Gemeindenachrichten Mittwoch, 22.06.2011 Neugestaltung der Verkehrsinseln - Schöne Steine machen wenig ArbeitSeit dem vergangenen Jahr wurden nach und nach die Pflanzenfenster der Verkehrsinseln mit Steinen aufgefüllt. Wo vorher Stiefmütterchen oder fleißige Lieschen blühten, ist nun Steinbruchmaterial...
... wie bunter Sandstein und schimmernder Granit in den größeren, sowie Rheinkiesel in den kleineren zu finden. Einzelne Büsche und Bäume oder interessante Findlinge lassen das Ganze dennoch ästhetisch ansprechend und keineswegs wie eine „Steinwüste“ erscheinen.
Der Hintergrund dieses Austauschs ist eine enorme Zeit- und Kostenersparnis für die Gemeinde. Neun Verkehrsinseln haben die Männer des Bauhofs zu betreuen – vier an der K 3539 Richtung Waldbrücke, zwei an der L 559 beim Hebewerk, zwei an der L 559 Richtung Jöhlingen und eine an der B 3 Ecke Schillerstraße.
Für eine wechselnde Sommer-Winter-Bepflanzung waren zwei Mann insgesamt 70 Arbeitsstunden im Jahr beschäftigt, umgerechnet ist das eine komplette Arbeitswoche pro Mann – allein für das Bepflanzen. Mit Hacken, Jäten und Entfernen von Verblühtem – waren im Zeitraum von Mitte Mai bis Ende September zwei Mann jeweils zwei Stunden pro Insel, alle zwei Wochen, beschäftigt. Das macht zusammen Arbeitskräfte x Stunden x Inseln x Wochen = 324 Arbeitsstunden. Hinzu kommen die Arbeitsstunden für das Gießen, das ein einzelner Mann erledigt, der dafür inklusive Fahrzeit eine halbe Stunde pro Verkehrsinsel benötigt, je nach Wetterlage ist er dafür täglich im Einsatz.
Die Materialkosten liegen für eine ganzjährige Bepflanzung bei 1.500 €. Falle dieser Arbeitsaufwand weg, so könne die ersparte Zeit für die Pflege von Spielplätzen, Wegen und Grünanlagen, vor allem auf dem Friedhof, verwendet werden und komme auf diese Weise dem Ort zu Gute, sagt Bauhofleiter Fetzner.
Die Verkehrsinseln sind nach Auskunft von Bürgermeister Eric Bänziger ein Teil eines Gesamtgrünflächenkonzepts, das derzeit von der Gemeindeverwaltung erarbeitet wird. Seitenanfang | Seite drucken |