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Sonderkonzerte Weingartener Musiktage Junger Künstler am 03.07.2009

Im Rahmen eines Sonderkonzertes der Weingartner Musiktage Junger Künstler am Freitag, den 3. Juli 2009 um 20 Uhr im Schloss Stutensee lässt das TELEMANN QUARTETT Barocke Kantaten für Altus, Violine und B.c. erklingen. Karten für dieses besondere Konzert sind zu 15,- € / erm. 10,- € in Weingarten/Baden in der Marktapotheke, der Bahnhofapotheke, sowie bei Schreibwaren Holderer und an der Abendkasse erhältlich. Des Weiteren werden Bestellungen über die E-Mail info@weingartner-musiktage.de entgegengenommen.


Download: Programmflyer zum Sonderkonzert am 3. Juli 2009 (PDF-Dokument)

Informationen zu den Künstlern

Mit seiner außergewöhnlichen Stimme begeistert der Countertenor Yosemeh Adjei das Publikum auf den Konzert- und Opernbühnen im In- und Ausland. Mit ghanaischen Wurzeln in Nürnberg geboren, ist er als Windsbacher Sängerknabe "groß" geworden und wirkte schon im Alter von zehn Jahren an zahlreichen Schallplatten- und Fernsehproduktionen sowie Konzerttourneen mit, wobei er sich zunächst als Instrumentalist auf der Trompete an der Musikhochschule in Karlsruhe von Prof. Reinhold Friedrich ausbilden ließ. Als langjähriges Mitglied des Rundfunkorchesters des WDR in Köln absolvierte er mit Auszeichnung ein Studium an der Musikhochschule Köln bei Kai Wessel und verlegte seinen musikalischen Schwerpunkt wieder ganz auf den Gesang. Wichtige Impulsgeber waren währenddessen Persönlichkeiten wie Andreas Scholl, Charles Brett und Thomas Quasthoff. Seit seinem Konzertdebüt mit der Musica Antiqua unter der Leitung von R. Goebel sang Y. Adjei mit zahlreichen namhaften Orchestern und Ensembles unter der Leitung von Karl Heinz Steffens, Helmut Rilling sowie Andrea Marcon, Denis Comtet und Konrad Junghänel. Regelmäßig gastiert er in den Musik-Festivals im Rheingau, Schleswig Holstein, Nantes, dem Musiksommer Kloster Chorin, in Brandenburg und des MDR in Leipzig.

Als Finalist des Deutschen Musikwettbewerbs und Preisträger des int. Wettbewerbs für "Alte Musik" in Brügge komponierte Detlev Glanert für ihn die Musik zur Hörspielproduktion "Orlando furioso" des WDR, welche anschließend bei dem New Yorker Musikverlag Random House erschienen ist. Schon im folgenden Jahr gab er mit "La Stagione" Frankfurt sein Debüt bei den Händelfestspielen in Halle mit Händels Athalia und gilt seither als einer der herausragendsten Sänger seines Fachs.

Swantje Hoffmann studierte bei Prof. Walter Forchert in Frankfurt am Main und Prof. Nora Chastain in Lübeck (Aufbaustudiengang Solistenklasse) sowie Barockvioline bei Prof. Petra Müllejans in Frankfurt (Aufbaustudiengang Alte Musik). Neben intensiver Kammermusiktätigkeit mit ihrem Klaviertrio ("Trio Sveg") und solistischen Auftritten ist sie Mitglied des Freiburger Barockorchesters sowie Marini- Consort Innsbruck (Spätrenaissance- und Frühbarockmusik). 2003 war sie Preisträgerin (ex aequo) des Internationalen Barockviolinwettbewerbs "Premio Bonporti", Italien, 2005 gewann sie beim "Solistenwettbewerb Musica Antiqua" in Brügge den 3. Preis. Seit 2003 hat Swantje Hoffmann einen Lehrauftrag für Violine und Barockvioline an der Musikhochschule Frankfurt/Main.

Rainer Zipperling begann nach dem Abitur mit dem Studium der Musik und Musikwissenschaft. Seine besondere Vorliebe für die Barockmusik veranlasste ihn, sein Studium in Holland fortzusetzen, dem Pionierland der sogenannten „authentischen Aufführungspraxis". Schon während der Studienzeit sammelte er reichhaltige Erfahrungen im Konzertleben und legte die Grundsteine für seine spätere solistische und kammermusikalische Laufbahn. Nunmehr gehört er zu den bekanntesten Cellisten und Gambisten auf dem Gebiet der alten Musik. Er ist Gründungsmitglied der Camerata Köln (1979), der er bis heute verbunden ist. Er musizierte bereits mit zahlreichen bedeutenden Ensembles und mehr als 400 Einspielungen belegen seine Tätigkeit als Begleiter oder Solist, sei es mit John Eliot Gardiner und den „English Baroque Soloists", dem Orchester des 18. Jhs. unter der Leitung Frans Brüggens, dem Ricercar Ensemble mit Philippe Pierlot, dem Mozart Orchestra unter Claudio Abbado oder dem Bach Collegium Japan. Regelmäßig tritt er auch unter Philippe Herreweghe auf; mit dem Gambisten Philippe Pierlot bildet er ein Duo. Neben seiner künstlerischen Arbeit genießt er einen hervorragenden Ruf als Pädagoge und unterrichtet Violoncello, Viola da Gamba und Kammermusik an den Hochschulen von Köln und Frankfurt. Von 2003 – 2007 war er auch dem Königlichen Konservatorium in Den Haag als Lehrer für Viola da Gamba und Kammermusik verbunden. Darüber hinaus gibt er weltweit Meisterkurse und profiliert sich als Herausgeber unveröffentlichter Kompositionen.

Einladungen verschiedener Universitäten belegen seine internationalen pädagogischen Tätigkeiten. 2001 gründete er zusammen mit Philippe Pierlot und Francois Fernandez die Schallplattenfirma „FLORA". Auf diesem Label spielte er alle sechs Suiten für Violoncello Solo von J. S. Bach ein, die von der Presse hoch gelobt wurden. Eine der letzten Produktionen waren Klaviertrios von Joseph Haydn und Klavierquartette von W.A. Mozart. Zudem ist R. Zipperling als Tonmeister vermehrt für die künstlerische Leitung von CD-Produktionen zuständig.

Florian Heyerick studierte Musikwissenschaft (Universität Gent), Traversflöte, Blockflöte und Cembalo, und widmet all seine musikalischen Kräfte der Alten Musik und dem Vokalrepertoire. Er ist ein gefragter Gastdirigent bei verschiedenen international bekannten Chören, Symphonie- und Kammerorchestern. Daneben hat er eine Professur an der Musikhochschule Gent (Belgien). Von 2002-04 war er Chefdirigent des Kurpfälzischen Kammerorchesters Mannheim. Florian Heyerick ist Gründer und künstlerischer Leiter des Ensembles Ex Tempore, das dank seiner intensiven Stimmbildungsarbeit mit Solisten und Chorsängern einen hervorragenden Ruf genießt. Mit seinem Repertoire vom Frühbarock bis zur Gegenwart gehört es zu den wenigen professionellen flämischen Klangkörpern, die sich nichtausschließlich auf die alte Musik konzentrieren. Als Instrumentalist wie auch als Dirigent hat Heyerick bereits eine lange Reihe von Tonaufnahmen vorzuweisen, darunter die Johannespassion von Händel, die Marienvesper von Monteverdi und die Passion von H.v. Herzogenberg. Seine Ersteinspielung des „Tod Jesu" wurde zu einer international beispielhaften Wiederbelebung eines der wichtigsten Vokalwerke Telemanns. Damit legte Heyerick auch die Grundlage für eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem von Reinhard Goebel gegründeten Barockensemble Musica Antiqua Köln.

Heyerick tritt auch regelmässig als Gastdirigent in Erscheinung, so mit dem Chor und Barockorchester der Niederländischen Bach-Vereinigung, dem Kurpfälzischen Kammerorchester Mannheim, dem Niederländischen Ballettorchester Amsterdam, dem Symphonieorchester von Flandern und dem Sinfonieorchester Wolgograd. Florian Heyerick wurde zum Kulturbotschafter von Flandern ausgerufen und leitete 1997 das Flandern-Festival. Schon seit 1984 arbeitet er als künstlerischer Direktor und Aufnahmeleiter im Auftrag verschiedener Plattenfirmen. Vor zehn Jahren gründete er sein eigenes CD-Label, Vox Temporis, mit dem er bereits mehr als fünfzig Aufnahmen produzierte, darunter viel beachtete Ersteinspielungen. Des Weiteren ist Florian Heyerick Künstlerischer Leiter des MusikForum Mannheim und leitet die Mannheimer Hofkapelle.

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