Gemeindenachrichten Dienstag, 10.05.2011 Seniorennachmittag 2011Einer sah besser aus als der andere. Über 60 Kuchen und feinste Torten hatten die Frauen des Gesangvereins „Frohsinn“ in der Walzbachhalle kredenzt und von dieser Seite her schon beste Voraussetzungen geschaffen für einen gelungenen Nachmittag.
Bei sommerlich warmem Wetter war der Seniorennachmittag in der angenehm temperierten Walzbachhalle ein mehr als gelungener Nachmittag. Entsprechend der Vereinbarung übernahm der „Frohsinn“ als Jubiläumsverein die Regie in Bezug auf Programmgestaltung und Bewirtung.
Liesel Heuer begrüßte die Gäste in ihrer warmherzig-charmanten Art als „Altersgenossinnen- und genossen“ und moderierte das Programm nach dem Motto „Der verlorenste aller Tage ist ein Tag ohne Lachen“. Hauptamtsleiter Oliver Russel begrüßte in Vertretung des verhinderten Bürgermeister Eric Bänziger seitens der Gemeinde „die größte Altersgruppe der Weingartener Bevölkerung“. Knapp 1500 Einladungen ergingen an die über 70jährigen, die Gesamtzahl der Einwohner liegt knapp unter 10000.
Doch genug der Zahlen, das Programm war heiter, kurzweilig und eine feinsinnig passend gewählte Hommage an diese Zuhörergruppe. Zum stimmungsvollen Auftakt trug der Chor altbekannte Volkslieder vor wie „Am Brunnen vor dem Tore“ und „O Täler weit, o Höhen“. Kraftvolle Männer- und klare Frauenstimmen bildeten unter der Leitung von Alexej Burmistrov einen mächtigen und strahlenden Klangkörper, der mit verschiedenen Stimmen die Möglichkeiten eines großen Chors voll ausschöpfte. Zwei hervorragende Solisten, auf die er zu Recht stolz sein kann, hat der „Frohsinn“ in dem Bariton Sebastian Koch und der Sopranistin Marielle Mieden gefunden. Beide bereicherten den Nachmittag mit ausgewählten Vorträgen aus Oper und Operette. Am Klavier begleitet wurden sie von dem Pianisten Ralf Kaufmann.
Das nostalgische Highlight war der Auftritt von Sette und Berta. Margrit Reichert und Liesel Heuer ließen die beiden Gegensätze, die biedere Bauersfrau Sette, die aussieht „wie a abgebundne Griebewurscht“ und die gewollt-mondäne Dame Berta, die nach Settes Ansicht eine „uffgetakelte Fregatt“ ist, wieder aufleben. Über Jahre hinweg hatten sie mit diesen beiden Weibsfiguren die Kappenabende des „Frohsinn“ bereichert, hatten scharfsichtig die Weingartener Geschehnisse beobachtet und dann kräftig vom Leder gezogen. Ganz so gepfeffert war es dieses Mal nicht, aber die beiden haben nichts von ihrer Schlagfertigkeit und ihren flotten Sprüchen eingebüßt und eine höchst schmackhaft-amüsante Unterhaltungskost kreiiert, die das Publikum mit vielen Lachern gern belohnte.
Eine achtköpfige Gitarrengruppe ließ alte Weingartener Lieder erklingen, die zum Mitsingen einluden und beendeten mit dieser erinnerungsträchtigen und bewegenden Musik einen ansprechenden Nachmittag. Seitenanfang | Seite drucken |