Gemeindenachrichten Ehrenabend der Gemeinde bringt drei neue Bürgermedaillenträger hervor„BESONDERER WERT DER AUSZEICHNUNG LIEGT IN IHRER SELTENHEIT“
Das Turmzimmer füllte sich am Montag schnell. Pünktlich um 18.00 Uhr ließen Muriel Gantner und Marlene Görner, Preisträger des Wettbewerbs „Jugend musiziert“ dann die Querflöten erklingen und gaben „Rondo Romantica“ von Otto Schwarz zum Besten.
Nach begeistertem Applaus für die jungen Musiker begrüßte Bürgermeister Klaus-Dieter Scholz die geladenen Gäste, unter ihnen der Landtagsabgeordnete Wolfgang Wehowsky, zahlreiche Bürgermedaillenträger, Gemeinderäte, Kreisrätin Christine Geiger und ganz besonders die Ehrengäste mit ihren Familien, denen die höchste Auszeichnung der Gemeinde überreicht werden sollte.
Eine Betätigung auf der lokalen Ebene in einer Kommune sei nicht nur ein Gegenpol zu Globalisierung und Individualisierung, sondern eine Bereicherung für das Leben in einer Gemeinde und nicht zuletzt für den Betreffenden selbst, sagte Scholz. Nur dieses bürgerschaftliche Engagement mache eine Gemeinde zu einem wirklichen Gemeinwesen. Dieses Zusammenwirken, außer auf dem kommunalpolitischen auch auf vielen anderen Gebieten, bestimme das kulturelle und gesellschaftliche Geschehen in hohem Maße.
Robert Hill, Rudolf Kühn und Hansjoachim Schüler erhielten die Bürgermedaille, da sie sich in besonderer Weise um das öffentliche Wohl verdient gemacht haben.
Mit seinem außerordentlichen Engagement auf ehrenamtlicher Basis habe Robert Hill sein Wissen über die Kultur und Geschichte Weingartens den heutigen Menschen erschlossen und mit zahlreichen Publikationen den Bürgern zugänglich gemacht und der Nachwelt erhalten. „Dabei kamen Ihnen Ihre profunden Kenntnisse über die Geschichte und die Gemarkung unserer Gemeinde zugute“, lobte Bürgermeister Scholz die kulturhistorischen Verdienste um die Gemeinde Weingarten. Er freute sich daher, sich in die Reihe der Gratulanten begeben zu dürfen und ihm die silberne Bürgermedaille der Gemeinde Weingarten verleihen zu dürfen.
Die höchste Auszeichnung der Gemeinde Weingarten, die Bürgermedaille in Gold, erhielten zwei langjährige Mitglieder des Gemeinderates, die die Geschicke und die Entwicklung der Gemeinde in den vergangenen Jahren maßgeblich mitgestaltet haben, sagte Scholz und verdeutlichte die Aussage mit einer langen Aufzählung einiger prägnanter Gemeindethemen, an deren Planung, Umsetzung und Verwirklichung Rudolf Kühn und Hansjoachim Schüler entscheidend mitgewirkt hätten.
„Die Liste der Vereine, in denen sich Rudolf Kühn mit viel Zeit und Arbeit einbringt, sei ebenfalls sehr lang“, stellte Scholz fest. Er war von Dezember 1984 bis zum September 2009, also über ein Vierteljahrhundert, Gemeinderat und hat im Gremium zahlreiche wichtige Funktionen übernommen, so war er beispielweise Mitglied im Technischen Ausschuss, im Ausschuss für Landwirtschaft, Forsten und Umwelt, im Sparkassenbeirat sowie im Gutachterausschuss, dessen Vorsitzender er seit 2000 ist. Auch in der politischen Arbeit der CDU im Ort sei er nahezu unersetzlich, so das Weingartener Ortsoberhaupt weiter. Hierfür danke er Rudolf Kühn und freue sich, ihm für seinen Einsatz und sein Engagement die Bürgermedaille in Gold verleihen zu dürfen.
Während seiner insgesamt fünf Legislaturperioden im Gemeinderat, sei der Dritte im Bunde der Geehrten, Hansjoachim Schüler, zunächst für die FDP, dann für die Grüne Liste Weingarten mit Vehemenz und Leidenschaft für die Interessen der Bürger eingetreten, hob Bürgermeister Scholz in seiner Laudatio vor. Mit Ausdauer und Hartnäckigkeit habe er sich insbesondere für die Umwelt- und Naturschutzbelange sowie die Belange der Jugendlichen in der Gemeinde eingesetzt. Für die zweifellosen Verdienste um das Gemeinwohl überreichte Scholz die Bürgermedaille in Gold an Hansjoachim Schüler.
Aber auch die Leistung der Familien und insbesondere der Ehefrauen, die den Ehrenden den „Rücken freihalten“ und ohne deren Verständnis das Ehrenamt nicht so gut ausgefüllt werden könnte, wie die Geehrten es getan hätten, wurde mit einem Blumenstrauß gewürdigt.
Abschließend ließ David Strieder, ebenfalls Preisträger des Wettbewerbs „Jugend musiziert“, Beethovens Sonate Opus 48 Nr. 2 GDur 1. Satz auf dem Klavier erklingen.
„Mit dieser Veranstaltung tritt ans Licht der Öffentlichkeit, was sonst nur im Verborgenen blüht“, sagte Scholz und dankte den Geehrten nochmals für ihr vorbildliches Engagement. Der diesjährige Ehrenabend fand bei einem anschließenden Stehempfang einen harmonischen Ausklang und bot den Gästen Gelegenheit für Gespräche und Glückwünsche an die neuen Bürgermedaillenträger.
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