Gemeindenachrichten Sonntag, 24.04.2011 Radio Regenbogen badete erneut am Weingartener Baggersee anUm sechs Uhr morgens klingelte bei Ralf Windbiel das Handy. „Wie ist das Wetter?“ fragte die Stimme aus dem Radio. „Kalt“ antwortete der Pressesprecher aus dem Rathaus. Eine Stunde später. „Wie ist das Wetter?“ – „Noch kühl, aber sehr sonnig“.
Und das war von entscheidender Bedeutung. Denn in Erinnerung an sein Erfolgsevent vom vergangenen Jahr hatte George Zampounidis von der „Morningcrew“ von Radio Regenbogen den Mund voll genommen und ein erneutes „Anbaden“ im Weingartener Baggersee angekündigt.
Wiederum ging es um eine Wette. Er wollte mindestens 49 „Bikinischönheiten“ ins Wasser bringen. Georges Kollegin Anne-Katrin Kienzle hielt dagegen: „Ich wette, dass du das nicht schaffst. Sind es 49, dann bin ich die 50.“ Fünf Stunden später. Um 12 Uhr war das Ufer noch eher spärlich besetzt. Es war auf jeden Fall spannend. „Um diese Uhrzeit sind noch viele bei der Arbeit und die haben dann einen langen Anfahrtweg“ meinte Frank Lautenschläger, der Vorsitzende des Turn- und Sportvereins. Er hatte bereits am Montag von der Gaudi erfahren, und, als Sportler solchem Spaß absolut zugeneigt, hatte er den PC angeworfen und den TSV-Verteiler mit einem Aufruf gefüllt. „Meine Kindergruppen kommen aber“, meinte er hoffnungsvoll, „die Kindergärten habe ich informiert“. Stolze 15 Grad ist das Wasser warm. „Eigentlich finde ich die Idee klasse“ sagt Elke Tränkle. Den Bikini hat sie aber nur angezogen „wenn noch unbedingt jemand gebraucht wird. Sonst sind das nicht meine Temperaturen“. „Lieber nicht“ ins Wasser gehen Theresa und Teresa. Aber Weinkönigin und Weinprinzessin haben es sich immerhin nicht nehmen lassen, mitsamt dem Krönchen herzukommen, um dem Spaß zuzusehen.
Auch Bürgermeister Eric Bänziger ist dabei. „Vor ziemlich genau einem Jahr war es eine meiner ersten Amtshandlungen, jetzt weiß ich, worauf ich mich einlasse“ lacht er. Dann ist es soweit. George und Anne-Kathrin zählen gemeinsam. „Alle, die einen Bikini dabei haben“ ruft George. Zur Not darf es auch ein zusammengebundes T-Shirt sein. Am Schluss ist gar nichts mehr wichtig, nur noch das Dabei sein.
Schließlich zählen sie 52 Menschen. Anwesende. Das würde grade so reichen. „Vielleicht gehen die nicht alle ins Wasser“ hofft Anne-Katrin bis zuletzt. „Wir vertrauen jetzt einfach darauf“ sagt George großzügig. Tatsächlich sieht es ganz so aus und Anne-Katrin bleibt nichts anderes übrig. Jetzt ist sie dran. George steckt den Fuß ins Wasser. 15 Grad Wassertemperatur spricht für sich. Aber dann, nichts wie rein und es hinter sich bringen. „Es fühlt sich an wie Messerstiche“ gesteht Anne-Katrin. „Saukalt“ sagt George ehrlich. Weingartens Bürgermeister fand’s „erfrischend“. Seitenanfang | Seite drucken |