GEMEINDE WEINGARTEN / BADEN

Logo Weingarten
Gemeinde Weingarten

Marktplatz 2
76356 Weingarten
Tel.: 07244 / 7020-0
gemeinde@weingarten- baden.de

Gemeindenachrichten

Nutrias im Walzbach

Nutrias im Walzbach – die Gemeindeverwaltung informiert

Aus gegebenem Anlass informiert die Gemeinde-verwaltung über die inzwischen heimisch gewordene Population der Biberratte, auch Nutria genannt (Myocastor coypus), entlang des Walzbaches.

Gelegentlich wird die aus Südamerika stammende und in Mitteleuropa eingebürgerte Nagetierart mit der (aus Nordamerika stammenden) Bisamratte verwechselt, was vermehrt zu Irritationen in der Bevölkerung führt. In Deutschland ist die Biberratte (oder auch „Sumpfbiber“ genannt), die im 19. Jahrhundert kurz vor der Ausrottung stand, inzwischen an etlichen Gewässern in allen Bundesländern zu finden. Größere und weitgehend beständige Populationen gibt es u. a. an den Flüssen Niers, Schwalm und Cloer am Niederrhein und an der Spree im Osten Deutschlands. In Baden-Württemberg liegt der Schwerpunkt des Nutriavorkommens am Oberrhein und seinen Zuflüssen. Diese Bereiche gehören zu den wärmsten Gebieten Baden-Württembergs. Nutrias können nämlich nur in Gegenden überleben, in denen es keine harten Winter gibt. Meist sind die insbesondere dämmerungsaktiven Tiere an den Besuch von Spaziergängern gewöhnt und lassen sich ohne viel Scheu mit Obst und Gemüse füttern. Sie sind fast reine Vegetarier und ernähren sich vorwiegend von Blättern, Stängeln, Wurzeln, von Wasserpflanzen und von Hackfrüchten. In Deutschland kam man auf die Idee, Nutrias zur „Schädlingsbekämpfung“ anzusiedeln, denn sie besetzen die Bauten der unbeliebten Bisamratten. So können Nutrias dazu beitragen, dass sich Bisamratten nicht immer weiter ausbreiten. Grundsätzlich gibt es derzeit keinen Anlass, Nutrias zu bekämpfen, wenn auch seit 1996 die ganzjährige Bejagung nach § 7 der Durchführungsverordnung zum Landesjagdgesetz möglich wäre. Ein in der Fallenjagd ausgebildeter Jäger dürfte somit die Nutrias außerhalb des befriedeten Bereichs fangen.
Sollten sich allerdings die Bestände entlang dem Bachlauf ab der Unteren Mühle aufwärts oder sogar bis hin zum Schlossbergsee ausbreiten, müsste eventuell von behördlicher Seite regulierend eingegriffen werden. Die Gemeindeverwaltung empfiehlt dehalb, die Tiere nur spärlich zu füttern und keine Speisen an das Ufer des Bachlaufes zu werfen.


Seitenanfang | Seite drucken

© 2012 Gemeinde Weingarten / Baden