtet, das Budget werde ausreichen, der Verein erhalte dafür Zuschüsse vom Badischen Sportbund in Höhe von 65.000 und von der Gemeinde von 50.000 Euro. Zur Finanzierung des Eigenanteils des Vereins sollen eine einstimmig beschlossene Beitragserhöhung sowie die Erbringung von Eigenleistungen beitragen. Federführend tätig sind das Vorstandsmitglied Architekt Marc Förderer und „Bauleiter“ Bernd Kärcher. Viele freiwillige Helfer, vor allem ein harter Kern aus der AH, haben mit den beiden zusammen und unter ihrer Leitung bisher rund 3.500 Arbeitsstunden erbracht. Ohne die Investition in diese Baumaßnahme habe der Verein im vierten Jahr ein Plus erwirtschaftet.
Die Kegelbahn war im Lauf der Jahre unrentabel geworden und wurde darum ganz aufgegeben. An ihre Stelle kommen, spiegelbildlich angeordnet, zwei große Umkleidekabinen mit jeweils einer fest zugeordneten Mannschaftsdusche. Ein Sanitätsraum und ein Schiedsrichterraum mit eigener Dusche sowie Lagerräume ergänzen den Komplex. Im „Kopfbau“ werden die Besuchertoiletten erneuert und außen wird eine Reinigungsstation installiert, an der verschmutzte Fußballschuhe unter dem Wasserhahn abgespült werden können. Bei allen verwendeten Materialien wurde auf Dauerhaftigkeit und Nachhaltigkeit geachtet, berichtet Förderer.
Der zweite Bauabschnitt betrifft die im Untergeschoss schon vorhandenen kleineren Kabinen, Duschen und Sanitärräume.
Damit werden die Jugendräume, die bisher in ein separates Haus ausgelagert waren, überflüssig. Noch in Betrieb sind in diesem Haus die Garagen, in denen die Bälle und die Gerätschaften für den Festbetrieb untergebracht waren. Eines Tages soll dieser ganze Komplex abgerissen werden. Ein Projekt nach dem anderen, nicht alles auf einmal, ist dabei die Devise.
Die Verlegung hat auch energetische Gründe, denn Heizung und Warmwasser des „Jugendhauses“ war bisher vom Haupthaus abgezweigt und auf dem langen Weg der Leitungen ging viel verloren. Zum Stichwort „Energie“ berichtet Marc Förderer, habe man auf den Energieträger Öl verzichtet und stattdessen Gas gewählt. Damit wird ein Blockheizkraftwerk betrieben, das Strom für die Warmwasserheizung erzeugt und Überschüsse ins Stromnetz einspeist. Als zusätzliche Heizung ist ein Gasbrenner vorhanden.
Die Fertigstellung des „Jahrhundertprojekts“ ist bis zum Spätjahr vorgesehen. Am 3. Oktober soll ein Benefizspiel zugunsten der Typisierungsaktion von Norbert Gablenz stattfinden. Eine Weingartener Traditionsmannschaft wird gegen eine Auswahl des KSC/FC Unitas antreten.
Sportlich ist der Verein vom Fußball dominiert. „Rund 220 Jugendspieler haben wir im Moment“ sagt Fritscher. Bis zu den 14jährigen leistet der Verein extreme Breitenarbeit. In den unteren Spielklassen werde die Masse bedient, ab der A-/B-Jugend konzentriere sich die Auswahl auf Klasse. Verstärkt werden Spieler aus der eigenen Jugend in die erste Mannschaft herangezogen. Die Entwicklung gehe „zum eigenen Sport mit Anhang“. Klare Ziele seien die Jugendarbeit und die Förderung des Vereinslebens. Seitenanfang | Seite drucken |